12 OT QUESTENBERG UND AGNESDORF Karstlandschaft, eine Rolandsfigur und eine alte Tradition Questenberg Der kleine Ort Questenberg mit ca. 119 Einwohnern, gelegen im Karst mit all seinen typischen Erscheinungsformen, bietet Wanderern und Naturfreunden viel Schönes und Interessantes. Da gibt es steil aufragende zerklüftete Gipshänge, „Gletschertöpfe”, aktive Bachschwinden und Erdfälle zu sehen. Das Gebiet um Questenberg wurde bereits 1927 zum Naturschutzgebiet erklärt und ist heute Teil des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz. Das urkundlich 1349 erstmals erwähnte Dorf bietet aber noch mehr, zum Beispiel die Rolandsfigur (einen der 3 Holzrolande Deutschlands), schmucke Fachwerkhäuser, eine sehenswerte Burgruine, alte Wallanlagen und natürlich die Queste. Die Queste ist das Symbol eines vermutlich jahrtausendealten, germanischen Sonnenwendkultes, der in dem Questenfest, das jedes Jahr zu Pfingsten nach alter Tradition gefeiert wird, weiterlebt. Wer die Begrüßung der Sonne am Pfingstmontag auf dem Questenberg miterlebt, kann sich dem Zauber von Tradition und Landschaft nicht mehr entziehen. Agnesdorf Am Rand des Südharzes in der schönen Karstlandschaft liegt Agnesdorf. Agnesdorf hat ca. 96 Einwohner und ist seit 1930 ein Ortsteil von Questenberg. Der Ort ging aus einem im Mittelalter von der Familie von Knauth erbauten Ritterhof hervor. Das einstige Herrenhaus ist in Privatbesitz und steht unter Denkmalschutz. In dem kleinen Dorf gibt es schmucke Häuser zu sehen und einen sehr aktiven Heimatverein. Mehrere Feste im Jahr bereichern das Dorfleben. www.gemeinde-suedharz.de/ ortschaften/questenberg-agnesdorf OT ROSSLA UND DITTICHENRODE Roßla Roßla liegt im westlichen Landkreis Mansfeld-Südharz und wurde 996 erstmals urkundlich erwähnt. Die Gemeinde befindet sich in der fruchtbaren „Goldenen Aue“ zwischen Harz und Kyffhäuser. Die B80 führt durch den Ort, die A38 sorgt für direkte Anbindung und gute Infrastruktur. Roßla weist kleinstädtische Züge auf: An der Hauptstraße stehen spätklassizistische Wohnhäuser, das Eingangstor der früheren Zuckerfabrik und die restaurierte „Rosspassage“ mit Einkaufsmärkten, Praxen, Geschäften und Büroräumen. Die St.-Trinitatis-Kirche entstand 1868–1873 im neugotischen Stil. Schloss Roßla (1827–1831) wird für Feiern und Veranstaltungen genutzt; im Erdgeschoss befindet sich eine Kindertagesstätte, in der ersten Etage das Standesamt. Östlich liegt das Palais mit einer weiteren Kindertagesstätte, südlich der Riethgarten mit seltenen Gewächsen, und das Marienstift wurde 1985 in ein Alters- und Pflegeheim umgewandelt. Roßla hat 1.887 Einwohner, kleinere Handwerksbetriebe sowie größere Unternehmen und eine umfassende gesundheitliche Versorgung (10 Allgemein-, Zahn- und Tierärzte, therapeutische Praxen, Rettungswache, Apotheke, Physiotherapie, Psychotherapie, Polizeistation). Bildung bieten Grund- und Sekundarschule für 305 Schüler. Freizeitmöglichkeiten umfassen das Freibad Kiesgrube mit Volleyball- und Tischtennisbereichen, Imbiss, Pensionen und Privatzimmer. Die Lage erlaubt zudem schnelle Ausflüge zu regionalen Sehenswürdigkeiten. Das Dorfleben wird durch Vereine und Veranstaltungen aktiv gestaltet, wodurch Roßla wirtschaftlich und kulturell ein lebendiger Ort bleibt. Dittichenrode Der Ortsteil Dittichenrode wurde 1251 erstmals erwähnt, war ursprünglich ein freiherrliches Gerichtsdorf und gehört seit 1973 zu Roßla. 2010 schloss sich Roßla mit Dittichenrode der Einheitsgemeinde Südharz an. www.gemeinde-suedharz.de/ ortschaften/rossla OT ROTTLEBERODE Rottleberode entstand zwischen 850 und 968 als fränkischer Reichshof an einer Heerstraße. Erster bekannter Name „Rodulferodth“ stammt von der Durchreise und dem Tod des Erzbischofs Wilhelm 968. Später gehörte der Ort den Grafen zu Stolberg und war Teil der Grafschaft Stolberg-Stolberg. Bis 1815 unterstand Rottleberode Sachsen, danach der preußischen Provinz Sachsen, ab 1952 dem DDR-Bezirk Halle. Das Thyratal-Dorf liegt zwischen Harzausläufern, Goldener Aue, Kyffhäuser und dem Vorgebirge „Alter Stolberg“ und hat ca. 1.472 Einwohner. Rottleberode ist ein lebendiger Ort mit Wohnsiedlungen, mittelständischen Betrieben und überregional bekannten Firmen. Es gibt Einkaufsmöglichkeiten, Arzt- und Zahnarztpraxen, eine Apotheke, Grundschule (2010/2011 modernisiert) und integrative Kindertagesstätte. Vereine prägen das Kulturleben, das moderne Sportzentrum bietet vielfältige Sportmöglichkeiten. Verkehrlich ist Rottleberode über die Landesstraße gut erschlossen, die Autobahn A38 Richtung Halle und Göttingen erreichbar, und auch die thüringische Stadt Nordhausen liegt in der Nähe. www.gemeinde-suedharz.de/ ortschaften/rottleberode Roßla Rottleberode Uftrungen © Armin Hoch © Armin Hoch © Armin Hoch
RkJQdWJsaXNoZXIy MTcxNzc3MQ==