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Infektionsschutz & umweltbezogener Gesundheitsschutz

Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz

In der "Abteilung Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz" sind die Überwachung meldepflichtiger Erkrankungen, die Beratung für sexuelle Gesundheit, die Humanitäre Sprechstunde, die Aufgaben der Infektionshygiene und des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes, des medizinischen Katastrophenschutzes, die Tuberkulose-Beratungsstelle und die Beratung nach Prostituiertenschutzgesetz angesiedelt.

Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit
Prävention von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen ist eine wichtige Aufgabe des Gesundheitsamtes. HIV ist bis heute unheilbar, sodass Vorbeugung die einzige Möglichkeit ist, Ansteckung und Weiterverbreitung zu verhindern. Andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis oder Gonorrhöe (Tripper) erhöhen das Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Deshalb sind auch diesbezüglich Kenntnisse, Vorbeugung und ggf. Untersuchung und Behandlung so wichtig.

Das Angebot der Beratungsstelle richtet sich an alle Bremerhavener Bürger:innen. Sie erhalten Information und Beratung zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen sowie über mögliche Schutzmaßnahmen wie Kondome oder Impfungen. Nach einem Gespräch mit einer individuellen Risikoabschätzung kann ein HIV-Test (sogenannter AIDS-Test) anonym und kostenlos durchgeführt werden.

Von HIV-betroffene Personen und deren Angehörige können auf Wunsch beraten und begleitet werden.

Menschen, deren Lebensumstände eine erhöhte Ansteckungsgefahr für sich und andere mit sich bringen, können sich darüber hinaus auf weitere sexuell übertragbare Erkrankungen (Syphilis, Hepatitis B und C, Chlamydien, Gonorrhöe) testen lassen. Pflichtuntersuchungen gibt es nicht. Im Einzelfall kann die Behandlung durch eine:n Ärzt:in des Gesundheitsamtes erfolgen.

Humanitäre Sprechstunde
Seit 2010 gibt es das Angebot der Humanitären Sprechstunde für Menschen ohne Zugang zum regulären medizinischen Versorgungssystem. In der Sprechstunde bieten die Mitarbeiter:innen eine medizinische Basisversorgung an. Vorab wird im Rahmen eines Aufnahmegespräches im Gesundheitsamt, dem sogenannten Clearingverfahren, abgeklärt, inwieweit für die Betroffenen ein Zugang in das reguläre medizinische Versorgungssystem möglich ist.

Das Angebot richtet sich an sogenannte "papierlose" Menschen, die keinen Aufenthaltsstatus besitzen und dadurch kaum Möglichkeiten haben, sich im Krankheitsfall behandeln zu lassen.

Gesundheitliche Beratung für in der Prostitution tätige Menschen
Nach dem Prostituiertenschutzgesetz sind Sexarbeiter:innen in Deutschland dazu verpflichtet, ihre Tätigkeit anzumelden. Für die behördliche Anmeldung ist die Teilnahme an einer gesundheitlichen Beratung erforderlich. Die gesundheitliche Beratung ist ein vertrauliches Gespräch zu den Themen Krankheitsverhütung, Intimhygiene, Schwangerschaftsverhütung, -beratung und -vorsorge, sowie zu Risiken von Drogen- und Alkoholkonsum. Während der Beratung werden Sie über Unterstützungsangebote informiert, außerdem besteht die Möglichkeit, Notlagen und Probleme anzusprechen.

Infektionsschutz und Hygiene
Im Infektionsschutz steht der Schutz der Bevölkerung vor übertragbaren Infektionserkrankungen mit Hilfe von vorbeugenden und zielgerichteten Maßnahmen (Infektionshygiene) im Fokus.

Eine wichtige Aufgabe der Infektionshygiene ist die Sicherstellung hygienischer Verhältnisse in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern, ambulanten Operationszentren und Arztpraxen sowie in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Alten und Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten durch anlassbezogene und routinemäßige Begehungen. Zusätzlich findet in diesem Bereich auch die hygienische Überwachung weiterer gesundheitlich relevanter Betriebe, wie z. B. von Tattoo-Studios, Nagel- und Kosmetikstudios statt.

In allen Fällen steht das Gesundheitsamt bei Fragen beratend zur Seite.

