Gesundheitsjournal Bremerhaven

GESUNDHEITSJOURNAL AUSGABE 2026/2027 CHANCENGLEICHHEIT – TEILHABE

Fit in jedem Alter 'ĞƐƵŶĚ͕ ĂŐŝů͕ Įƚ ƵŶĚ ůĞŝƐƚƵŶŐƐĨćŚŝŐ ŵƂĐŚƚĞ ũĞĚĞƌ ďŝƐ ŝŶƐ ŚŽŚĞ ůƚĞƌ ƐĞŝŶ͕ ĚĞŶŶ ŬƂƌƉĞƌůŝĐŚĞ 'ĞƐƵŶĚŚĞŝƚ ƚƌćŐƚ Ĩƺƌ ǀŝĞůĞ DĞŶƐĐŚĞŶ ƐĞŚƌ ǀŝĞů njƵƌ >ĞďĞŶƐƋƵĂůŝƚćƚ ďĞŝ͘ ŝĞ &ĂŬƚŽƌĞŶ Ĩƺƌ ĞŝŶ ůĂŶŐĞƐ ƵŶĚ ŐĞƐƵŶĚĞƐ >ĞďĞŶ ƐŝŶĚ ŚĞƵƚnjƵƚĂŐĞ ŐƵƚ ĞƌĨŽƌƐĐŚƚ͘ EĞďĞŶ ĞŝŶĞƌ ŐĞƐƵŶĚĞŶ ƌŶćŚƌƵŶŐ ƐƉŝĞůƚ ĞǁĞŐƵŶŐ Ĩƺƌ ĚĞŶ ƌŚĂůƚ ĚĞƌ ŬƂƌƉĞƌůŝĐŚĞŶ ƵŶĚ ŐĞŝƐƟŐĞŶ &ŝƚŶĞƐƐ ĞŝŶĞ ĞŶƚƐĐŚĞŝĚĞŶĚĞ ZŽůůĞ͘ ZĞŐĞůŵćƘŝŐ ĚƵƌĐŚŐĞĨƺŚƌƚ ŚĂƚ ĞǁĞŐƵŶŐ ƐƚĂƌŬ ƉŽƐŝƟǀĞ ŝŶŇƺƐƐĞ ĂƵĨ ĚĂƐ DƵƐŬĞůͲ^ŬĞůĞƩͲ^LJƐƚĞŵ͕ ĚĂƐ ,ĞƌnjͲ<ƌĞŝƐůĂƵĨƐLJƐƚĞŵ͕ ĂƵĨ ĚĂƐ /ŵŵƵŶƐLJƐƚĞŵ͕ ĚĞŶ ^ƚŽīǁĞĐŚƐĞů ƵŶĚ ĚĂƐ 'ĞŚŝƌŶ͘ /ŵ ZĂŚŵĞŶ ĚĞƌ ƌƚŚƌŽƐĞƉƌćǀĞŶƟŽŶ ŝƐƚ ŐĞnjŝĞůƚĞ ĞǁĞŐƵŶŐ ĞŝŶĞ ĚĞƌ ,ĂƵƉƚƐćƵůĞŶ͕ ĞŝŶĞŵ ŚŽŚĞŶ >ĞŝĚĞŶƐĚƌƵĐŬ ĞŶƚŐĞŐĞŶnjƵǁŝƌŬĞŶ͘ ƵĐŚ ŬĂŶŶ ĚĞƌ ůƵƚĚƌƵĐŬ ƌĞŐƵůŝĞƌƚ͕ ƵĐŬĞƌǁĞƌƚĞ ŶŽƌŵĂůŝƐŝĞƌƚ ƵŶĚ ĂƵĐŚ ĞŵĞŶnjĞƌŬƌĂŶŬƵŶŐĞŶ ŬƂŶŶĞŶ ƉŽƐŝƟǀ ďĞĞŝŶŇƵƐƐƚ ǁĞƌĚĞŶ͘ Kď ŝŶnjĞůͲ ŽĚĞƌ 'ƌƵƉƉĞŶƚƌĂŝŶŝŶŐƐ ʹ ǁŝĞ nj͘ ͘ WŝůĂƚĞƐ͕ Yŝ 'ŽŶŐ ŽĚĞƌ DƵůƟĨƵŶŬƟŽŶƐƚƌĂŝŶŝŶŐ ʹ ƵŶƐĞƌ ƌĞŝĐŚŚĂůƟŐĞƐ ŶŐĞďŽƚ ďŝĞƚĞƚ ǀŝĞůĞ DƂŐůŝĐŚŬĞŝƚĞŶ͕ ŝŶ &Žƌŵ njƵ ŬŽŵŵĞŶ ŽĚĞƌ njƵ ďůĞŝďĞŶ͘ ^ƉĞnjŝĞůůĞ WƌŽŐƌĂŵŵĞ ŚĞůĨĞŶ /ŚŶĞŶ ĂƵƘĞƌĚĞŵ ĚĂďĞŝ͕ /ŚƌĞ hŶĂďŚćŶŐŝŐŬĞŝƚ ƵŶĚ DŽďŝůŝƚćƚ ůĂŶŐĞ njƵ ĞƌŚĂůƚĞŶ͗ /Ŷ ƵŶƐĞƌĞŶ <ƵƌƐĞŶ ͣ ^ŝĐŚĞƌ ĚƵƌĐŚ ĞǁĞŐƵŶŐ͞ ;^ƚƵƌnjƉƌćǀĞŶƟŽŶͿ͕ ͣ &ŝƚ ŝŶƐ ůƚĞƌ ʹ &ŝƚ ŝŵ ůƚĞƌ͞ ƵŶĚ ͣ &ŝƚ ƵŶĚ ĂŬƟǀ ϳϬƉůƵƐ͞ ƵŶƚĞƌƐƚƺƚnjĞŶ ƵŶƐĞƌĞ ƐƉĞnjŝĞůů ĂƵƐŐĞďŝůĚĞƚĞŶ dŚĞƌĂƉĞƵƚĞŶ ^ŝĞ ĚĂďĞŝ͕ ĂƵĐŚ ŝŵ ůƚĞƌ Įƚ ƵŶĚ ĂŬƟǀ njƵ ďůĞŝďĞŶ͘ Am Alten Hafen 117 • 27568 Bremerhaven • Telefon: 0471 44555 • Fax: 0471 414242 E-Mail: info@physiotherapie-gudehus.de www.physiotherapie-gudehus.de PhysiotherapieGudehus physiotherapie_gudehus Ein gutes Team für Ihre Gesundheit. <ƌĂŶŬĞŶŐLJŵŶĂƐƟŬͬ WŚLJƐŝŽƚŚĞƌĂƉŝĞ Manuelle Therapie Kiefergelenksbehandlungen (CMD) Behandlung von neurologischen Erkrankungen WƌćǀĞŶƟŽŶƐŬƵƌƐĞ <ƌĂŶŬĞŶŐLJŵŶĂƐƟŬ Ăŵ 'Ğƌćƚͬ Medizinische Trainingstherapie Massagen Lymphdrainage Betriebliche Gesundheitsförderung PhysioPLUS – Die ganzheitliche Behandlungsmethode tĂƐ ŚŝůŌ ďĞŝ Kiefergelenks- und Kopfschmerzen? <ŶĂĐŬƚ ĚĂƐ <ŝĞĨĞƌŐĞůĞŶŬ ďĞŝ ĚĞƌ DƵŶĚƂīŶƵŶŐ ŽĚĞƌ ƐĐŚŵĞƌnjƚ ũĞĚĞ <ĂƵďĞǁĞŐƵŶŐ͕ ƐŽ ŬĂŶŶ ĞŝŶĞ ^ƚƂƌƵŶŐ ĚĞƐ <ĂƵƐLJƐƚĞŵƐ ǀŽƌůŝĞŐĞŶ͘ DĂŶ ƐƉƌŝĐŚƚ ĚĂŶŶ ǀŽŶ ĞŝŶĞƌ ƌĂŶŝŽͲDĂŶĚŝďƵůćƌĞŶ LJƐĨƵŶŬƟŽŶ ; D Ϳ͘ ƵĐŚ <ŽƉĨƐĐŚŵĞƌnjĞŶ͕ ćŚŶĞŬŶŝƌƐĐŚĞŶ͕ sĞƌƐƉĂŶŶƵŶŐĞŶ ŝŵ ĞƌĞŝĐŚ ĚĞƐ 'ĞƐŝĐŚƚƐ ƵŶĚ ĚĞƌ ^ĐŚƵůƚĞƌͲEĂĐŬĞŶƌĞŐŝŽŶ ďŝƐ ŚŝŶ njƵ ZƺĐŬĞŶƐĐŚŵĞƌnjĞŶ ŬƂŶŶĞŶ ŝŚƌĞŶ hƌƐƉƌƵŶŐ ŝŵ ĞƌĞŝĐŚ ĚĞƌ <ŝĞĨĞƌŐĞůĞŶŬĞ ŚĂďĞŶ͘ ŝĞƐ Őŝůƚ ĂďĞƌ ĂƵĐŚ ĂŶĚĞƌƐ ŚĞƌƵŵ͗ Ă ĚĞƌ DĞŶƐĐŚ ĂƵĨ &ĞŚůƐƚĞůůƵŶŐĞŶ ŬŽŵƉůĞdž ƌĞĂŐŝĞƌƚ͕ ƐŝŶĚ hƌƐĂĐŚĞŶ ƵŶĚ &ŽůŐĞŶ ĞŝŶĞƌ &ĞŚůƐƚĞůůƵŶŐ ŽŌ ŝŵ ŐĞƐĂŵƚĞŶ <ƂƌƉĞƌ njƵ ĮŶĚĞŶ͘ hŶƐĞƌĞ WŚLJƐŝŽƚŚĞƌĂƉĞƵƚĞŶ ŵŝƚ ƐƉĞnjŝĞůůĞƌ ƵƐďŝůĚƵŶŐ ŝŶ DĂŶƵĞůůĞƌ dŚĞƌĂƉŝĞ ƵŶĚ ĚĞŵ ^ĐŚǁĞƌƉƵŶŬƚ D Ͳ ĞŚĂŶĚůƵŶŐ ŬƂŶŶĞŶ ĚĞƌ hƌƐĂĐŚĞ ĂƵĨ ĚĞŶ 'ƌƵŶĚ ŐĞŚĞŶ ƵŶĚ njŝĞůŐĞƌŝĐŚƚĞƚ ďĞŚĂŶĚĞůŶ͘ 'ĞůĞŶŬŵŽďŝůŝƐĂƟŽŶƐƚĞĐŚŶŝŬĞŶ ŐĞŚƂƌĞŶ ĞďĞŶƐŽ njƵŵ ZĞƉĞƌƚŽŝƌĞ ǁŝĞ DĂƐƐĂŐĞŐƌŝīĞ͕ ŶƚƐƉĂŶŶƵŶŐƐƺďƵŶŐĞŶ͕ ĞŚŶƵŶŐĞŶ͕ <ƂƌƉĞƌǁĂŚƌŶĞŚŵƵŶŐ ŽĚĞƌ <ƌćŌŝŐƵŶŐ ĚĞƌ DƵƐŬƵůĂƚƵƌ͘ /Ŷ ƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚ ŵŝƚ ĂŚŶŵĞĚŝnjŝŶĞƌŶ ƵŶĚ ĞŶƚĂůƚĞĐŚŶŝŬĞƌŶ ŬƂŶŶĞŶ ƐŽ ǀŝĞůĞ ĞƐĐŚǁĞƌĚĞŶ ƉŽƐŝƟǀ ďĞĞŝŶŇƵƐƐƚ ǁĞƌĚĞŶ͘ ŝĞ sĞƌŽƌĚŶƵŶŐĞŶ Ĩƺƌ ĚŝĞ ĞŚĂŶĚůƵŶŐ ŬƂŶŶĞŶ ǀŽŶ ũĞĚĞŵ ĂŚŶŵĞĚŝnjŝŶĞƌ ĂƵƐŐĞƐƚĞůůƚ ǁĞƌĚĞŶ͕ ĚŝĞ <ƌĂŶŬĞŶŬĂƐƐĞŶ ƺďĞƌŶĞŚŵĞŶ ĚŝĞ <ŽƐƚĞŶ͘ Sind Sie neugierig geworden? sĞƌĞŝŶďĂƌĞŶ ^ŝĞ ŐůĞŝĐŚ ĞŝŶĞŶ dĞŵŝŶ͊ Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen.

