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Leben am Rothaarsteig

Leben am Rothaarsteig

Auf der Fläche von 81,1 Quadratkilometern befindet sich die Stadt Hilchenbach im Kreis Siegen-Wittgenstein. In einer der waldreichsten Regionen Südwestfalens treffen alte Fachwerkhäuser auf neue und moderne Strukturen.

Leben am Rothaarsteig, leben in Hilchenbach bedeutet, umgeben zu sein von wunderschöner Natur, tiefen Wäldern und frischer Luft. Gleichzeitig bereichern zahlreiche attraktive Freizeitangebote den Alltag. Der Wolf, das Wappentier von Hilchenbach, begegnet Klein und Groß bei einem Spaziergang durch die Stadt und ist vielfach präsent.

Aber nicht nur der Stadtkern selbst hat viel zu bieten. Jede der umliegenden Ortschaften kann sich mit Besonderheiten schmücken und eindrucksvoll präsentieren. Das Besondere an unserer Stadt sind die starke Vereinsprägung, das herausragende Ehrenamt und die stetig wachsende Dorfentwicklung. Mit einer tief verwurzelten Wirtschaftsstruktur, einer hervorstechenden Klimaschutzarbeit sowie einer guten Gesundheitsversorgung als Grundlage kann jeder Mensch in Hilchenbach aktiv sein und einen Teil zum Heimat-Gefühl beitragen.

Geschichte

Im Jahr 1292 wird Hilchenbach erstmals urkundlich erwähnt. Für die Stadtteile Ruckersfeld und Müsen liegen noch ältere Urkunden vor. Im gesamten heutigen Stadtgebiet dürfte es allerdings viel früher feste Ansiedlungen gegeben haben.
Das Hilchenbacher Statbild wird heute von vielen historischen Gebäuden geprägt. Über 160 Baudenkmäler umfasst die Denkmalliste unserer Stadt. Die Wilhelmsburg am unteren Ende des Marktplatzes wurde 1776 als Amtshaus erbaut und diente bis 1976 als Amtsgericht.
Der kleine angrenzende Park trägt daher den Namen "Gerichtswiese". Heute sind in der Wilhelmsburg das städtische Museum, die Bücherei, das Stadtarchiv und das Trauzimmer untergebracht.

Das Naherholungsgebiet "Ginsberger Heide"

Am höchsten Punkt unserer Stadt liegen das Naherholungsgebiet Ginsberger Heide und die Ginsburg, das Wahrzeichen von Hilchenbach. Die im frühen 13. Jahrhundert errichtete nassauische Grenzfeste war von je her ein strategisch wichtiger Zoll- und Verkehrsknotenpunkt und diente dazu, das Territorium gegen die Grafen von Wittgenstein zu sichern. Zudem ist die Ginsburg eng mit der Geschichte der Niederlande verbunden. Der niederländische Staatsmann Wilhelm von Oranien plante von der Ginsburg aus im Jahr 1568 den Kriegszug zur Befreiung der Niederlande. Heute ist die Anlage eine deutsch-niederländische Gedenkstätte, Ausstellungsraum, Trauzimmer, Ausflugsziel und außerschulischer Lernort.

Seit 2025 befindet sich im Burgraben der Ginsburg auch ein Trekkingplatz als besonderes Übernachtungsangebot für Camperinnen und Camper.

Berühmte Persönlichkeiten

Hilchenbach besinnt sich gern zurück auf Vergangenes. Zu den berühmtesten Persönlichkeiten der Stadt Hilchenbach gehören:

Johann-Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling
Der Augenarzt, Schriftsteller und Nationalökonom wurde 1740 in Grund geboren und erlangte vor allem durch seine erfolgreichen Operationen am grauen Star Bekanntheit. In seinem Geburtshaus, der Jung-Stilling-Stube, die direkt am Jung-Stilling-Wanderweg liegt, können noch heute Exponate seiner medizinischen Geräte besichtigt werden.

Carl Kraemer
Der "Vater" des deutschen Tierschutzgesetzes stammt ebenfalls aus Hilchenbach. Schon als Schüler beschäftigte er sich mit Pflanzen und Tieren und setzte sich bereits im ersten Weltkrieg für einen besseren Umgang mit Militärpferden ein. Bis heute ist der Tierschutzverein für Hilchenbach und Umgebung eine feste Institution. Seit 2005 ist Carl Kraemer Namensgeber für die städtische Realschule.

Wilhelm Münker
Als Naturschützer, Mitbegründer und ehrenamtlicher Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks hat Wilhelm Münker weit über die Grenzen Hilchenbachs hinaus Bedeutendes geleistet. Heute verfügt der Verein als moderner Dienstleister über ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche, Familien, Gruppen und Einzelreisende. Wilhelm Münker setzte sich zeitlebens für den Klimaschutz, den Erhalt des Mischwaldes und für einen gesunden Lebensstil ein. Ihm verdankt die Stadt Hilchenbach die Errichtung eines "Licht- und Luftbades", dem Vorgänger des heutigen Freibads in der Ferndorfstraße.

