Informationsbroschüre Raschau-Markersbach

Die DDR-Zeit (1945–1990) Nach dem Kriegsende im Mai 1945 organisieren „Aktivisten der ersten Stunde“ die Lebensmittelversorgung. 1946 stimmen 88 % der Bürger für die Enteignung der Betriebe von Kriegsverbrechern. Infrastruktur- und Wohnungsbau › Wismut-Bergbau: Um den Zuzug von Kumpeln zu bewältigen, entsteht ab 1950 die „Siedlung des Friedens“ mit 79 Wohngebäuden, gefolgt von den „Investhäusern“ 1951. › Soziales & Freizeit: Es entstehen mehrere Kindergärten, die Rudolf-Harbig-Sportstätte (1958), das Freibad am Pöckelwald (1966) sowie das Kulturhaus „Glückauf“ (1963). › Modernisierung: Durch den Bau des Pumpspeicherwerkes erhält der Ort Anschluss an die heutige B 101. 1969–1971 entsteht das Rudolf-Harbig-Wohngebiet für 336 Familien inklusive einer modernen Oberschule (1973). 1979 erreicht Raschau mit 6.076 Einwohnern einen Höchststand. Im Sommer 1990 wird das 750-jährige Jubiläum gefeiert. Raschau um 1721 Entwicklung seit der Wende (ab 1990) Nach 1990 zeigt sich ein gespaltenes Bild. Einerseits investiert die Gemeinde erfolgreich in die Modernisierung von Straßen, Wohnraum, Rathaus, Schule und Freibad. Am 1. Januar 2008 schließen sich Raschau und Markersbach zusammen. Andererseits führt der wirtschaftliche Strukturwandel zu Rückschlägen: › Schließungen & Abrisse: Zahlreiche Fabriken wurden stillgelegt; die historische Korkfabrik wird 2009 abgerissen. Kultur- und Volkshaus stehen leer oder sind Ruinen. › Infrastrukturabbau: Die Mittelschule in der Siedlung sowie wichtige soziale Treffpunkte werden geschlossen. Bleibt die Hoffnung, dass die vereinigte Gemeinde RaschauMarkersbach eine gute Zukunft für alle Einwohner erleben möge. Autor: Siegfried Hübschmann (ausführliche Chronik einzusehen unter www.raschau-markersbach.de) Langenberg Fantasiezeichnung – Gemälde Joachim Bonitz 7 Chronik Raschau

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