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann IMPRESSUM | INHALT Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 GESUNDHEITSAMT BREMERHAVEN Gesundheitsamt Bremerhaven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 Stabsstelle Kommunale Gesundheitsförderung und Prävention . . . . . . . . . . . 7 Amtsärztlicher Dienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Rechtsmedizin und Gutachtenwesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz . . . . . . . . . . . . . . 12 Kinder- und Jugendgesundheitsdienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 Zahnärztlicher Dienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Sozialpsychiatrischer Dienst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Förderung der Selbsthilfe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 ÄLTER WERDEN Pflege und Pflegegrade. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 Herausgeber: BVB-Verlagsgesellschaft mbH © BVB-Verlagsgesellschaft mbH, 2026 Alle Angaben nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr oder Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit. Irrtümer vorbehalten. © Titelbild: Magistratspressestelle/Arnd Hartmann Titel, Umschlaggestaltung, Fotos, Kartographien sowie Art und Anordnung des Inhalts sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck – auch auszugsweise – ist nicht gestattet. Alle Rechte vorbehalten. In unserem Verlag erscheinen unter anderem Informationsbroschüren aller Art, Wirtschafts- und Gesundheitsmagazine, Firmenbroschüren sowie Faltpläne und sonstige kartographische Erzeugnisse. Das verwendete Papier wird im ECF-Verfahren (elementarchlorfrei) hergestellt. Friedrichstraße 4 | 48529 Nordhorn Tel. 05921 9730-0 | Fax 05921 9730-50 kundenservice@bvb-verlag.de www.bvb-verlag.de 3 Anzeige Impressum | Inhalt

