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Beelitz mit Schönefeld und Beelitz Heilstätten

Willkommen - in der Stadt mit Geschmack und Geschichte

Im Herzen Brandenburgs, wo die waldreiche Landschaft der Zauche und die von Wasser und Wiesen geprägte Nuthe-Nieplitz-Niederung aufeinandertreffen, liegt die Spargelstadt Beelitz. Vor über 1.000 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, hatte sie in der Vergangenheit viele Gesichter: Im Mittelalter Marktflecken und Pilgerort, später vor allem Ackerbürger- und ab dem 18. Jahrhundert auch Garnisonstadt und frequentierter Haltepunkt an der Postkutschenstrecke Berlin-Leipzig. Heute verbindet sich mit dem Namen vor allem der Beelitzer Spargel, der in einer rund 160-jährigen Tradition auf heute 1.700 Hektar angebaut wird, der die Stadt und ihre Ortsteile in vielerlei Hinsicht prägt und ihr zu einiger Berühmtheit verholfen hat. Spätestens ab dem Frühjahr, wenn die ersten Stangen sprießen, zieht es unzählige Ausflügler und Genießer raus aufs Land, um hier auf den Höfen und in den Restaurants zu schlemmen.
Auf den Spargel folgen die Erd- und Heidelbeeren sowie im Herbst die Kürbisse, sodass - zusammen mit vielen weiteren Produkten von Eiern über Honig bis Fleisch und Wurst - ein reich gefüllter Korb regionaler Erzeugnisse entsteht. Beelitz ist Geschmack und Geschichte, aber es ist auch noch so viel mehr: Dank einer ausgezeichneten Verkehrsanbindung über Autobahn, Straße und Schiene an die Berliner Metropolregion und einer hervorragenden Kita- und Schullandschaft ist die Stadt vor allem bei jungen Familien als Wohnort gefragt. Beelitz ist auch Leben pur, ein Ort, an dem immer etwas los ist. Mit Märkten und Veranstaltungen wie dem Spargelfest und den Beelitzer Festspielen bis hin zur Kleinkunst und Festen in den Dörfern gibt es viele Gelegenheiten, Bekannte zu treffen und gemeinsam zu feiern. Die vielen Vereine bilden das Rückgrat des städtischen Lebens und schlagen im Sport, in der Kultur oder der Förderarbeit Brücken zwischen den Generationen. Und die breit gefächerte Gewerbelandschaft bietet nicht nur Arbeitsplätze direkt vor der Haustür, sondern treibt als Motor die Entwicklung unserer Stadt und der gesamten Region voran.
Seit der Kommunalreform 2002 und der Fusion mit 17 Dörfern in der unmittelbaren Umgebung umfasst Beelitz ein Gebiet von rund 180 Quadratkilometer und ist heute Stadt und Land gleichermaßen. Jeder Orts- und Gemeindeteil hat sich dabei seine eigene Identität bewahrt und verfügt über Eigenheiten, die ihn im Verbund der Gesamtstadt zu etwas Besonderen machen.

BEELITZ
mit Schönefeld und Beelitz Heilstätten

Urkundl. Ersterwähnung: 997
Einwohner: ca. 6.500
Ortsvorsteherin: Jacqueline Borrmann
Erreichbarkeit:
Telefon: 0174 3346692
E-Mail: j-borrmann@gmx.de

Sprechzeiten:
Wird im Vorfeld in den Beelitzer Nachrichten bekanntgegeben

Noch heute entspricht der Grundriss der Beelitzer Altstadt dem einer mittelalterlichen "civitas". Als solche ist Beelitz bereits 1247 urkundlich erwähnt worden, in Verbindung mit der "Wunderblut-Legende", die der Stadt im Spätmittelalter einige Bekanntheit und einen stetigen Strom an Pilgern bescherte. Der Name an sich ist indes noch älter: In einer Urkunde Kaiser Ottos III. aus dem Jahre 997 ist von einem Ort "belizi" im slawischen Gau Bloni die Rede. Wahrscheinlich ist, dass sich dieser auf eine Slawenburg bezieht, die einst an der Nieplitz gelegen hat. Archäologische Funde haben indes nachgewiesen, dass hier aber auch schon vor 2800 Jahren Menschen siedelten.
Heute bildet die Beelitzer Kernstadt mit Schulen und Kitas, Fachgeschäften, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben, Restaurants, der Stützpunktfeuerwehr, dem Ärztehaus sowie Sport- und Freizeitstätten das Zentrum einer ganzen Region. Ältestes Gebäude ist die Stadtpfarrkirche, die in Teilen bereits vor 850 Jahren errichtet wurde. Mit der Elektrifizierung und Motorisierung Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Einwohnerzahl rasant und mit ihr auch die bauliche Erweiterung bis hin zum 1907 eröffneten und seit kurzem komplett restaurierten Stadtbahnhof. Weitere Wohngebiete kamen im Laufe der Geschichte hinzu. Seit der deutschen Wiedervereinigung sind große Teile der Stadt Sanierungsgebiet und konnten mit Fördermitteln bereits umfangreich saniert werden. Kulturelle Veranstaltungen haben ihren Platz im Saal zum Deutschen Hause, im Tiedemannhaus oder im Schmiedehof, die spannenden Seiten der Stadtgeschichte erlebt man in der Alten Posthalterei, im Spargelmuseum und bald auch in der einstigen Wassermühle.
Zur Kernstadt gehören die beiden Gemeindeteile Schönefeld und Beelitz-Heilstätten. Letzterer wurde um 1900 als hochmoderner Klinikkomplex mitten im Wald errichtet, um hier tuberkulosekranke Berliner Arbeiter mit viel frischer Luft zu kurieren. Während der Weltkriege waren die Heilstätten Lazarett und zu DDR-Zeiten größtenteils Sperrgebiet der Roten Armee. Nach dem Abzug der Besatzungstruppen 1994 gab es erste Sanierungsbestrebungen, die erst in der heutigen Zeit vollendet werden. Mittlerweile beherbergt ein Teil der rund 60 historischen Gebäude wieder Kliniken, ein weiterer dient zu Wohnzwecken. Mit Hotel, Restaurants und dem Waldpark "Baum&Zeit" sowie dem Barfußpark ist der Standort auch bei Ausflüglern unheimlich beliebt geworden. In den nächsten Jahren entstehen hier auch ein neuer Sitz der mittelmärkischen Kreisverwaltung sowie ein komplett neues, naturnahes Quartier mit 200 Wohnungen in Mehrfamilien- sowie 800 Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäuser rund um die historischen Bestandsgebäude. Geschichtsträchtig ist auch der Gemeindeteil Schönefeld, einst Standort einer Übersee-Funkempfangsanlage, die Beelitz vor 80 Jahren den Beinahmen "Ohr zur Welt" verlieh. Der Ortskern entspricht einem typischen Straßenangerdorf mit schmucken Bauernhäusern sowie der alten Schule und der Dorfkirche im Zentrum. Mehrere Reiter- und Pferdehöfe verleihen ihm eine zusätzliche Prägung.