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Gemeinde Klietz

Gemeinde Klietz
mit den Ortsteilen Scharlibbe und Neuermark-Lübars

Der Ortsname Klietz hat seine Wurzeln im slawischen Ursprung. Ein historisches Zeugnis dieser Zeit ist der Klietzer Burgwall, der sich am Ostufer des idyllischen kleinen Klietzer Sees befindet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1144.

Der Ort besteht aus dem Dorfkern und zwei Siedlungen. Die See- und die Friedenssiedlung entstanden Ende der 30er und Anfang der 40er Jahre mit der Entstehung des damaligen Sprengstoffwerkes. Heute präsentiert sich Klietz als lebendige Gemeinde, in der sich zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt haben. Die Bundeswehr ist der größte Arbeitgeber in der Region. Der Truppenübungsplatz mit einer Fläche von ca. 10.000 ha wird unter anderem von NATO-Truppen zu Übungszwecken genutzt.

Die landschaftlich reizvolle Lage in unmittelbarer Nähe zum großen und kleinen Klietzer See verleiht dem Ort seinen charakteristischen Charme und lädt zum Baden und Angeln ein. Darüber hinaus tragen das Schullandheim, das Hofmuseum Läufer, gepflegte Gedenkstätten sowie die vollständig restaurierte Bockwindmühle zu einer hohen Lebensqualität in der Gemeinde bei. Ein 7,5 km langer Naturlehrpfad um den großen Klietzer See und ein 1,7 km langer Fledermauspfad bieten zudem attraktive Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Scharlibbe ist ein Ort mit einer langen und bewegten Geschichte. Er wurde im Jahr 1097 erstmals unter dem Namen SCORLUP registriert, was von dem Wort "skorlupa" abgeleitet ist und "Rinde" oder "abgeschälte Rinde" bedeutet. Im Jahr 1426 wurde das Dorf vom Adligen Gans von Putlitz überfallen und ausgeplündert. Nur wenige Jahre später griffen auch die von Quitzows den Ort an. Im Jahr 1782 gelangte das Dorf dann in die Hände derer von Katte. Heute ist Scharlibbe ein Ortsteil der Gemeinde Klietz und ist durch ein ausgesprochen ländliches Bild geprägt. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Flugplatz Klietz-Scharlibbe "Mobil-Air-Charter", wo Besucher Rundflüge über den Elb-Havel-Winkel buchen können.

Lübars ist ein Pfarrdorf, das um 1842 entstand. Das Patronat und die Gerichtsbarkeit gehörten zum Rittergut von Jagow auf Rühstedt. Aus dieser Zeit stammt auch ein überliefertes Verhandlungsprotokoll vom 28. Oktober 1852, worin die Grenzen am Klietzer See zwischen der Gemeinde Klietz und den Bauern von Lübars festgelegt wurden.

Neuermark ist ein durch flämische Siedler gegründetes Gutsdorf. Die erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1130 zurück. Seit Ende des 15. Jahrhunderts war der Ort mehr als 100 Jahre im Besitz der Familie von Randow (Randau). Der Besitz schloss das Jagdrecht, das Fischereirecht auf der Elbe, die Gerichtsbarkeit sowie ein Drittel des Kirchlehns zu Neuermark, Lübars und Klietz ein. Seit Ende des 16. Jahrhunderts unterlag der Ort mehrfachem Wechsel des adligen Lehnbesitzes.

Um 1849, so heißt es, war Neuermark ein Kirchdorf mit Rittergut, welches dem Kaufmann Ferdinand Maquet in Magdeburg gehörte. Zum Rittergut gehörten das Vorwerk Bürs und eine 1928 angelegte Ziegelei. Bauwerke aus Steinen mit der Inschrift "Ziegelei Neuermark" belegen diese Tatsache heute noch. Das Gut wechselte dann scheinbar infolge wirtschaftlicher Probleme den Besitzer. Bis 1945 wurde das Gut durch die Familie Rath bewirtschaftet und danach durch die Bodenreform versiedelt.

Im Jahr 1954 wurden die selbstständigen Gemeinden Neuermark und Lübars zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Durch einen Gebietsänderungsvertrag im Jahr 2010 wurde beschlossen, dass Neuermark-Lübars in die Gemeinde Klietz eingemeindet wird. Bis zum heutigen Tag ist der Ort durch Landwirtschaft und kleine Handwerksbetriebe gekennzeichnet.

Einwohner
(Stand 15.11.2023)
1.470

Fläche
66,45 km²

Bürgermeister
Jens Meiering

Öffnungszeiten Gemeindebüro Klietz
Di. 08.00 -12.00 Uhr, 15.00 -18.00 Uhr
Do. und Fr. 08.00 -12.00 Uhr

Telefon: 039327 238
Fax: 03932 270
E-Mail: gemeinde@klietz.com
Internet: www.klietz.com

Sehenswertes

Klietz
  • Bockwindmühle
  • Hofmuseum Läufer
  • Naturlehrpfad um den großen Klietzer See
  • Fledermauspfad
  • Naturbelassene Badestelle
Neuermark-Lübars
  • Arneburger Gierseilfähre