Natur & Landwirtschaft
Naturschutz
Naturpark Märkische Schweiz
Der Naturpark Märkische Schweiz ist Brandenburgs kleinster und zugleich ältester Naturpark. Hier kann man fast alle Landschaftsformen der Mark Brandenburg entdecken, wie z. B. Schluchten, Täler und Moore.
Ein Europäisches Vogelschutzgebiet überdeckt fast die gesamte Fläche des Naturparks. Daher hat der Naturpark eine besondere Bedeutung für Zug- und Rastvögel. Im Herbst kann man hier Bläss- und Saatgänse wunderbar beobachten. In diesem Jahr feiert der Naturpark Märkische Schweiz sein 35-jähriges Bestehen. In Buckow befindet sich das Besucherzentrum "Schweizer Haus". Im Besucherzentrum können wechselnde Ausstellungen angesehen werden.
Internationales Fledermausmuseum Julianenhof
Im Naturpark Märkische Schweiz befindet sich im Örtchen Julianenhof das Internationale Fledermausmuseum. Das Museum befindet sich im Stallgebäude eines ehemaligen Gutshofs. Im Rahmen des Artenschutzprogramms "Fledermäuse im Naturpark Märkische Schweiz" wurde das Internationale Fledermausmuseum mit dem NABU Regionalverband Strausberg-Märkische Schweiz e. V. und mit Fördermitteln des Naturschutzfonds Brandenburg aufgebaut. Auf dem Gelände des Fledermausmuseums befinden sich auch Quartiere für Fledermäuse, insgesamt kommen hier zwölf Fledermausarten vor, wie beispielsweise die Mopsfledermaus oder der Kleine Abendsegler. In Anbetracht dessen, dass in Brandenburg 17 Fledermausarten vorkommen, ist dies eine beachtliche Zahl.
Wiesenweihen
Die Wiesenweihe (Circus pygargus) ist in Deutschland stark gefährdet. In Märkisch-Oderland brüten jedes Jahr mehrere Paare der seltenen Greifvogelart, weshalb der Kreis eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art hat. Die Wiesenweihe ist ein Bodenbrüter und damit stark von der intensiven Landwirtschaft bedroht. Die Untere Naturschutzbehörde unterstützt jedes Jahr ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die die Nester der Wiesenweihe lokalisieren und mithilfe von Zäunen vor der Zerstörung durch landwirtschaftliche Maschinen schützen. In jedem Jahr werden die Landwirte durch die Untere Naturschutzbehörde informiert, wenn sich auf einem ihrer Schläge Nester der Wiesenweihe befinden. Nur gemeinsam gelingt der Schutz und Erhalt der seltenen Vogelart.
Haus der Naturpflege e. V.
In Bad Freienwalde befindet sich das Haus der Naturpflege. Die Naturschutzikonen Erna und Kurt Kretschmann sind die Begründer des Hauses der Naturpflege. Über Jahrzehnte hinweg haben sie sich für den Naturschutz eingesetzt.
Die berühmte Waldohreule auf gelbem Grund wurde von Kurt Kretschmann entworfen und ist heute als Naturschutzsymbol deutschlandweit bekannt. Heute ist das Haus der Naturpflege eine Umweltbildungsstätte und bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit die Natur auf verschiedene Arten und Weisen zu entdecken. Den jungen Menschen wird gezeigt, wie wichtig ein Bewusstsein und die Wertschätzung für Natur und Umwelt ist. Auch erwachsene Personen können hier an interessanten Seminaren teilnehmen.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft ist im Landkreis Märkisch-Oderland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die ca. 430 Betriebe bewirtschaften 124.000 Hektar. Über die Hälfte der Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften mehr als 1.000 Hektar Betriebsfläche. Dabei stehen sie vor großen Herausforderungen, wie dem Flächenverlust und Preisverfall von Produkten, einem enormen Preisanstieg der Betriebskosten sowie Klimaveränderungen mit vielfältigen Folgen. Hauptanbaukultur in der Region ist Getreide, gefolgt von Ölsaaten und Eiweißpflanzen. Die Erträge variieren auf Grund der unterschiedlichen Gegebenheiten hinsichtlich Böden und Klima im Landkreis stark. Die Tierproduktion befindet sich seit Jahren im Wandel. Während Geflügel eine steigende Tendenz verzeichnet und die Schweinehaltung relativ stabil ist, ist bei Milchkühen ein gravierender Rückgang zu verzeichnen. Der Landkreis weist die höchsten Bestände an Puten, Schafen und Schweinen im Land Brandenburg auf.
In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche von ökologisch wirtschaftenden Betrieben verdoppelt. Diese Entwicklung ist vor allem darin begründet, dass auch größere Landwirtschaftsbetriebe ihr Anbausystem auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt haben.
Zur Unterstützung stehen den Landwirtschaftsbetrieben Fördermittel der EU, des Bundes und des Landes Brandenburg zur Verfügung. Neben den Direktzahlungen gibt es Förderprogramme zum Erhalt der Kulturlandschaft und für besondere Maßnahmen zum Klima- und Wasserschutz. Die einzelbetriebliche Förderung der Investitionsbank Brandenburg (ILB) dient dazu, landwirtschaftliche Betriebe bei der Investition von langlebigen Wirtschaftsgütern zu unterstützen. Gefördert werden daher Maschinen, Stallneu- und Umbauten oder die Investition in produktionsbezogene Computersoftware.
