Jubiläumsbroschüre 800 Jahre Stadt Parchim

RATHAUS PARCHIM Mitten im Herzen Parchims steht das Rathaus, ein gotischer Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert. Im Jahr 1808 mussten die baufälligen Ziergiebel der Nordseite entfernt werden. Zwischen 1817 und 1820 wurde das Gebäude unter Leitung des Ludwigsluster Hof- und Landbaumeisters Barca umfassend um- und ausgebaut. In dieser Zeit beherbergte es zeitweise das Oberappellationsgericht für Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz. Nach der Verlegung des Gerichts nach Rostock im Jahr 1840 kehrte das Rathaus zu seiner ursprünglichen Funktion als Verwaltungszentrum zurück – eine Rolle, die es bis heute erfüllt. Von 1993 bis 1997 wurde das historische Gebäude grundlegend saniert und präsentiert sich seither als architektonisches Schmuckstück der Parchimer Altstadt. LEBENDIG BIS HEUTE – DIE HISTORISCHEN FACHWERKHÄUSER Das Fachwerk prägt das Gesicht Parchims bis heute – mit einzigartigen Bauwerken wie dem Zinnhaus oder den historischen Giebelhäusern in der Lindenstraße. Diese Gebäude sind nicht nur architektonische Schmuckstücke, sondern auch lebendige Zeugnisse der Stadtgeschichte. EIN STADTBILD VOLLER GESCHICHTE Parchim zählt zu den wenigen Städten in Mecklenburg, deren mittelalterliche Stadtstruktur bis heute sehr gut erhalten ist. Die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, Wallanlagen und Resten der Stadtmauer steht als Flächendenkmal unter Schutz und macht einen Spaziergang durch die Straßen zu einer Reise in die Vergangenheit. BEKANNTE FACHWERKHÄUSER Zinnhaus | 1612 Erbaut 1612, ist es eines der kulturhistorisch bedeutendsten Bürgerhäuser der Stadt. Ursprünglich diente es als Zinngießerei und Haus des Stadtwachtmeisters. Mit seiner auffälligen Gestaltung prägt es bis heute das Bild der Langen Straße. Bürgerhaus Parchim | 1583 Ein eindrucksvolles Beispiel für die wirtschaftliche Blütezeit Parchims im 16. Jahrhundert. Es zeugt vom Einfluss mitteldeutscher Baukunst und vom Stolz seiner damaligen Eigentümer. Giebelhaus | 1604 Dieses Fachwerkhaus ist ein weiteres Schmuckstück der Altstadt. Besonders bemerkenswert sind die Inschriften im Fachwerk, die von der Selbstbewusstheit der Bürger jener Zeit erzählen. Moltke Gedächtnisstätte | 1790 Der spätere Generalfeldmarschall und Mitgestalter der Reichseinigung wurde in einem Fachwerkhaus in Parchim am 26. Oktober 1800 geboren. Damit ist das Gebäude nicht nur architektonisch, sondern auch historisch von großer Bedeutung. KIRCHE ST. GEORGEN Errichtet 1289 RATHAUS PARCHIM GIEBELHAUS in der Altstdt © Struck © Struck © Struck 31

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