Wann sollte ich mich auf einen Ausbildungsplatz bewerben? Welche Berufe haben in Zukunft besonders gute Chancen? Wie lange dauert eine Ausbildung? Wie viel verdient man während der Ausbildung? Wie viele Stunden arbeitet man als Azubi pro Woche? Habe ich als Azubi auch Urlaub? Welche Fächer gibt es in der Berufsschule? Kann ich eine Ausbildung verkürzen? Ist während meiner Ausbildung ein Auslandsaufenthalt möglich? Was kann ich tun, wenn meine Ausbildungsvergütung nicht zum Leben ausreicht? Kann ich während der Ausbildung den Betrieb wechseln? Welche Möglichkeiten habe ich nach der Ausbildung? Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten für Azubis bei der Wohnungssuche? Große Unternehmen und Firmenketten suchen meist früher als kleine und mittlere Unternehmen. Die Bewerbungsfristen variieren daher. Grundsätzlich kannst du dich 6-10 Monate vor Ausbildungsbeginn auf die meisten freien Stellen bewerben. Welche Berufe in Ostholstein in Zukunft besonders gute Chancen haben, verraten wir dir auf den Seiten 12 und 13. Das hängt von deinem Ausbildungsberuf ab. In der Regel dauert sie zwischen 2 und 3,5 Jahren. Die Mindestvergütung im Jahr 2026 beträgt im 1. Ausbildungsjahr 724€, im 2. Ausbildungsjahr 854€ und im 3. Ausbildungsjahr 977€. Du arbeitest meist zwischen 35 und 40 Stunden pro Woche. Pausen und Berufsschulzeiten werden auf die Arbeitszeit angerechnet. Ja! Minderjährige Azubis haben mindestens 25 Tage Urlaub, volljährige mindestens 24 Tage. Du wirst in Fächern unterrichtet, die auf deinen Ausbildungsberuf zugeschnitten sind und auch in allgemeinbildenden Fächern wie Politik, Fremdsprachen oder Sozialkunde. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du deine Ausbildung um 6 bis 12 Monate verkürzen. Auszubildende können bis zu einem Viertel ihrer Ausbildungszeit im Ausland verbringen (§ 2 Abs. 3 BBiG), wenn die Lerninhalte dort der Ausbildungsordnung für den Beruf entsprechen. Reicht deine Ausbildungsvergütung nicht aus, gibt es verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. Du kannst z.B. Berufsausbildungsbeihilfe, Unterstützung aus dem Berufsausbildungsförderungsgesetz oder Wohngeld beantragen. Wenn deine Ausbildung nicht so verläuft, wie du es dir vorgestellt hast, suche am besten zuerst das Gespräch mit deinem Ausbilder. Oft lassen sich Probleme gemeinsam lösen, ohne dass ein Wechsel notwendig wird. Findet sich keine Lösung, kannst du während der Probezeit ohne Angabe von Gründen fristlos kündigen und deine Ausbildung woanders fortsetzen, solange du schon einen neuen Ausbildungsplatz gefunden hast. Nach der Probezeit kannst du nur fristlos kündigen, wenn du einen wichtigen Grund vorweisen kannst. Du kannst dich zum Fachwirt, Betriebswirt, Techniker oder Meister weiterbilden. Auch ein Studium ist mit abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung möglich. Geplant ist in Schleswig-Holstein die Gründung eines Azubiwerks. Es soll Beratungsangebote und Wohnraum für Azubis bereitstellen. Vorgesehen ist, dass das Azubiwerk sowohl durch Kooperationen mit anderen Akteuren für Wohnraum sorgt als auch selbst Wohnheime baut. Orientierung für den Start in die Ausbildung 9
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