© Armin Hoch © Armin Hoch 13 OT SCHWENDA Schwenda liegt am südlichen Fuße des Großen Auerbergs (580 m) und zählt 474 Einwohner. Erstmals 532 als „Wenda unterm Berg im Harzgau“ erwähnt, leitet sich der Name vom Roden und Abholzen („schwenden“) ab. Die Barockkirche St. Cyriacus und Nicolai (1736–1738) gilt als eine der schönsten der Region. Sie ist bekannt für Darstellungen der Jahres- und Monatszeichen. 1999 wurden Kuppel und Wetterfahne neu vergoldet und die Kirche umfassend saniert. Schwenda war traditionell Bauern- und Bergarbeiterdorf; bis Mitte des 19. Jh. waren die Bauern leibeigen. Landwirtschaft prägte den Ort bis in die 1990er Jahre, heute ist die Agrargenossenschaft Schwenda größter Arbeitgeber. Als Urlaubsort mit ursprünglicher Natur, guter Luft und Wanderwegen bietet Schwenda Erholungssuchenden Gästezimmer, Ferienwohnungen und eine Gaststätte. Im Ort gibt es außerdem Handwerksbetriebe, eine Landfleischerei, Friseur, Blumengeschäft, Modeatelier, Fuhrunternehmen und seit 2009 einen großen Kinderspielplatz. www.gemeinde-suedharz.de/ ortschaften/schwenda OT STADT STOLBERG (HARZ) Stolberg (Harz) ist eine historische Europastadt und ThomasMüntzer-Stadt im Nordwesten der Gemeinde Südharz. Das Fachwerkstädtchen, auch „Perle des Südharzes“ genannt, zählt 974 Einwohner und ist seit Jahren anerkannter Luftkurort. Der Ort entstand um Bergbauzentren, die bereits 794 nachweisbar waren. Die Stolberger Burg wurde im 10. Jh. gegründet, die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1157. Das Stadtrecht erhielt Stolberg vor 1300, der Bergbau prägte Wohlstand und Entwicklung. Heute ist Tourismus die wichtigste Einnahmequelle. Stolberg erhielt 1993 den Titel „Historische Europastadt“ und Auszeichnungen für familienfreundliche Ferienangebote und internationale Partnerschaften. Das Stadtbild ist geprägt von Fachwerkhäusern, verwinkelten Gassen und Sehenswürdigkeiten wie Rathaus ohne Innentreppen, Heimatmuseum mit Münzwerkstatt, Museum Altes Bürgerhaus, Stadtkirche St. Martini, Rittertor, Saigerturm und Wohnhäusern aus dem 17./18. Jh. Historisch bedeutend ist Thomas Müntzer, geboren 1489, und Martin Luther, der 1525 in St. Martini predigte. Für Besucher gibt es Hotels, Pensionen, Restaurants, Cafés und das Freizeit- und Gesundheitsbad „Thyragrotte“. Eine besondere Attraktion ist das 38 m hohe Josephskreuz auf dem Großen Auerberg, das größte eiserne Doppelkreuz der Welt. www.gemeinde-suedharz.de/ ortschaften/stolberg-harz OT UFTRUNGEN Uftrungen liegt am Rande des Südharzes inmitten des Thyratales. Im Ort wohnen derzeit 881 Bürger. Erstmals wurde Uftrungen 890 als Ort genannt. Der Ortsname setzt sich wie folgt zusammen: UF – Oben; TR – Thyra (Fluss); UNGEN – Ort – UFTRUNGEN, der oben an der Thyra gelegene Ort. 1275 nannte sich der Ort „Ufthirungen“, 1303 „Uftherungen“, 1348 „Uftyrungen“. Die Landwirtschaft sowie kleine und mittelständische Firmen prägen wesentlich die Wirtschaftsstruktur. In den letzten Jahren veränderte sich das Ortsbild durch die Maßnahmen des Dorferneuerungsprogrammes positiv. Zahlreiche Straßen, Wege und Plätze sowie das Ufermauerwerk der Hasel wurden saniert. Neue Dächer und Fassaden der Privathäuser fallen dem Besucher auf. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortes erhielt ein neues Gerätehaus. Ein bekanntes Ausflugsziel ist die Höhle Heimkehle in Uftrungen, welche bereits 1357 urkundlich erwähnt wurde. 1920 konnten die ersten Besucher die erschlossene, beleuchtete Höhle besuchen. Höhepunkt jeder Führung ist die Lichtshow im „Großen Dom“ der Höhle, die Erwachsene und Kinder gleichermaßen begeistert. Die Karsthöhle ist ein bedeutsames Winterquartier für viele Fledermausarten. www.gemeinde-suedharz.de/ ortschaften/uftrungen OT WICKERODE Wickerode liegt im Schnittpunkt von Nasse- und Leinetal zwischen Goldener Aue und südlichem Harzvorland und zählt 227 Einwohner. Erstmals 1111 als „Wigharderode“ erwähnt, entstand das Dorf auf einer Waldrodung durch einen Mann namens Wighard; die heutige Schreibweise ist seit 1525 belegt. Landwirtschaft und Obstbau prägen die Umgebung. Im Rahmen der Dorferneuerung ab 1992 wurden viele Häuser saniert, und 1999 erhielt die Freiwillige Feuerwehr ein neues Gerätehaus. Gewerbebetriebe und das Landhotel machen Wickerode überregional bekannt. Der Ort eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen im Biosphärenreservat „Südharzer Karstlandschaft“ mit gut ausgeschildertem Wegenetz. Das Freizeitzentrum im Nassetal bietet Sport, Spiel, Rastplätze, Riesengrill und Köhlerhütte. Die Kirche von 1745 wurde 1992–1994 restauriert, der neu gestaltete Kirchgarten lädt zu Ruhe und Entspannung ein. www.gemeinde-suedharz.de/ ortschaften/wickerode Wickerode Stolberg (Harz) Schwenda © Armin Hoch © Armin Hoch
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