Anzeige Rechtsanwaltskanzlei Werk, Wurtz & Freidl Rechtsanwälte: Norbert Werk, Guido Wurtz, Carlos-Alexander Freidl 27570 Bremerhaven, Bauernwall 4 Telefon 0471 3122-1 Fax 0471 3122-3 E-Mail kanzlei@ra-werk.de kanzlei@ra-wurtz.de kanzlei@ra-freidl.de Internet www.werk-wurtz.de Es kann jeden treffen. Ein Verkehrsunfall oder eine schwere Krankheit – mit einem Mal bin ich auf andere angewiesen. Wer trifft Entscheidungen für mich, wenn ich dazu selbst nicht mehr in der Lage bin? Eine Frage, mit der Sie sich rechtzeitig befassen sollten. Wenn Sie keine Vorsorge getroffen haben und aufgrund einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung Ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen können, dann wird in aller Regel durch das Betreuungsgericht ein Betreuer eingesetzt. Regelmäßig ist dies ein für Sie fremder Berufsbetreuer. Sie können allerdings auch eine Person Ihres Vertrauens durch eine Vorsorgevollmacht ermächtigen, für Sie zu handeln, das heißt, an Ihrer Stelle verbindliche Entscheidungen zu treffen, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind. Ein Ihnen nahestehender Bevollmächtigter wird hierbei überlegen, wie Sie entscheiden würden, wenn sie (noch) selbst handeln könnten. Damit ist dann sichergestellt, dass eine empathische und an Ihren Bedürfnissen ausgerichtete Betreuung stattfindet. Im Internet oder aber auch in der Apotheke können Sie Vordrucke für eine solche Vorsorgevollmacht erhalten. In aller Regel helfen diese Vordrucke jedoch nicht weiter, da zum einen für Sie passende, individuelle Lösungen gesucht werden müssen und zum anderen solcher Art Vordrucke von den Stellen, bei denen sie gebraucht und vorgelegt werden müssen, oft nicht anerkannt werden. Sinnvoller ist es, eine Vorsorgevollmacht bei einem Notar beurkunden zu lassen. Damit der Bevollmächtigte umfassend für Sie handeln kann, ist in der Vorsorgevollmacht geregelt, dass dieser über Vermögensgegenstände jeder Art verfügen kann, Zahlungen und Wertgegenstände für Sie annehmen und Verbindlichkeiten eingehen kann. Dies ist von großer Bedeutung, damit im Ernstfall auch all Ihre finanziellen Dinge und Verpflichtungen geregelt werden können. Daneben kann der Bevollmächtigte einen Heimvertrag für Sie abschließen oder Sie bei Gerichten, Behörden, öffentlichen Stellen und Privatpersonen gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Doch nicht nur Ihre finanziellen und rechtlichen Dinge sind zu klären, auch Ihre persönlichen Angelegenheiten müssen geregelt werden. So kann der Bevollmächtigte beispielsweise eine Pflegeheim- oder Krankenhausunterbringung anordnen, wenn dies nicht mehr zu umgehen ist. Er kann der Anwendung von Medikamenten und Heilmitteln zustimmen sowie für Sie in Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligen. Dazu müssen die behandelnden Ärzte gegenüber dem Bevollmächtigten von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden werden, auch dies enthält eine Vorsorgevollmacht. Letztendlich kann auch bestimmt werden, dass der Bevollmächtigte alle Regelungen über Ihre Bestattung treffen kann. Ebenso wichtig wie eine Vorsorgevollmacht ist eine Patientenverfügung, wenn Sie verhindern möchten, dass Sie bei einer tödlich verlaufenden Erkrankung unnötige lange am Leben gehalten werden. Die moderne Apparatemedizin ermöglicht es den Ärzten auch Sterbenskranke ohne Aussicht auf eine Heilung durch künstliche Beatmung und ErnähWERK, WURTZ & FREIDL – RECHTSANWÄLTE/NOTAR rung sehr lange am Leben zu erhalten und damit das Leiden letztendlich zu verlängern. Hier kommt es dabei darauf an, in der Patientenverfügung ausgesprochen präzise zu formulieren, damit der behandelnde Arzt genau erkennen kann, wie und auch wie er nicht weiterbehandeln darf. Es ist aber hier auch geregelt, dass Schmerzen oder Angstzustände durch die Gabe entsprechender Medikamente vermieden werden sollen. Ein weiterer Vorteil einer notariellen Vorsorgevollmacht mit Patientenverfügung, ist die Hinterlegung Ihrer Daten und der Daten des Bevollmächtigten bei der Bundesnotarkammer. Damit ist sichergestellt, dass für den Fall, dass Sie hilfebedürftig werden und nicht mehr selbst bestimmen können, das Betreuungsgericht die Nachricht erhält, dass Sie für einen solchen Fall bereits vorgesorgt und einen Betreuer bestellt haben. Sollte dennoch die gerichtliche Bestellung eines Betreuers notwendig werden, wird sich der Richter hinsichtlich des Bevollmächtigten nach Ihren Wünschen richten. Norbert Werk Rechtsanwalt und Notar a. D. Guido Wurtz Rechtsanwalt und Notar 4

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann VORWORT FÜR DAS AKTUELLE „BREMERHAVENER GESUNDHEITSJOURNAL“ Liebe Bürger:innen, sehr geehrte Gäste der Stadt Bremerhaven, gesund, aktiv und glücklich durch das Leben zu gehen – das ist ein Wunsch, der uns alle verbindet. Unsere Gesundheit ist das wertvollste Gut, das wir besitzen, denn sie ist die Basis für unsere Lebensfreude, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Die mittlerweile dritte Ausgabe des „Bremerhavener Gesundheitsjournals“ bietet erneut inspirierende Anregungen, wertvolle Tipps und spannende Perspektiven rund um das Thema Gesundheit – stets mit dem Fokus auf regionale Angebote. Von Gesundheitseinrichtungen über medizinische Dienstleister bis hin zu spezialisierten Gesundheitsfachkräften bietet Bremerhaven ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die Sie auf Ihrem Weg zu einem bewussten und gesunden Leben unterstützen. Sie haben hier die Gelegenheit, mehr über die Expertise unserer Ärzt:innen, Therapeut:innen, Kliniken und Apotheken zu erfahren. Ebenso finden Sie nützliche Informationen zu gesundheitsfördernden Angeboten, die Sie in Ihren Alltag integrieren können. Diese Broschüre unterstützt Sie dabei, sich in der Vielfalt der regionalen Gesundheitsangebote zurechtzufinden, und dient Ihnen als wertvolle Orientierungshilfe. Ziel ist es, Ihnen einen praktischen Begleiter an die Hand zu geben. Ich wünsche Ihnen viele Erkenntnisse, Einblicke und hilfreiche Impulse beim Lesen des „Bremerhavener Gesundheitsjournals“. Ihre Stadträtin für Gesundheit, Umwelt und Klima Andrea Toense BREMERHAVEN MEER ERLEBEN Anzeige 5 Vorwort

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann Gesundheitsamt Bremerhaven Amtsleiter: Dr. Björn Ackermann (Zimmer 20) Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2126 Öffnungszeiten Mo–Do 8.00–15.00 Uhr Fr 8.00–12.00 Uhr GESUNDHEITSAMT BREMERHAVEN Das Gesundheitsamt Bremerhaven ist als Bestandteil des öffentlichen Gesundheitsdienstes verantwortlich für die ihm nach dem Gesetz übertragenen Aufgaben. Dazu zählen neben Aufgaben des Infektionsschutzes u.a. auch Aufgaben des Gerichtsärztlichen Dienstes, des Kinder- und Schulärztlichen Dienstes, Aufgaben zur Erhaltung und Sicherung der Zahn- und Mundgesundheit und Aufgaben im Bereich des Sozialpsychiatrischen Dienstes. Darüber hinaus bietet das Gesundheitsamt Bremerhaven ergänzende Gesundheits- und Beratungsleistungen für besondere Zielgruppen, beispielsweise im Rahmen der humanitären Sprechstunde an. Zusätzlich ist das Gesundheitsamt Dienstleister für den Magistrat und sonstige Behörden und Betriebe, aber auch für die Bürger:innen Bremerhavens. Für die Zukunft gilt es, den Dienstleistungsgedanken dabei noch mehr in den Vordergrund zu stellen. Als modernes Gesundheitsamt ist es die Aufgabe, notwendige subsidiäre Bedarfe und Angebote der Beratung, Betreuung und Versorgung zu erkennen und dann ggf. zu vermitteln oder anzubieten. Dem Gesundheitsamt kommt dabei auch eine wichtige Rolle bei der Vernetzung der vor Ort vorhandenen und der regional und überregional wichtigen Akteure zu. Zusätzlich kommt dem Gesundheitsamt als Fachamt mit seinen vielfältigen Schnittstellen zu kommunaler und Landespolitik, Justiz, medizinischen und pflegerischen Anbietern eine besondere Mittlerrolle zu. Dazu kann sich das Gesundheitsamt auch auf die Unterstützung einer kompetenten Verwaltungsabteilung berufen. Gesundheitsamt 6

