Jubiläumsbroschüre 800 Jahre Stadt Parchim

ST.-GEORGEN-KIRCHE Die St. Georgenkirche wurde 1289 nach dem Brand der zuvor bestehenden spätromanischen Basilika neu errichtet. Der gotische Backsteinbau auf Feldsteinsockel wurde um 1307 eingeweiht und im 14. Jahrhundert um Chorumgang sowie nördliche und südliche Anbauten erweitert. Im Inneren erwarten Besucher bedeutende Kunstwerke: ein neugotischer Altaraufsatz von Gotthilf Ludwig Möckel, ein Altar und Holzskulpturen aus dem 15. Jahrhundert, die Renaissancekanzel von 1580 sowie das Ratsgestühl aus dem 17. Jahrhundert. Zwei historische Glocken – um 1400 und 1613 – sind bis heute erhalten. Der Aufklärungsphilosoph Johann Jakob Engel fand hier seine letzte Ruhestätte. Der 48 Meter hohe Turm kann bestiegen werden und bietet einen eindrucksvollen Ausblick. Historisches Parchim KULTURELLES UND GESCHICHTLICHES ERBE ST.-MARIEN-KIRCHE Die um 1270 errichtete St. Marien- kirche ist das älteste erhaltene Gebäude Parchims. Der 54 Meter hohe Turm wurde im 14. Jahrhundert vollendet, die Weihe erfolgte 1278. Der Backsteinbau zählt zu den bedeutendsten spätromanischen Kirchen Mecklenburgs und zeigt bereits frühgotische Elemente. Im Inneren beeindrucken die bronzene Tauffünte von 1365, der geschnitzte Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert, die Renaissancekanzel sowie die reich verzierte Orgelempore von 1601. Sehenswert sind zudem jüdische Grabsteine aus dem 13./14. Jahrhundert. 1908 erhielten die Chorwände eine Ausmalung durch den Parchimer Künstler W. Schomann. EINLADUNG ZUM ENTDECKEN Ob beim Bummel durch die Lange Straße, die Lindenstraße oder entlang der alten Wallanlagen – die Fachwerkhäuser erzählen Geschichten von Handel, Handwerk und städtischem Leben über Jahrhunderte hinweg. Sie sind nicht nur steinerne Zeugen der Vergangenheit, sondern auch lebendige Orte, die das Stadtbild prägen und Besucher wie Einheimische gleichermaßen faszinieren. Die Kirchen können in den SOMMER- MONATEN besichtigt werden. © Struck 30

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