Umsetzung vieler Projekte zur attraktiven Stadt- und Dorfentwicklung

Schritt für Schritt setzt die Stadt Hilchenbach derzeit Projekte zur Stadt- und Dorfentwicklung um. Viele der Ideen stammen aus dem "Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept" (IKEK), das 2018 unter Beteiligung der Bevölkerung erstellt wurde.

Getreu dem Slogan des Konzeptes "sehenswert - lebenswert - liebenswert" hat Hilchenbach das Ziel, in allen zwölf Stadtteilen das Nebeneinander von attraktiven Ortskernen, Wohnbereichen und gewerblichen Betrieben zu erhalten sowie die Vielfalt der umgebenden Natur- und Kulturlandschaft zu pflegen. In diesem Sinne wurden zuletzt beispielsweise die Dorfplätze in Vormwald und in Oechelhausen verschönert.

Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Der Wettbewerb besteht aus insgesamt drei Teilen, dem Kreis-, Landes- sowie dem Bundeswettbewerb, und wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" möchte die ländliche Entwicklung, den sozialen Zusammenhalt sowie die Identität eines jeden Dorfes stärken. Dazu gibt es verschiedene Bewertungskriterien, nach denen eine Fachjury das Dorf und sein bürgerschaftliches Engagement beurteilt. In den Bereichen Dorfentwicklung, wirtschaftliche Initiativen, kulturelles Leben sowie Umweltschutz und bauliche Gestaltung werden die Dörfer verglichen und bewertet. Helberhausen ist das erste Dorf in der Stadt Hilchenbach, das mit "Gold" auf Landesebene ausgezeichnet worden ist. Im Jahr 2026 steht die erstmalige Teilnahme auf Bundesebene auf dem Programm.

Lebendige Dörfer - schöne Orte

Stadt Hilchenbach
Einwohner: 14.972
Die Stadt liegt im Rothaargebirge im nördlichen Siegerland zwischen 310 und 678 Metern über dem Meeresspiegel in einer der waldreichsten Regionen Mitteleuropas. Siegen-Wittgenstein ist die älteste Bergbauregion Europas und gewährt faszinierende Einblicke in die keltische, mittelalterliche und neuzeitliche Montanindustrie. Aufgrund der Lage im Rothaargebirge bietet die Stadt ausgezeichnete Voraussetzungen für unvergessliche Naturerlebnisse und eine gesunde Lebensweise. In Hilchenbach leben auf mehr als 80 Quadratkilometern circa 14.972 Einwohner (Stand April 2026), verteilt auf zwölf Stadtteile. Tradition und Geschichte spielen in Verbindung mit
innovativer Technik und neu gedachten Gemeinschaftsmodellen eine große Rolle. Kommen Sie mit auf eine Entdeckungsreise durch wunderschöne Dörfer und zu geschichtsträchtigen Orten.

Alt-Hilchenbach
Einwohner: 4.280
In Alt-Hilchenbach, also "Hilchenbach City", bildet der neugestaltete historische Marktplatz mit seinen malerischen Fachwerkhäusern den Mittelpunkt und lädt Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein. Am Giebel des Sparkassengebäudes ertönt in regelmäßigen Abständen ein fröhliches Glockenspiel. Am östlichen Ende liegt die Wilhelmsburg, ein ehemaliges nassauisches Landesschloss. Heute befinden sich darin das Stadtmuseum, das Trauzimmer sowie das Stadtarchiv. Auch die beliebte Stadtbücherei ist dort beheimatet. Hier stehen mehr als 17.000 Romane, Sachbücher, DVDs und Zeitschriften. Neben der Wilhelmsburg liegt die "Gerichtswiese", ein kleiner Park, der wegen der Renaturierung des Bachlaufs, einer Sitzecke und verschiedener Spielgeräte überaus beliebt ist.

Allenbach
Einwohner: 1.938
In Allenbach befindet sich das ehemalige Kloster Stift Keppel von 1239. Über die Jahrhunderte wurde aus dem Damenstift ein Lyzeum, ein Lehrerinnenseminar und schließlich ein Mädcheninternat. Heute ist Stift Keppel ein modernes öffentliches Gymnasium mit einem Museum sowie der angegliederten barocken Stiftskirche.

Die mit bis zu 7,8 Millionen Kubikmetern gefüllte Breitenbachtalsperre ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auf dem 5,5 Kilometer langen Rundweg erfahren Besucherinnen und Besucher allerlei Wissenswertes zur Wasserwirtschaft im Siegerland.