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann © Magistratspressestelle/Arnd Hartmann STABSSTELLE KOMMUNALE GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND PRÄVENTION Gesundheit gemeinsam gestalten Gesundheit entsteht dort, wo Menschen leben und lernen. Bewegung, ausgewogene Ernährung, Stressbewältigung und ein bewusster Umgang mit Medien und Umwelt gehören dabei ebenso dazu wie gesundheitsförderliche Lebensbedingungen in Kitas, Schulen und Quartieren. Die kommunale Gesundheitsförderung in Bremerhaven verfolgt das Ziel, solche Strukturen zu stärken und Bürger:innen bei einem gesunden Lebensstil zu unterstützen. Seit 2022 wird der kommunale Strukturaufbau im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention durch ein Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit unterstützt. Das Projekt legt den Grundstein für eine nachhaltige Verankerung von Gesundheitsförderung als Querschnittsaufgabe in der Stadtentwicklung. Zentrale Aufgaben sind die Vernetzung der Akteur:innen, die Beteiligung der Bevölkerung und die Koordination und Initiierung von gesundheitsförderlichen Aktivitäten. Gesundheitsfachkräfte in Bremerhaven Ein wichtiger Bestandteil der Bremerhavener Gesundheitsförderung sind die Gesundheitsfachkräfte. Sie sind inzwischen fest an Schulen und in Quartieren mit besonderen sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen etabliert und leisten einen großen Beitrag zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden. In den Grundschulen stärken sie Gesundheitswissen und gesundes Verhalten von Kindern, Eltern und Lehrkräften. In den Quartieren fördern sie gesundheitsbezogene Strukturen, bieten niedrigschwellige Beratung und unterstützen Menschen direkt vor Ort. Die regionalen Fachkräfte für psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen übernehmen vor Ort Sensibilisierungsaufgaben, bieten Workshops sowie niedrigschwellige Beratungsangebote an und vermitteln bei Bedarf weiterführende Hilfen. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt dabei durch die Landesvereinigung für Gesundheit & Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V., die als beauftragter Träger und wertvoller Kooperationspartner maßgeblich zum Gelingen beiträgt. Workshops zur sexuellen Gesundheit an Bremerhavener Schulen Das Gesundheitsamt Bremerhaven bietet interaktive Workshops zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen (STI) für Schüler:innen der 9. und 10. Klassen an. Ziel ist es, Jugendliche frühzeitig über sexuelle Gesundheit, Schutzmöglichkeiten und persönliche Verantwortung zu informieren – offen, altersgerecht und praxisnah. Die Workshops schaffen einen geschützten Rahmen, in dem Fragen offen gestellt und Unsicherheiten thematisiert werden können. So leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitskompetenz und Prävention junger Menschen in Bremerhaven. Projekte – Gesunder Umgang mit Medien und ein Verfügungsfonds für Quartiersgesundheitsförderung Das Projekt „Gesunder Umgang mit Medien“ fördert die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. In Schulen und Stadtteilen werden bis 2026 Angebote entwickelt, die den sicheren und gesunden Umgang mit digitalen Medien unterstützen. Mit dem Verfügungsfonds für Mikroprojekte zur Gesundheitsförderung, der in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) umgesetzt wird, können kleine gesundheitsbezogene Projekte in den Stadtteilen bis mindestens 2028 gefördert werden – etwa Bewegungsangebote, Ernährungskurse oder Maßnahmen zur Stressbewältigung. Ziel ist es, die Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern und gesundheitsfördernde Strukturen langfristig zu stärken. Fachveranstaltungen Der Bereich kommunale Gesundheitsförderung und Prävention organisiert und koordiniert Fachveranstaltungen und Fachtage nach Bedarf zu aktuellen Gesundheitsthemen. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Fachkräfte aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales zusammenzubringen, Wissen zu bündeln und neue Impulse für die Praxis zu geben. Die Planung und Durchführung erfolgen häufig in Zusammenarbeit mit anderen Ämtern der Stadt Bremerhaven sowie mit externen Partnern aus Wissenschaft, Praxis und Verbänden. Durch diesen interdisziplinären Austausch entstehen wertvolle Kooperationen und konkrete Ansätze, wie Gesundheitsförderung in Bremerhaven weiterentwickelt und nachhaltig gestaltet werden kann. Gesundheitsamt Bremerhaven Stabsstelle Kommunale Gesundheitsförderung und Prävention Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-3638 7 Anzeige Stabsstelle Kommunale Gesundheitsförderung und Prävention

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann AMTSÄRZTLICHER DIENST Die Abteilung „Amtsärztlicher Dienst und Sozialmedizinischer Dienst für Erwachsene“ des Gesundheitsamtes Bremerhaven hat vielfältige Aufgaben. Der Amtsärztliche Dienst übernimmt Aufgaben der Rechtsmedizin sowie den Gerichtsärztlichen Dienst für die Bürger der Stadt Bremerhaven. Der Bereich „Sozialmedizinische Dienst für Erwachsene“ ist zuständig für Aufgaben der Gesundheitssicherung, Gesundheitsförderung und Gesundheitsfürsorge bei Erwachsenen. Zusätzlich finden in diesem Bereich ärztliche Beratungen und Begutachtungen nach dem Pflegeversorgungsgesetz und dem SGBXII statt. Zusätzlich besteht ein umfassendes Beratungsangebot für Pflegebedürftige, chronisch Kranke und Behinderte. Sozialmedizinischer Dienst für Erwachsene Gesundheitsamt Bremerhaven (Zimmer 12) Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2334 Anzeige 9 Amtsärztlicher Dienst

C HMI RA OS TP ER RA COTFI C ÖMfof.nbuinsgFsrz.e8i:t0e0n–18:00 Uhr • Mittwochnachmittag geschlossen Hansa-Bad Praxis für physikalische Therapie Krankengymnastik • Lymphdrainage • Massagen • Medical Taping Bei welchen Beschwerden wird das Medical Taping Concept eingesetzt? DA sa ise Mn es tdai mc aml Teanpdi en, gTCa op ne c- Me pett hi sot deei n, de i, eu nr si cphr tünnug rl i ec hi naeu s satuacbhi ldi si ei eMr eunsdkee lWf uinr kkut inogn ea nu fsdoiwe iGe edl ei en Bk el uht-a t , s o n d e r n und Lymphzirkulation stimuliert und unterstützt. Das Anwendungsgebiet ist vielfältig: • (a Np pa cahr )aBt ee sh, awn di el uRnügc vk oe nn Vu enrdl eSt czhuunlgt ee nr bdeessc hB we we redg eunn, g s - • a L ab n in e h d r ä eu a r u f u u c n n h g g K e v n n o i ne w - B i u e e n s Ö d c d h W e w m a e d e r d e u n e n n b d e d B s u c l r u h c t w h e e r F g r l d ü ü e s s n sseignkeitsHansa Bad Inhaber: Johannes-Dieter Vogel e. K. •• HBeahltaunndglsuknogrvreokntBuerescnhwerden durch Überbelastung • (Lwi ni de eMr ua un sg avromn , (TSepnanni ns -u on dg es r- ) GKool pf ef lsl cbhomg eenr )z e n —† ‡”˜‡• Š‡”œ‡ †—” Š ‡‡‹ϐŽ—••—‰ • des Nervensystems ‘•‹–‹˜‡• „‡‡‹ϐŽ—••‡ †‡” O M r a g g a e n n e b , e z s . c B h . w be e i r den . BTeülregfoernm0e4i7s1te4r3-S9m24idt-Str. 31 • 27568 Bremerhaven KLINIKEN Ŷ $ NXW XQG 1RWIDOOPHGL]LQ Ŷ $ NXWJHULDWULH XQG JHULDWULVFKH )UKUHKDELOLWDWLRQ Ŷ $ OOJHPHLQ XQG 9LV]HUDOFKLUXUJLH PLW 6HNWLRQ *HIl‰FKLUXUJLH Ŷ $ QlVWKHVLH ,QWHQVLY 1RWIDOO XQG 6FKPHU]PHGL]LQ Ŷ ' HUPDWRORJLH $OOHUJRORJLH XQG 3KOHERORJLH Ŷ * DVWURHQWHURORJLH 2QNRORJLH 'LDEHWRORJLH XQG ,QIHNWLRORJLH Ŷ * \QlNRORJLH Ŷ * HEXUWVKLOIH Ŷ + DOV 1DVHQ 2KUHQKHLONXQGH .RSI XQG +DOVFKLUXUJLH Ŷ . DUGLRORJLH PLW 6HNWLRQ 1HSKURORJLH Ŷ . LQGHU XQG -XJHQGPHGL]LQ Ŷ 1 HXURFKLUXUJLH Ŷ 1 HXURORJLH Ŷ 3 V\FKLDWULH 3V\FKRWKHUDSLH XQG 3V\FKRVRPDWLN ZENTREN Ŷ $OWHUVWUDXPDWRORJLVFKHV =HQWUXP Ŷ %UXVW]HQWUXP Ŷ 'DUPNUHEV]HQWUXP Ŷ 3DQNUHDVNUHEV]HQWUXP Ŷ +DXWNUHEV]HQWUXP Ŷ 0XOWLSOH 6NOHURVH =HQWUXP Ŷ :XQG]HQWUXP Ŷ 5HJLRQDOHV 7UDXPD]HQWUXP Ŷ hEHUUHJLRQDOH 6WURNH 8QLW (Schlaganfallstation Ŷ &KHVW 3DLQ 8QLW (Brustschmerzbehandlung Ŷ 5DGLR 2QNRORJLH XQG LQWHUYHQWLRQHOOH 6WUDKOHQWKHUDSLH Ŷ 8QIDOOFKLUXUJLH PLW 6HNWLRQHQ 2UWKRSlGLH +DQGFKLUXUJLH 3ODVWLVFKH &KLUXUJLH 3 RVWEURRNVWU %UHPHUKDYHQ ZZZ NOLQLNXP EUHPHUKDYHQ GH MEDIZINISCHER FORTSCHRITT UND INNOVATION. Jetzt und in Zukunft. INSTITUTE Ŷ 'LDJQRVWLVFKH XQG ,QWHUYHQWLRQHOOH 5DGLRORJLH 1HXURUDGLRORJLH Ŷ /DERUDWRULXPV XQG 7UDQVIXVLRQVPHGL]LQ TAGESKLINIKEN Ŷ 'HUPDWRORJLVFKH 7DJHVNOLQLN Ŷ *HULDWULVFKH 7DJHVNOLQLN Ŷ 1HXURORJLVFKH 7DJHVNOLQLN Ŷ 2QNRORJLVFKH 7DJHVNOLQLN Ŷ 3V\FKLDWULVFKH 7DJHVNOLQLNHQ Ŷ 'LDO\VH 10 Anzeigen

