1992 wurde die Gemeinde Mettingen zum staatlich anerkannten Erholungsort ernannt. 1992 Ansiedlung der Conditorei Coppenrath & Wiese 2003 25-jähriges Partnerschaftsjubiläum mit der niederländischen Gemeinde Raalte. Neubesiegelung der Partnerschaft nach der Zusammenlegung Raalte / Heino am 01.11.2003. 2009 Auf Beschluss des Gemeinderates der Gemeinde Raalte wurde am 26.02.2009 die Partnerschaft zwischen Mettingen und Raalte beendet. 2013 feierte die Gemeinde Mettingen ihr 925-jähriges Jubiläum mit einem großen Dorffest. 2018 endete mit dem Bergbau eine für die Region geprägte Ära. Die letzte Steinkohle wurde am 17. August 2018 gefördert. HEUTE Mettingen ist weit über seine Grenzen als das „Tüöttendorf“ bekannt. Die Geschichte der Gemeinde am Schafberg wurde maßgeblich von einer einmaligen Berufsgruppe geprägt: den Tüötten. Vom Grasmäher zum Großhändler Da die kargen Böden im 16. Jahrhundert kaum Erträge lieferten, zogen die Mettinger zunächst als Saisonarbeiter („Hollandgänger“) in die Niederlande. Daraus entwickelte sich ein florierender Leinenhandel, der sich über ganz Nordeuropa bis nach Russland ausdehnte. Mit dem Packen auf dem Rücken (als „Pluggenträger“) brachten diese Wanderhändler Wohlstand in ihre Heimat. Starke Frauen & Geheimsprachen Während die Männer monatelang auf Reisen waren, leisteten die Tüöttenfrauen Enormes: Sie führten die Höfe, erzogen die Kinder und organisierten die Leinenproduktion. Untereinander verständigten sich die Händler in einer eigenen Geheimsprache – aus ihr stammt auch der Name „Tüötte“ (abgeleitet von tiüchan = ziehen/wandern). Ein Erbe, das bleibt Mit der Industrialisierung endete das Tüöttenwesen, doch der Unternehmergeist blieb: Weltberühmte Handelshäuser (wie z. B. C&A) haben hier ihre Wurzeln. Das prächtige Ortsbild mit seinen stilvollen Villen zeugt noch heute von diesem Reichtum. Geschichte erleben ˃ Tüöttenmuseum im Haus Telsemeyer: Tauchen Sie ein in die Welt der Leinenhändler. ˃ Tüöttenweg: Wandern Sie auf den Spuren der Händler von Osnabrück bis nach Oldenzaal (Markierung „T“). Tüötten in Mettingen 1816 wurde der Regierungsbezirk Münster eingeteilt und Mettingen kam zum Kreis Tecklenburg. 1881 wurde der Amtssitz der gemeinsam verwalteten Ämter nach Mettingen verlegt. Die kommunale Selbstständigkeit der beiden Gemeinden blieb weiterhin bestehen. Die fortschreitende Industrialisierung brachte auch für Mettingen manchen Fortschritt und neue Verdienstmöglichkeiten. Rege Bautätigkeit ließ den Ort wachsen und Handel wie Handwerk begannen zu erblühen. Die aufstrebende Entwicklung wurde kaum unterbrochen, wenn auch der deutsch-französische Krieg und der 1. Weltkrieg 1914–1918 wieder Rückschläge gebracht hatten. Das Ende des 2. Weltkrieges 1945 hatte jedoch den völligen Zusammenbruch des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens zur Folge. 1951 wurde der Amtsverband Mettingen- Recke aufgehoben und beide Gemeinden wurden selbstständig. 1975 kam Mettingen als Gemeinde des ehemaligen Landkreises Tecklenburg zum neugebildeten Kreis Steinfurt. 1978 Die Partnerschaft mit der holländischen Gemeinde Raalte wurde offiziell am 25.08.1978 besiegelt. 1985 war die Ortssanierung, die Ende der 60er- Jahre begonnen wurde, abgeschlossen. Es wurde nicht nur der gesamte Marktplatz erneuert, sondern darüber hinaus wurden auch mehrere störende Gewerbe- und Industriebetriebe (z. B. Kornbrennerei und Presshefefabrik der Firma C. Langemeyer) ausgesiedelt. 1988 begeht die Gemeinde Mettingen ihre 900-Jahr-Feier. Zahlreiche Veranstaltungen werden im Verlauf des Jubiläumsjahres angeboten. © AhmadNubhan - AdobeStock.com 9 Über Mettingen
RkJQdWJsaXNoZXIy MTcxNzc3MQ==