Informationsbroschüre Raschau-Markersbach

Chronik Markersbach CHRONIK MARKERSBACH Gründung, Glaube und die Rolle der Kirche Die Geschichte von Markersbach beginnt 1240 mit der Schenkung an das Kloster Grünhain durch Burggraf Meinherr II. Das benachbarte Mittweida (1286 erwähnt) blieb wegen seiner Erzvorkommen und Wasserkraft im Besitz der Grafschaft Hartenstein. Nach der Säkularisierung des Klosters wurde Markersbach protestantisch, während Mittweida katholisch blieb, was zu anhaltenden religiösen Spannungen führte. Die Markersbacher Kirche wurde 1250 als Wallfahrtskirche „Peter und Paul“ gegründet und ist eine der wenigen „Urpfarren“ des Erzgebirges, in die auch Mittweida eingepfarrt war. Nach einer Entweihung durch die Hussiten wurde sie um 1430 als „St. Barbara“ neu geweiht. Mit der Reformation ab 1535 förderte man die Bildung und stellte erste Lehrer ein. Wohlstand erlangte die Kirche durch die zahlreichen regionalen Hammerwerke sowie durch Mühlen, Land- und Forstwirtschaft. Auf dem Territorium existierten rund 43 Standorte für Altbergbau. Wirtschaftlicher Wandel und Infrastruktur Nach dem Niedergang der Hammerwerke im Dreißigjährigen Krieg entwickelte sich an deren Standorten eine Pappen- und Zellstoffindustrie, die die vorhandene Wasserkraft nutzte. Diese Betriebe fielen im 20. Jahrhundert fast vollständig der Weltwirtschaftskrise zum Opfer. Ausschnitt Schenkungsurkunde 1240 © Harald Wunderlich © Staatsarchiv Dresden 8

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