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann Gesundheitsamt Bremerhaven Zimmer 12 Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2130 RECHTSMEDIZIN UND GUTACHTENWESEN Die Aufgaben des Gerichtsärztlichen Dienstes und rechtsmedizinische Aufgaben werden nach dem Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst im Lande Bremen und nach dem Gesetz über das Leichenwesen durchgeführt. Das Gesundheitsamt Bremerhaven stellt für den Gerichtsärztlichen Dienst eine „Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft“ zur Verfügung. Im Rahmen dieser Bereitschaft finden Stellungnahmen zur Gewahrsamstauglichkeit, Maßnahmen der Beweissicherung sowie sonstige Beratungen und Unterstützung in medizinischen und rechtsmedizinischen Fragestellungen statt. Die Aufgaben im Rahmen der Rechtsmedizin sind vielfältig. Seit der gesetzlichen Einführung der qualifizierten Leichenschau im Land Bremen im Jahr 2017 wird diese Aufgabe für jeden in Bremerhaven Verstorbenen durch Ärzte des Gesundheitsamtes Bremerhaven und der Rechtsmedizin Bremen durchgeführt. Neben der Überprüfung der amtlichen Todesbescheinigung und den damit verbundenen Aufgaben wird auch die gesetzlich vorgeschriebene zweite Leichenschau vor Kremierung von in Bremerhaven Verstorbenen im Gesundheitsamt durchgeführt. Seit jeher ist der Amtsärztliche Dienst mit amts- und vertrauensärztlichen Gutachten betraut. Großen Raum nehmen Untersuchungen zur Einstellung und Verbeamtung im öffentlichen Dienst des Magistrats Bremerhaven sowie sonstiger Behörden ein. Zusätzlich erfolgen gutachterliche Stellungnahmen zu Dienstunfällen und Dienstfähigkeiten. Die Untersuchungsanlässe im vertrauensärztlichen Dienst sind vielfältig. Beispielhaft seien hier Untersuchungen zur Arbeits-/Erwerbsfähigkeit nach dem TVöD und gutachterliche Stellungnahmen für die Familienkasse genannt. Anzeige 11 Rechtsmedizin und Gutachtenwesen

