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Gemeinde Finne

Zur Gemeinde Finne gehören die Orte Billroda, Lossa und Tauhardt. Die Orte liegen landschaftlich sehr reizvoll am Rande weitläufiger Waldgebiete der Finne, Schmücke und Hohen Schrecke.

Die erste Erwähnung von Billroda als "Bilrieht" fällt in das Jahr 1148. Obwohl viel Wald in der Umgebung vorhanden ist, entstand Billroda nicht als Rodungsdorf. Die Endung "-rieht" deutet auf Rohr, Röhricht, schilfige, nasse Gegend, die auch heute noch anzutreffen ist. In Billroda ist eine Regelmäßigkeit der Anlage der Häuser schwer zu erkennen. In der Zeit von 1911 bis 1913 baute man die Schächte "Burggraf" und "Bernsdorf", in denen Kali abgebaut wurde. Im April 1924 stellte der Schacht die Arbeit ein. Von hier aus kann man auch zu Wanderungen in den "Rastenberger Forst" aufbrechen.

1980 startete im benachbarten Tauhardt der erste Finnelauf, der seitdem jährlich im Frühjahr stattfindet. Der Finnelauf ist heute das größte Sportereignis in der Verbandsgemeinde An der Finne. Mehrere hundert Läufer nutzen ihn zur Vorbereitung auf den Rennsteiglauf.

Seit einigen Jahren findet hierbei auch ein Schulpokallauf von Grundschulen aus Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Die Schirmherrschaft über diesen Wettkampf hält die Verbandsgemeindebürgermeisterin.

Lossa führt den Namen des unmittelbar oberhalb des Dorfes entspringenden Baches, dessen Bezeichnung (1140: rivulus Laz, 1154: Lax) vom niederdeutschen Wort las = Lachs stammt und Lachsbach bedeutet. Das erstmals 1255 Lazs genannte Dorf tritt im Sühnevertrag 1346 als Ort zcu der Laz auf. Lossa besteht aus zwei parallelen Straßendörfern und ist nach dem Leitersystem aus zwei parallelen Hauptstraßen beiderseits des Baches mit fünf Querverbindungen aufgebaut. Im Jahre 1519 war die Gemeinde in der Lage, sich eine neue Kirche zu errichten. Das jetzige Bauwerk stammt aus dem 19. Jhd. Am Anfang des 19. Jhd. gehörte Lossa zu den bevölkerungsreichsten Dörfern auf der Finne.

Einwohner: 1.243
Fläche: 25 km²
Orte: Billroda, Lossa, Tauhardt