Informationsbroschüre Gemeinde Mettingen

1605 wurde das Land im Verlauf des niederländisch-spanischen Krieges von Spanien erobert und besetzt. Auch während des 30-jährigen Krieges wurde es von den Spaniern behauptet. 1633 kam Mettingen nach Abzug der Spanier wieder unter oranische Herrschaft. 1672 brachten die Kriegszüge des münsterschen Fürstbischofs von Galen gegen die Niederlande neue Schrecken, Wirren und Besatzung. 1702 wurde die Obergrafschaft Lingen auf Anordnung des König Friedrich I von Preußen in Besitz genommen. Auch Mettingen erhielt eine preußische Verwaltung. 1756 brachte der 7-jährige Krieg neue Unruhen, als braunschweigische Truppen, Franzosen und Preußen, hier hausten. 1806 wurde Oberlingen nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt vom König von Holland besetzt. 1807 nach dem Tilsiter Frieden an Frankreich abgetreten. 1808 kamen die beiden Grafschaften Tecklenburg und Lingen und damit auch Mettingen an das Großherzogtum Berg. 1810 wurde Oberlingen dem Kaiserreich Frankreich einverleibt. 1813 wurden die verlorenen Länder vom Generalleutnant in preußischen Besitz genommen. 1088 wird Mettingen erstmals in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Benno II von Osnabrück an das Kloster Iburg genannt. 1196 tritt ein Rittergeschlecht von Mettingen als Dienstmannen der Grafen von Tecklenburg in Erscheinung. 1400 wurde die Tecklenburg von den verbündeten Bistümern Münster und Osnabrück erobert. Über Jahre hatten kriegerische Streitigkeiten zwischen den Tecklenburger Grafen und den umliegenden Herrschaften das Leben der Mettinger mitbestimmt. Die Vormachtstellung der Tecklenburger Grafen war fortan gebrochen. 1493 wurde die Grafschaft nach einem Familienstreit geteilt und Mettingen kam an die Obergrafschaft Lingen unter Graf Nikolaus VII von Tecklenburg. 1520 gab Graf Nikolaus die Grafschaft dem Herzog von Geldern zu Lehen. 1541 fiel Mettingen nach dem Tod desselben an das Stammhaus Tecklenburg unter Graf Konrad zurück. Dieser hatte sich schon früh zur neuen Lehre der Reformation bekannt und sich dem Schmalkaldischen Bund angeschlossen. Dies ließ neue Streitigkeiten mit den Bistümern aufkommen. 1547 besetzte Graf Maximilian von Büren auf Anordnung des Kaisers Karl V. tecklenburgische Gebiete. 1548 wurde die Grafschaft dem Grafen Maximilian zu Lehen übergeben. 1596 kam Mettingen als Teil der Ober- grafschaft Lingen unter oranische Herrschaft und so wurde hier die reformierte Konfession eingeführt. © ROY - AdobeStock.com 8

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