INFEKTIONSSCHUTZ UND UMWELTBEZOGENER GESUNDHEITSSCHUTZ In der „Abteilung Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz“ sind die Überwachung meldepflichtiger Erkrankungen, die Beratung für sexuelle Gesundheit, die Humanitäre Sprechstunde, die Aufgaben der Infektionshygiene und des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes, des medizinischen Katastrophenschutzes, die Tuberkulose-Beratungsstelle und die Beratung nach Prostituiertenschutzgesetz angesiedelt. Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit Prävention von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen ist eine wichtige Aufgabe des Gesundheitsamtes. HIV ist bis heute unheilbar, sodass Vorbeugung die einzige Möglichkeit ist, Ansteckung und Weiterverbreitung zu verhindern. Andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Syphilis oder Gonorrhöe (Tripper) erhöhen das Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Deshalb sind auch diesbezüglich Kenntnisse, Vorbeugung und ggf. Untersuchung und Behandlung so wichtig. Das Angebot der Beratungsstelle richtet sich an alle Bremerhavener Bürger:innen. Sie erhalten Information und Beratung zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen sowie über mögliche Schutzmaßnahmen wie Kondome oder Impfungen. Nach einem Gespräch mit einer individuellen Risikoabschätzung kann ein HIV-Test (sogenannter AIDS-Test) anonym und kostenlos durchgeführt werden. Von HIV-betroffene Personen und deren Angehörige können auf Wunsch beraten und begleitet werden. Menschen, deren Lebensumstände eine erhöhte Ansteckungsgefahr für sich und andere mit sich bringen, können sich darüber hinaus auf weitere sexuell übertragbare Erkrankungen (Syphilis, Hepatitis B und C, Chlamydien, Gonorrhöe) testen lassen. Pflichtuntersuchungen gibt es nicht. Im Einzelfall kann die Behandlung durch eine:n Ärzt:in des Gesundheitsamtes erfolgen. Humanitäre Sprechstunde Seit 2010 gibt es das Angebot der Humanitären Sprechstunde für Menschen ohne Zugang zum regulären medizinischen Versorgungssystem. In der Sprechstunde bieten die Mitarbeiter:innen eine medizinische Basisversorgung an. Vorab wird im Rahmen eines Aufnahmegespräches im Gesundheitsamt, dem sogenannten Clearingverfahren, abgeklärt, inwieweit für die Betroffenen ein Zugang in das reguläre medizinische Versorgungssystem möglich ist. Das Angebot richtet sich an sogenannte „papierlose“ Menschen, die keinen Aufenthaltsstatus besitzen und dadurch kaum Möglichkeiten haben, sich im Krankheitsfall behandeln zu lassen. Gesundheitliche Beratung für in der Prostitution tätige Menschen Nach dem Prostituiertenschutzgesetz sind Sexarbeiter:innen in Deutschland dazu verpflichtet, ihre Tätigkeit anzumelden. Für die behördliche Anmeldung ist die Teilnahme an einer gesundheitlichen Beratung erforderlich. Die gesundheitliche Beratung ist ein vertrauliches Gespräch zu den Themen Krankheitsverhütung, Intimhygiene, Schwangerschaftsverhütung, -beratung und –vorsorge, sowie zu Risiken von Drogen- und Alkoholkonsum. Während der Beratung werden Sie über Unterstützungsangebote informiert, außerdem besteht die Möglichkeit, Notlagen und Probleme anzusprechen. Infektionsschutz und Hygiene Im Infektionsschutz steht der Schutz der Bevölkerung vor übertragbaren Infektionserkrankungen mit Hilfe von vorbeugenden und zielgerichteten Maßnahmen (Infektionshygiene) im Fokus. Eine wichtige Aufgabe der Infektionshygiene ist die Sicherstellung hygienischer Verhältnisse in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern, ambulanten Operationszentren und Arztpraxen sowie in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Alten und Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindertagesstätten durch anlassbezogene und routinemäßige Begehungen. Zusätzlich findet in diesem Bereich auch die hygienische Überwachung weiterer gesundheitlich relevanter Betriebe, wie z. B. von Tattoo-Studios, Nagel- und Kosmetikstudios statt. Beratungsstelle nach ProstSchG Stadthaus 5, 1. Obergeschoss Hinrich-Schmalfeldt-Straße 30 27576 Bremerhaven Telefon 0471 590-2510 prostituiertenschutz.gesundheitsamt@magistrat.bremerhaven.de Öffnungszeiten Mo–Do 9.00 –16.00 Uhr Fr 9.00–12.00 Uhr Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit Gesundheitsamt Bremerhaven Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2855 sexuelle.gesundheit@ magistrat.bremerhaven.de Öffnungszeiten Mo+Do 9.00 –12.00 Uhr Humanitäre Sprechstunde Gesundheitsamt Bremerhaven Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2855 humanitaere.sprechstunde@ magistrat.bremerhaven.de Öffnungszeiten Mo 9.00 –10.00 Uhr 12 Anzeige Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann In allen Fällen steht das Gesundheitsamt bei Fragen beratend zur Seite. Auch die Überwachung meldepflichtiger Erkrankungen im Stadtgebiet Bremerhaven wird durch die Abteilung sichergestellt. Durch die Aufdeckung und Unterbrechung von Infektionsketten sowie durch Aufklärungs und Beratungsangebote für Bürger:innen soll verhindert werden, dass übertragbare Krankheiten bestmöglich erst gar nicht entstehen bzw. nicht weiterverbreitet werden. In diesem Rahmen ist auch Vorsorge für den Fall gesundheitlich bedenklicher, bedrohlicher oder gefährlicher Ereignisse zu treffen. Aus der Vergangenheit sind in diesem Zusammenhang Begriffe wie Schweinegrippe, EHEC, Ebola und, zuletzt, die COVID-19-Pandemie, bekannt. Um auf künftige Krisenlagen vorbereitet zu sein, ist der Bereich „Katastrophenschutz“ Bestandteil der Abteilung. Dieser befasst sich unter anderem mit der Vorbereitung auf künftige pandemische Lagen sowie mit der Erstellung von Notfallkonzepten beispielsweise zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitsamtes im Falle von Krisenlagen wie z. B. Überflutungen oder Stromausfällen. Tuberkulose-Beratung In der Tuberkulose-Beratungsstelle nimmt das Gesundheitsamt die Meldungen der Krankenhäuser , Labore und Arztpraxen von an Tuberkulose erkrankten Personen entgegen und stellt die stationäre und ambulante medizinische Versorgung für die Dauer der medikamentösen Therapie einschließlich der Diagnostik und Kontrolluntersuchungen sicher. Auch die Ermittlung, medizinische Untersuchung und Behandlung von Kontaktpersonen gehört zu den Aufgaben der Tuberkuloseüberwachung. Umweltbezogener Gesundheitsschutz Eine Aufgabe des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes ist die hygienische Überwachung der Trinkwasserversorgung in Bremerhaven. Hierzu zählen neben der Trinkwasserqualität, die der Wasserversorger an die Verbraucher abgibt, auch die Qualität des Trinkwassers in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Altenheimen, Kindertagesstätten, Schulen und Sporthallen. Daneben wird auch die Trinkwasserqualität bei Volksfesten, Jahrmärkten und sonstigen Veranstaltungen unter freiem Himmel überprüft. Bei Beanstandungen erfolgen ausführliche Ermittlungen und Beratungen mit dem Ziel, Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden und gesundheitlich einwandfreies Trinkwasser sicherzustellen. Ebenfalls werden die Bremerhavener Bäder überwacht. Der umweltbezogene Gesundheitsschutz wird auch zum Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen bei öffentlichen und privaten Planungen mit eingebunden, um gesundheitliche Auswirkungen zu bewerten und ggf. zu vermeiden. Zusätzlich wird ein umweltmedizinisches Basisangebot vorgehalten, um Bürger:innen z. B. zu Schimmel in Wohngebäuden, Luftschadstoffen, Lärm oder allgemeinen Bedenken zur Umwelt zu beraten und auf eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Umwelt- und Lebensbedingungen hinzuwirken. Belehrungen nach §43 Infektionsschutzgesetz Für Beschäftigte im Lebensmittelbereich schreibt das Infektionsschutzgesetz eine Belehrung vor, die über den hygienischen Umgang mit Lebensmitteln informiert (ehemals Gesundheitszeugnis). Die Belehrungen nach § 43 Infektionsschutzgesetz erfolgen hauptsächlich digital. Ergänzend bieten die Beschäftigten der Abteilung "Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz" zweimal pro Monat sowie nach Absprache VorOrt-Belehrungen im Gesundheitsamt an. Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz Gesundheitsamt Bremerhaven Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2382 infektion.gesundheitsamt@ magistrat.bremerhaven.de Öffnungszeiten Mo–Do 9.00–15.00 Uhr Fr 9.00–12.00 Uhr Belehrungen nach §43 Infektionsschutzgesetz Gesundheitsamt Bremerhaven Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2280 Öffnungszeiten Mo–Do 8.00–15.00 Uhr Fr 8.00–12.00 Uhr 13 Anzeige Infektionsschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann KINDER- UND JUGENDGESUNDHEITSDIENST Im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst stehen Kinder und Jugendliche sowie deren Sorgeberechtigten im Mittelpunkt unserer Arbeit. Als öffentlicher Gesundheitsdienst haben wir die Aufgabe, Kinder und Jugendliche vor Gesundheitsgefahren zu schützen und ihre Gesundheit zu fördern. Dazu arbeiten wir mit anderen Behörden, Trägern, Einrichtungen und Personen, die Verantwortung für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen tragen, eng zusammen. Zu den Aufgaben des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes gehören u. a.: ƒ Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Schuleingangs-, uMA- und Zuwanderer-Untersuchung ƒ Nachverfolgung ausstehender U-Vorsorgen ƒ Ausgabe der Berechtigungsscheine zur Wahrnehmung der Jugendarbeitsschutzuntersuchung ƒ Ärztliche Begutachtung, Beratung und Untersuchung von Kindern und Jugendlichen, z. B. bei beantragter Heilpädagogischer Förderung, Autismustherapie, erhöhtem Förderbedarf in der Kindertagesstätte, im Hort, in der Schule ƒ Beratung der Sorgeberechtigten u. a. zu Infektionskrankheiten, Läusebefall, Impfberatung ƒ Ärztliche und sozialpädagogische Beratung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, deren körperliche und/ oder geistige Gesundheit gefährdet oder gestört ist, sowie deren Sorgeberechtigte in Zusammenarbeit mit anderen Ämtern und Leistungserbringern. Bedarfserhebung zur integrativen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im Rahmen der Eingliederungshilfe, z. B. zur Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen, Rehabilitationsmaßnahmen, Pflegeleistungen, Einleitung von ambulanten und stationären Maßnahmen, Klärung Wohnperspektiven. ƒ zahnärztliche Prophylaxeuntersuchungen in Gemeinschaftseinrichtungen 14 Anzeige Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann © Magistratspressestelle/Arnd Hartmann Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Gesundheitsamt Bremerhaven Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2134 sozialerdienst.kinder.gesundheitsamt@magistrat.bremerhaven.de Öffnungszeiten Mo–Do 9.00–15.00 Uhr Fr 9.00–12.00 Uhr Ein weiteres Angebot des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes ist die „Familienberatung und frühkindliche Gesundheitsförderung“. Das kostenlose Angebot der Familienberatung und frühkindlichen Gesundheitsförderung (familie_kind_gesundheit ‚fkg‘) richtet sich an alle Schwangeren und Familien mit Kindern bis zum dritten Geburtstag. Die Mitarbeiterinnen sind Kinderkrankenschwestern/Familienkinderkrankenschwestern sowie Hebammen/Familienhebammen und bieten Unterstützung in Form von Beratung und praktischer Hilfe „rund ums Kind“ im Hausbesuch oder in den Beratungsstellen. Auch sind die Mitarbeitenden in Angeboten der Frühen Hilfen tätig. Beratungsstelle Süd (Bremerhaven-Geestemünde) Voßstraße 41 Telefon 0471 38633 Sprechstunde Do 9.00–11.00 Uhr Weitere Termine und Hausbesuche telefonisch vereinbar Beratungsstelle Nord (Bremerhaven-Leherheide) Hans-Böckler-Straße 36 F (hinter der Polizei) Telefon 0471 66128 Sprechstunde Do 9.00–11.00 Uhr Weitere Termine und Hausbesuche telefonisch vereinbar Beratungsstelle Mitte (Bremerhaven-Lehe) Lutherstraße 7 (in der „Theo“) Telefon 0471 52133 Sprechstunde Do 9.00–11.00 Uhr Weitere Termine und Hausbesuche telefonisch vereinbar 15 Anzeige Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann © Magistratspressestelle/Arnd Hartmann ZAHNÄRZTLICHER DIENST Ein weiterer Bereich des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes ist der „Zahnärztliche Dienst“. Hier hat sich das „aufsuchende“ Konzept in Kindertagesstätten und Schulen (als ein wesentlicher Sozialisierungsort für Kinder) in allen Bevölkerungsgruppen und –schichten als erwiesenermaßen effektive und effiziente Methode der Kariesvorbeugung gezeigt und ist langjährig etabliert. Das übergeordnete Ziel ist es, die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Zur Durchführung dieser Aufgabe wurden Rahmenverträge zwischen Krankenkassenverbänden und den zuständigen Stellen der Länder, d. h. den öffentlichen Gesundheitsdiensten und den Organisationen der Zahnärzteschaft, geschlossen. Es entstanden die Landesarbeitsgemeinschaften zur Jugendzahnpflege. In Bremen und Bremerhaven ist dies die LAJB (Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendzahnpflege im Lande Bremen e. V.). Ziel ist es, Maßnahmen zur Verhütung von Mundkrankheiten planen und steuern zu können, sowie die Mundgesundheit durch gezielte Prophylaxeimpulse (Instruktion/ Motivation/Praxis) zu fördern. Es ist seit Jahren etablierte Praxis, Programme zu fördern, in deren Rahmen Institutionen, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil an kariesgefährdeten Kindern aufweisen, häufiger aufgesucht und intensiver betreut werden. Durch den Zahnärztlichen Dienst werden v. a. zahnärztliche Untersuchung in Grundschulen und Kindertagesstätten in Bremerhaven angeboten. Ziel ist es, durch Früherkennung (Primärprävention) und Veranlassung einer Frühbehandlung (Sekundärprävention) die Mundgesundheit von Kindern gezielt zu fördern. Zusätzlich finden in diesem Bereich gutachterliche Stellungnahmen, z. B. im Rahmen der Beihilfe und des Asylbewerberleistungsgesetzes statt. Schul- und Jugendzahnpflege, zahnärztliche Begutachtung Gesundheitsamt Bremerhaven (Zimmer 201) Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2369 Anzeige 17 Zahnärztlicher Dienst

