Informationsbroschüre Gemeinde Wustermark

FRÜHE BESIEDLUNG UND MITTELALTER Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet bereits in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Zwischen Buchow-Karpzow, Hoppenrade, Wustermark und Priort lassen sich frühe Siedlungsspuren nachweisen. Der germanische Stamm der Semnonen lebte einst im Bereich des heutigen, inzwischen verlandeten Wublitzsees und entlang der Wublitzrinne. Zahlreiche Keramikfunde, Lagerplätze und Gräberfelder zeugen noch heute von dieser Epoche. Mit der Völkerwanderung verließen große Teile der germanischen Bevölkerung das Havelland. Im Zuge der mittelalterlichen Ostkolonisation siedelten sich flämische und deutsche Einwanderer an und gründeten die dörflichen Strukturen, die vielerorts bis heute das Ortsbild prägen. Wustermark wurde bereits im Jahr 1212 erstmals urkundlich erwähnt und ist damit der älteste belegte Ortsteil der Gemeinde. Über Jahrhunderte hinweg bestimmten märkische Adelsfamilien wie von Bredow, von Ribbeck und später von Monteton die Entwicklung der Region. Ihre Gutshöfe und landwirtschaftlichen Betriebe prägten Landschaft und Wirtschaftsstruktur nachhaltig. EISENBAHN UND MILITÄR – MOTOREN DER ENTWICKLUNG Einen besonderen Entwicklungsschub erlebte Elstal zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit dem Bau des Rangierbahnhofs Wustermark in den Jahren 1906 bis 1909 entstand einer der bedeutendsten Eisenbahnknotenpunkte im Deutschen Reich. Für die Bahnbeschäftigten wurde ab 1918 eine eigene Siedlung errichtet, die heute als denkmalgeschützte Eisenbahnersiedlung ein prägendes Zeugnis dieser Zeit darstellt. RÜCKBLICK Die Gemeinde Wustermark liegt im Osten des Havellandes und vereint seit der Gemeindegebietsreform im Jahr 2002 die Ortsteile Buchow-Karpzow, Elstal, Hoppenrade, Priort und Wustermark. Jeder dieser Orte blickt auf eine lange, eigenständige Geschichte zurück – geprägt von frühen Siedlern, märkischem Adel, Eisenbahn, Militär und modernem Strukturwandel. Rangierbahnhof Wustermark – eröffnet am 1. Mai 1909 als Verschiebebahnhof. © Joachim Stark, BLDAM 6

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