Dahlbruch
Einwohner: 3.675
Dahlbruch ist der größte Ortsteil im Stadtgebiet. Hier befindet sich der kmd mit dem Gebrüder-Busch-Theater und dem mehrfach prämierten Viktoria-Kino als kultureller Hotspot. Daran anschließend bieten das Hallenbad sowie die Turnhalle ein tolles Angebot für alle Altersgruppen. Im Zentrum erinnert ein Denkmal der früheren Siemag AG und heutigen international agierenden SMS Group an die große Industrietradition in Hilchenbach. Im Bereich der Wiesenstraße befinden sich eine Tennis- und Squashhalle und der große Dschungel-Spielplatz "Doktors Wäldchen".

Grund
Einwohner: 287
Das beschauliche Dorf ist Geburtsort des Augenarztes Johann Heinrich Jung, bekannter als Jung-Stilling. In seinem Geburtshaus können sich Interessierte über sein Leben und Wirken informieren.

Über dem Ort thront die Ginsburg, eine nassauische Grenzfeste aus dem 13. Jahrhundert. Sie war 1568 Ausgangspunkt des niederländischen Befreiungskrieges gegen Spanien.

Etwas oberhalb der Ginsburg, auf angrenzendem Wiesen- und Waldgebiet, breitet sich die "Ginsberger Heide". Dort finden regelmäßig große Events wie das internationale Theater- und Musikfestival KulturPur an Pfingsten oder das traditionelle GillerBerg-Turnfest im Sommer statt.

Hadem, Helberhausen und Oberndorf
Einwohner: 330
In Hadem lädt das liebevoll eingerichtete landwirtschaftliche Museum ein, den Alltag vergangener Tage nachzuempfinden.

Einwohner: 625
Das Golddorf Helberhausen ist das erste Dorf, welches
im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" auf Bundesebene antritt. Die "Löffelstadt" beeindruckt mit ihrer überaus aktiven Dorfgemeinschaft und dem großen Engagement, etwas Nachhaltiges für die Zukunft zu schaffen.

Einwohner: 72
In Oberndorf geht es von dem Wanderparkplatz aus zu Fuß zur Ferndorfquelle. Ein Bio-Bauer vor Ort sorgt nicht nur für qualitativ hochwertige Nahversorgung, sondern zeigt auch gerne, wie Tierwohl in einer modernen, nachhaltigen Landwirtschaft aussehen kann.

Lützel
Einwohner: 419
Südöstlich der Ginsberger Heide liegt die Ortschaft Lützel. Sie bietet neben dem Aussichtsturm auf dem Gillerberg auch ein breites Wintersportangebot mit zahlreichen Loipen für Ski-Langläufer sowie einer Rodelbahn.

Bei Lützel beginnt auch die etwa 16 Kilometer lange, landschaftlich reizvolle Eisenstraße, die vermutlich schon in der Eisenzeit die wichtigste Handelsroute der Region war. An dieser idyllischen Strecke liegen die Quellen der Flüsse Sieg, Eder und Lahn.

Müsen
Einwohner: 2.188
Spätestens seit dem Hochmittelalter ist Müsen überregional für seinen Bergbau mit Erzen in außergewöhnlich hoher Qualität bekannt. Heute kann man die "Stahlberger Erbstollen" und das angegliederte Stahlbergmuseum besichtigen. Die älteste Bergbausiedlung Westfalens ist mit einem Aussichtsturm ausgestattet, von dem man weit über das Naturschutzgebiet Altenberg hinaus ins Sieger- oder Sauerland blicken kann. Außerdem befindet sich in Müsen das beliebte und größte Naturfreibad Südwestfalens mit seinem Sandstrand.

Ruckersfeld und Oechelhausen
Einwohner: 87 & Einwohner: 83
Hier gibt es den 6,7 Kilometer langen kulturhistorischen Naturlehrpfad zu entdecken. An 17 Stationen entlang des sonnigen Tals erfährt man wie die Menschen in den Tälern früher Landwirtschaft betrieben. Da der Weg mit nur wenigen Steigungen auskommt und sich abkürzen lässt, bietet er sich auch für ungeübte Wanderer und Familien an. In Ruckersfeld kann man an den Brotbacktagen am "Backes", dem Siegerländer Backhaus, frisches Brot genießen.

Vormwald
Einwohner: 988
In zentraler Lage von Vormwald befindet sich der 2023 neugestaltete Dorfplatz, der zum Verweilen und Boulespielen einlädt. Neben dem alten Bahnhof mit der Eventgastronomie "Zollposten" und der in Stein gefassten Anna-Ursula-Quelle gibt es seit 2025 die "Wäller Runde". Der 13,1 Kilometer lange Rundwanderweg verbindet Dorfidylle und herrliche Fernsichten.