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann SOZIALPSYCHIATRISCHER DIENST Zentrum seelische Gesundheit Hafenstraße 126 27576 Bremerhaven Telefon 0471 590-2655 Offene Sprechstunde 2. OG, links Mi 11.00–13.00 Uhr Bei Bedarf sind Termine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbar. Sozialpsychiatrischer Dienst Gesundheitsamt Bremerhaven Zimmer 231, 235 Wurster Straße 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2655 Öffnungszeiten Mo–Do 8.00–15.00 Uhr Fr 8.00–14.00 Uhr Bei Bedarf sind Termine außerhalb der Öffnungszeiten vereinbar. Der Sozialpsychiatrische Dienst ist ein Dienst mit ärztlicher und sozialarbeiterischer Kompetenz. Als kommunaler Dienst des Gesundheitsamt Bremerhaven sind wir für das Stadtgebiet Bremerhaven zuständig und erfüllen öffentliche Aufgaben in den Bereichen ƒ Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch kranke Menschen (BremPsychKG) ƒ Bedarfsermittlung gem. SGB IX ƒ Koordination und Vernetzung Unser Angebot richtet sich an Menschen, die ƒ psychisch krank, ƒ abhängigkeitskrank oder ƒ geistig behindert sind. ƒ Wir beraten auch Angehörige. Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch kranke Menschen gem. BremPsychKG ƒ Unsere Beratungen sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht, ggf. erfolgen Beratungen auch anonym. ƒ Wir suchen da noch Kontakt, wo keine Hilfen mehr greifen, wo erkrankungsbedingt alle Brücken abgebrochen werden. ƒ Wir unterstützen dabei, eigenverantwortlich und selbstbestimmt in der Gemeinschaft zu leben. ƒ Wir beziehen Angehörige und das soziale Umfeld mit ein und vermitteln bei Interessenkonflikten. ƒ Wir vermitteln individuelle Hilfen und Unterstützungsangebote. ƒ Wir greifen dort ein, wo Lebensgestaltung erkrankungsbedingt nicht mehr selbstständig gelingt und in Krisensituationen, wenn Selbst- oder Fremdgefährdung erkennbar ist. Bedarfsermittlung gem. SGB IX ƒ Wir führen u. a. im Auftrag des Sozialamtes eine individuelle Hilfeplanung und entsprechende Bedarfsermittlungen durch und vermitteln ggf. in weiterführende Hilfen wie z. B. Assistenzleistungen für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung oder Suchterkrankung Koordination und Vernetzung ƒ Wir verstehen uns als Teil des gemeindepsychiatrischen Verbundes. ƒ Wir arbeiten mit allen an der Versorgung beteiligten Institutionen eng zusammen. ƒ Wir sind als kommunaler Fachdienst Partner bei der Gestaltung und Weiterentwicklung sozialpsychiatrischer Hilfen. ƒ Wir tragen zur Aufklärung über psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen bei. 18 ASonzieailgpesychiatrischer Dienst

© Magistratspressestelle/Arnd Hartmann FÖRDERUNG DER SELBSTHILFE Der Gedanke der Selbsthilfe wurde in der Sozialgesetzgebung verankert und unterstreicht somit dessen Bedeutung im Sozial- und Gesundheitswesen. Selbsthilfegruppen sind ein wichtiger und nützlicher Teil des Gesundheitssystems. Es schließen sich Menschen aus eigener Initiative zu Selbsthilfegruppen zusammen, um sich als Betroffene in eigener Sache zu helfen. Der Verein „Selbsthilfe Bremerhavener Topf e. V.“ fungiert als Dachverein der Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeinitiativen in Bremerhaven. Der Verein übernimmt u. a. die Unterstützung bei der Gründung von Selbsthilfegruppen, bei der Nutzung von Räumlichkeiten sowie bei Netzwerkarbeit zu anderen Gruppen auf regionaler Ebene. In regelmäßig stattfindenden Mitgliederversammlungen werden die dem „Bremerhavener Topf“ angeschlossenen Vereine und Gruppen über Veränderungen, Förderungsmöglichkeiten durch Dritte (z. B. Krankenkassen), überörtliche Treffen, Seminare und evtl. Neuerungen in Bezug auf die Sozialgesetzgebung informiert. Die Geschäftsstelle des „Bremerhavener Topfes“ steht den Gruppen für alle darüber hinaus gehenden Fragestellungen in Bezug auf Selbsthilfe zur Verfügung. In der Stadt Bremerhaven gibt es momentan rd. 40 Gruppen und Vereine, die gefördert werden. Einmal jährlich findet ein „Selbsthilfetag“ statt, an dem sich die Gruppen der Öffentlichkeit mit Ihrem Angebot präsentieren. Verwaltungsabteilung Gesundheitsamt Bremerhaven (Zimmer 220) Wurster Str. 49 27580 Bremerhaven Telefon 0471 590-2933 Öffnungszeiten Mo–Do 8.00–15.00 Uhr Fr 8.00–12.00 Uhr Anzeige Förderung der Selbsthilfe 19

