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Gemeinde An der Poststraße

Zur Gemeinde An der Poststraße gehören die Orte Braunsroda, Burgheßler, Frankroda, Gößnitz, Herrengosserstedt, Klosterhäseler, Pleismar, Schimmel und Wischroda.

Eingebettet zwischen Gutschgrund-, Pleise- und Hasselbachtal liegen die Orte an den Ausläufern des Höhenzuges "Finne". Land- und Forstwirtschaft prägen die malerische Hügellandschaft. Viele Wander- und Radwanderwege laden zur Erholung ein. Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist die Hans Henglein & Sohn GmbH. Mittlerweile produzieren über 250 Mitarbeiter die verschiedenen Produkte mit Produktionsschwerpunkt in frischen, gekühlten Hefeklößen und Teigen.

Klosterhäseler wurde erstmals 770/775 als Hasalaha, dann im Oktober 786 als Heselere in Hersfelder Urkunden erwähnt. Das für den Ort namensgebende Kloster, ein Zisterzienserinnen-Nonnenkloster, wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von der Familie von Heßler gestiftet. Im Zuge der Reformation wurde dieses aufgelöst und 1543 von der Familie von Heßler erworben und mit dem Rittergut vereinigt. Die Familie verließ 1731 endgültig ihr Stammgut.

Burgheßler erhielt seinen Namen durch die Burg, welche auf dem Hausberg gestanden hat, wahrscheinlich zur Zeit des Sachsenkönigs Heinrich I., Anfang 900 errichtet und im Grafenkrieg 1345 zerstört. In Burgheßler gibt es heute noch das "Gotische Haus", vermutlich wurde es 1494/95 erbaut. Noch heute wird dieses Gebäude für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Gößnitz wird 1183 und Pleismar 1291 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Gößnitz kommt von dem wendischen Worte "gosse nitca", das heißt "Lager im Walde", weil der Ort mitten im Wald angelegt wurde. Die Gründung des Ortes Frankroda wird nicht mit den Franken in Verbindung gebracht, sondern mit den Flamen. Frankroda entstand im Ergebnis umfassender Rodungsarbeiten, die in der Kulturlandschaft der Finne unverwechselbare Spuren hinterlassen haben.

Schimmel ist einer der ältesten Orte der Finne. Die Gründung fällt in die Zeit 531 bis etwa 800. Für die Geschichte des Ortes war seine Lage am alten Heerweg von Bedeutung, die Bibra mit Eckartsberga verband.

Die erste urkundliche Erwähnung von Herrengosserstedt war im Jahr 874. Die Ansiedlung dürfte jedoch noch vor dem Jahre 300 n. Chr. an seiner jetzigen Stelle entstanden sein. Bereits im 10. Jahrhundert wurde das damalige Dorf zweigeteilt. Dies ist vermutlich auf eine Erbteilung unter den damaligen Ortsherren zurückzuführen. Das Unterdorf bis zur Bachgasse war zu drei Seiten von Wasser umgeben und auf der Nordseite durch einen hohen Erdwall geschützt, der erst im 19. Jahrhundert abgetragen wurde. Das Unterdorf unterstand dem Kloster Oldisleben.

Das Oberdorf mit Wasserburg, dem ehemaligen Schloss und späterem Rittergut befand sich im Besitz des Ministerialgeschlechtes von Gosserstedt. Reste der Wälle und Gräben sind heute noch erkennbar. Braunsroda ist wahrscheinlich in der Zeit der sächsischen Könige gegründet worden. Der Ort stand vor der Errichtung einer eigenen Pfarrei mit Gosserstedt in Verbindung und wurde von dort aus pastorisiert.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Wischroda war 1004. Wischroda ist ein Gassendorf. Sehenswert ist die Kirche "St. Jakobus" mit einem romanischen Türbogenfeld und dem Relief eines gleicharmigen Kreuzes. Dieses Kreuz findet man im Wappen der Gemeinde wieder, allerdings mit der Zugabe von den vier typischen Wahrzeichen der Ortsteile.

Einwohner: 1.773
Fläche: 44,4 km²
Orte: Braunsroda, Burgheßler, Frankroda, Gößnitz, Herrengosserstedt, Klosterhäseler, Pleismar, Schimmel, Wischroda