Auch die Überwachung meldepflichtiger Erkrankungen im Stadtgebiet Bremerhaven wird durch die Abteilung sichergestellt. Durch die Aufdeckung und Unterbrechung von Infektionsketten sowie durch Aufklärungs und Beratungsangebote für Bürger:innen soll verhindert werden, dass übertragbare Krankheiten bestmöglich erst gar nicht entstehen bzw. nicht weiterverbreitet werden. In diesem Rahmen ist auch Vorsorge für den Fall gesundheitlich bedenklicher, bedrohlicher oder gefährlicher Ereignisse zu treffen. Aus der Vergangenheit sind in diesem Zusammenhang Begriffe wie Schweinegrippe, EHEC, Ebola und, zuletzt, die COVID-19-Pandemie, bekannt. Um auf künftige Krisenlagen vorbereitet zu sein, ist der Bereich "Katastrophenschutz" Bestandteil der Abteilung. Dieser befasst sich unter anderem mit der Vorbereitung auf künftige pandemische Lagen sowie mit der Erstellung von Notfallkonzepten beispielsweise zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitsamtes im Falle von Krisenlagen wie z. B. Überflutungen oder Stromausfällen.

Tuberkulose-Beratung
In der Tuberkulose-Beratungsstelle nimmt das Gesundheitsamt die Meldungen der Krankenhäuser, Labore und Arztpraxen von an Tuberkulose erkrankten Personen entgegen und stellt die stationäre und ambulante medizinische Versorgung für die Dauer der medikamentösen Therapie einschließlich der Diagnostik und Kontrolluntersuchungen sicher.

Auch die Ermittlung, medizinische Untersuchung und Behandlung von Kontaktpersonen gehört zu den Aufgaben der Tuberkuloseüberwachung.

Umweltbezogener Gesundheitsschutz
Eine Aufgabe des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes ist die hygienische Überwachung der Trinkwasserversorgung in Bremerhaven. Hierzu zählen neben der Trinkwasserqualität, die der Wasserversorger an die Verbraucher abgibt, auch die Qualität des Trinkwassers in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Altenheimen, Kindertagesstätten, Schulen und Sporthallen. Daneben wird auch die Trinkwasserqualität bei Volksfesten, Jahrmärkten und sonstigen Veranstaltungen unter freiem Himmel überprüft. Bei Beanstandungen erfolgen ausführliche Ermittlungen und Beratungen mit dem Ziel, Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden und gesundheitlich einwandfreies Trinkwasser sicherzustellen. Ebenfalls werden die Bremerhavener Bäder überwacht.

Der umweltbezogene Gesundheitsschutz wird auch zum Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen bei öffentlichen und privaten Planungen mit eingebunden, um gesundheitliche Auswirkungen zu bewerten und ggf. zu vermeiden. Zusätzlich wird ein umweltmedizinisches Basisangebot vorgehalten, um Bürger:innen z. B. zu Schimmel in Wohngebäuden, Luftschadstoffen, Lärm oder allgemeinen Bedenken zur Umwelt zu beraten und auf eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Umwelt- und Lebensbedingungen hinzuwirken.

Belehrungen nach § 43 Infektionsschutzgesetz
Für Beschäftigte im Lebensmittelbereich schreibt das Infektionsschutzgesetz eine Belehrung vor, die über den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln informiert (ehemals Gesundheitszeugnis). Die Belehrungen nach § 43 Infektionsschutzgesetz erfolgen hauptsächlich digital. Ergänzend bieten die Beschäftigten der Abteilung "Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz" zweimal pro Monat sowie nach Absprache Vor-Ort-Belehrungen im Gesundheitsamt an.

Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit

Gesundheitsamt Bremerhaven
Wurster Straße 49, 27580 Bremerhaven
Telefon: 0471 590-2855
E-Mail: sexuelle.gesundheit@magistrat.bremerhaven.de

Öffnungszeiten
Mo+Do 9.00 -12.00 Uhr

Humanitäre Sprechstunde

Gesundheitsamt Bremerhaven
Wurster Straße 49, 27580 Bremerhaven
Telefon: 0471 590-2855
E-Mail: humanitaere.sprechstunde@magistrat.bremerhaven.de

Öffnungszeiten
Mo 9.00 -10.00 Uhr

Beratungsstelle nach ProstSchG

Stadthaus 5, 1. Obergeschoss
Hinrich-Schmalfeldt-Straße 30, 27576 Bremerhaven
Telefon: 0471 590-2510
E-Mail: prostituiertenschutz.gesundheitsamt@magistrat.bremerhaven.de

Öffnungszeiten
Mo-Do 9.00 -16.00 Uhr
Fr 9.00-12.00 Uhr

Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz

Gesundheitsamt Bremerhaven
Wurster Straße 49, 27580 Bremerhaven
Telefon: 0471 590-2382
E-Mail: infektion.gesundheitsamt@magistrat.bremerhaven.de

Öffnungszeiten
Mo-Do 9.00 -15.00 Uhr
Fr 9.00-12.00 Uhr

Belehrungen nach §43 Infektionsschutzgesetz

Gesundheitsamt Bremerhaven
Wurster Straße 49, 27580 Bremerhaven
Telefon: 0471 590-2280

Öffnungszeiten
Mo-Do 8.00 -15.00 Uhr
Fr 8.00-12.00 Uhr