BERATUNG IM PFLEGESTÜTZPUNKT Pflegebedürftig kann jeder werden: zum Beispiel durch einen Unfall, eine schwere Krankheit oder einfach durch das Älterwerden. Umso wichtiger ist es, in einem solchen Fall schnelle und informative Beratung zu erhalten – in Ihrem Pflegestützpunkt. Die Mitarbeiter/-innen des Pflegestützpunktes informieren ausführlich, kompetent, zeitnah, verbraucherorientiert, unabhängig und kostenlos über Y Hilfs- und Unterstützungsangebote Y Wohn- und Pflegeeinrichtungen Y Haushaltshilfen/Begleitung Y Präventionsangebote Y Pflegedienste für die Betreuung zu Hause Y Einbindung von Selbsthilfe und Ehrenamt Y Tages- und Kurzzeitpflege Y Leistungen der Pflegekassen, Sozialhilfe Y Pflegekurse und Entlastungsangebote für Angehörige und andere Leistungsansprüche Y Wohnberatung, u. a. Service-Wohnen, Betreutes Wohnen Y und vieles andere oder für die eigene Wohnung Auf Wunsch wird gemeinsam ein Hilfe- und Versorgungsplan erstellt. Die Beratung kann sowohl telefonisch, als auch persönlich im Pflegestützpunkt oder zu Hause erfolgen. In dem Pflegestützpunkt Bremerhaven finden regelmäßig Veranstaltungen und Beratungen zu den Themen Heimaufsicht, Selbsthilfe, gesetzliche Betreuungen und Vorsorgevollmachten statt. Die aktuellen Veranstaltungshinweise finden Sie auch unter: www.Bremerhaven-Pflegestuetzpunkt.de Im Pflegestützpunkt kann ein Raum für Treffen von Selbsthilfegruppen o. ä. genutzt werden. Sprechen Sie uns einfach an! ose Pflegebe Kostenl ratung durch Spezialisten – persönlich, verlässlich, kompetent. Bremen Nord Breite Straße 12 d 28759 Bremen Telefon 0421 696241-0 www.bremen-pflegestuetzpunkt.de Bremen Berliner Freiheit Berliner Freiheit 3 28327 Bremen Telefon 0421 696242-0 Bremerhaven Bürgermeister-SmidtStr. 29/31 27568 Bremerhaven Telefon 0471 309779-0 Öffnungszeiten Mo – Fr 9 –13 Uhr Mo, Di, Do 13.30 –16 Uhr sowie eine telefonische Erreichbarkeit Fr 13.30 –16 Uhr Ihren Pflegestützpunkt in der Seestadt Bremerhaven finden Sie hier: Bürgermeister-Smidt-Straße 29/31 27568 Bremerhaven Tel.: 0471 3097790 info@bremerhaven-pflegestuetzpunkt.de Der Pflegestützpunkt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr und Montag, Dienstag und Donnerstag von 13.30 bis 16 Uhr geöffnet. Telefonische Erreichbarkeit: Freitag von 13.30 bis 16 Uhr

© AnnaStills - AdobeStock.com PFLEGE UND PFLEGEGRADE Pflegebedürftigkeit ist unabhängig vom Alter und kann in jedem Lebensabschnitt auftreten. Als pflegebedürftig werden Personen bezeichnet, die anhand der seit Januar 2017 geltenden Regelungen nach §14 Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGBXI) aufgrund von gesundheitlich bedingten Beeinträchtigungen (körperlich, geistig oder seelisch) der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten in sechs Bereichen, die gesetzlich definiert sind, auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Um Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss der Hilfebedarf des Betroffenen eine Einstufung in einen Pflegegrad rechtfertigen. Die Pflegebedürftigkeit muss dauerhaft, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mit mindestens der in §15SGBXI definierten Schwere bestehen. Anzeige Pflege und Pflegegrade 21

Bewertung der Module Die Gesamtpunkte aller einzelnen Module bilden die Grundlage für die Zuordnung eines Pflegegrades. Feststellung der Pflegebedürftigkeit Der vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung beauftragte Gutachter bewertet die Pflegebedürftigkeit in sechs verschiedenen Kriterien oder Modulen. Im Mittelpunkt steht der Grad der Selbstständigkeit. Entsprechend der Selbstständigkeit wird jede Frage mit Punkten bewertet. Folgende Lebensbereiche/Module werden begutachtet: ƒ Modul 1 – Mobilität Selbstständiges Fortbewegen, Ändern der Körperhaltung ƒ Modul 2 – Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Örtliches und zeitliches Zurechtfinden mit Hilfe Anderer, Fällen von Entscheidungen, Führen von Gesprächen ƒ Modul 3 – Verhalten und psychische Problemlagen Häufige Hilfe nötig aufgrund psychischer Probleme (z. B. bei aggressivem oder ängstlichem Verhalten) ƒ Modul 4 – Selbstversorgung Selbstständiges Versorgen (Essen, Trinken, Körperpflege) ƒ Modul 5 – Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen Unterstützung beim Umgang mit Krankheit und Behandlungen, z. B. bei Medikamentengabe oder Verbandswechsel ƒ Modul 6 – Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte Selbstständiges Planen des Tagesablaufs, Beschäftigung, Kontaktpflege Kostenübernahme in diversen Bereichen Informieren Sie sich bei Ihrem Versicherungsträger zur Kostenübernahme für Betreuung und haushaltsnahe Dienste, Pflegehilfsmittel, Pflegekurse, Palliativ Care (ambulant), Verhinderungspflege, Tage- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, vollstationäre Pflege, Pflegeberatung sowie über Zuschüsse zur Verbesserung des Wohnumfelds. Pflegegeld Die Zahlung erfolgt, wenn Pflegebedürftige in häuslicher Umgebung z. B. von Angehörigen gepflegt werden. ƒ Betreuungs- u. Entlastungsleistungen: 131,00 € ƒ Pflegegrad 1: – ƒ Pflegegrad 2: ab 347,00 € ƒ Pflegegrad 3: ab 599,00 € ƒ Pflegegrad 4: ab 800,00 € ƒ Pflegegrad 5: ab 990,00 € Modul 1: 10% Modul 2 / 3: 15 %* Modul 4: 40 % Modul 5: 20 % Modul 6: 15 % * höchster berechneter Wert ƒ 12,05 –26,5 Punkte: geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit = Pflegegrad1 ƒ 27,05 –47,0 Punkte: erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit = Pflegegrad2 ƒ 47,55 –69,5 Punkte: schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit = Pflegegrad3 ƒ 70,05 – 89,5 Punkte: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit = Pflegegrad4 ƒ 90,00 –100,0 Punkte: schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (bei Vorliegen einer besonderen Bedarfskonstellation, z. B. die Gebrauchsunfähigkeit beider Arme und beider Beine, schwere Formen von Parkinson, ALS, Lähmungen, Verlust der Gliedmaßen) = Pflegegrad 5 22 Anzeige Pflege und Pflegegrade

!! " # $ % & ' ( )) Ein Leben in Würde verdient auch einen Abschied in Würde – das ist seit über 150 Jahren das Leitbild des ältesten Bestattungshauses Hadeler in Bremerhaven. Als verlässlicher Partner stehen wir als traditionsreiches Familienunternehmen in 6. Generation den Menschen der Region nicht nur im Trauerfall zur Seite, sondern auch mit kompetenter Beratung zur Bestattungsvorsorge. Gerade in einer Zeit, in der die individuelle Gestaltung und finanzielle Absicherung der eigenen Bestattung an Bedeutung gewinnen, bietet die frühzeitige Vorsorge Sicherheit – für einen selbst und die Angehörigen. Die Möglichkeiten reichen von der Festlegung persönlicher Wünsche bis hin zur finanziellen Absicherung über Treuhandkonten oder Sterbegeldversicherungen. Das entlastet die Familie nicht nur emotional, sondern auch organisatorisch und finanziell. Wir begleiten Familien mit Einfühlungsvermögen, Fachwissen und absoluter Transparenz. Als Teil des sozialen Gefüges Bremerhavens arbeiten wir eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Bestattungsvorsorge zu stärken. Denn: Vorsorge ist ein Zeichen von Fürsorge – und ein selbstbestimmter letzter Weg beginnt mit einem vertrauensvollen Gespräch. Vorsorge trifft Fürsorge – Bestattungsvorsorge mit Tradition und Vertrauen

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