Das Förderprogramm LEADER ist ein methodischer Ansatz zur Entwicklung von ländlichen Regionen. Von Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds gehen erhebliche Impulse für die Zukunft der Regionen aus. Menschen vor Ort können gemeinsam aktiv werden und zukunftsfähige Projekte in ihrer Region initiieren. So leistet LEADER neben der Stärkung der Wirtschaft auch einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge und für ländliche Gemeinschaften.
Wasserlandschaft
Der Landkreis Märkisch-Oderland steht für eine Landschaft, die von Wasser, Weite und lebendiger Natur geprägt ist. Zwischen Oderbruch, Barnim und Seelower Höhen entfaltet sich ein einzigartiges Zusammenspiel von Flüssen, Seen und Feuchtgebieten, das den Charakter der Region seit Jahrhunderten bestimmt. Mit der Oder, der Alten Oder, dem Oderbruch sowie zahlreichen Seen, Gräben und Feuchtgebieten verfügt der Landkreis über ein vielfältiges und ökologisch bedeutsames kulturhistorisches Gewässernetz. Diese Gewässer erfüllen wichtige Funktionen im Naturhaushalt, im Hochwasserschutz sowie in der nachhaltigen Landnutzung. Die Wasserbehörde des Landkreises verfolgt das Ziel, den guten ökologischen und chemischen Zustand der Oberflächen- und Grundwasserkörper langfristig zu sichern und zu verbessern. Im Rahmen wasserwirtschaftlicher Planungen und durch Projekte werden Maßnahmen zur Gewässerunterhaltung, Renaturierung und Grundwasserbewirtschaftung nach den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung umgesetzt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Gebiet des Oderbruchs, wo historische Wasserbaustrukturen und moderne Gewässerentwicklung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Die Sicherung des Hochwasserschutzes, die Gewährleistung einer geordneten Wasserführung sowie der Schutz der natürlichen Lebensräume haben hierbei höchste Priorität. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Wasser- und Bodenverbänden, den Kommunen sowie weiteren fachlichen Akteuren wird eine koordinierte und effiziente Wasserbewirtschaftung gewährleistet. Märkisch-Oderland versteht sich als Region, in der die verantwortungsvolle Nutzung und der Schutz der Wasserressourcen Hand in Hand gehen. So leistet der Landkreis einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Grundlagen und zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes im Osten Brandenburgs.
Naturpark Märkische Schweiz
Der Naturpark Märkische Schweiz ist Brandenburgs kleinster und zugleich ältester Naturpark. Hier kann man fast alle Landschaftsformen der Mark Brandenburg entdecken, wie z. B. Schluchten, Täler und Moore.
Ein Europäisches Vogelschutzgebiet überdeckt fast die gesamte Fläche des Naturparks. Daher hat der Naturpark eine besondere Bedeutung für Zug- und Rastvögel. Im Herbst kann man hier Bläss- und Saatgänse wunderbar beobachten. In diesem Jahr feiert der Naturpark Märkische Schweiz sein 35-jähriges Bestehen. In Buckow befindet sich das Besucherzentrum "Schweizer Haus". Im Besucherzentrum können wechselnde Ausstellungen angesehen werden.
Internationales Fledermausmuseum Julianenhof
Im Naturpark Märkische Schweiz befindet sich im Örtchen Julianenhof das Internationale Fledermausmuseum. Das Museum befindet sich im Stallgebäude eines ehemaligen Gutshofs. Im Rahmen des Artenschutzprogramms "Fledermäuse im Naturpark Märkische Schweiz" wurde das Internationale Fledermausmuseum mit dem NABU Regionalverband Strausberg-Märkische Schweiz e. V. und mit Fördermitteln des Naturschutzfonds Brandenburg aufgebaut. Auf dem Gelände des Fledermausmuseums befinden sich auch Quartiere für Fledermäuse, insgesamt kommen hier zwölf Fledermausarten vor, wie beispielsweise die Mopsfledermaus oder der Kleine Abendsegler. In Anbetracht dessen, dass in Brandenburg 17 Fledermausarten vorkommen, ist dies eine beachtliche Zahl.
Wiesenweihen
Die Wiesenweihe (Circus pygargus) ist in Deutschland stark gefährdet. In Märkisch-Oderland brüten jedes Jahr mehrere Paare der seltenen Greifvogelart, weshalb der Kreis eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art hat. Die Wiesenweihe ist ein Bodenbrüter und damit stark von der intensiven Landwirtschaft bedroht. Die Untere Naturschutzbehörde unterstützt jedes Jahr ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die die Nester der Wiesenweihe lokalisieren und mithilfe von Zäunen vor der Zerstörung durch landwirtschaftliche Maschinen schützen. In jedem Jahr werden die Landwirte durch die Untere Naturschutzbehörde informiert, wenn sich auf einem ihrer Schläge Nester der Wiesenweihe befinden. Nur gemeinsam gelingt der Schutz und Erhalt der seltenen Vogelart.
Haus der Naturpflege e. V.
In Bad Freienwalde befindet sich das Haus der Naturpflege. Die Naturschutzikonen Erna und Kurt Kretschmann sind die Begründer des Hauses der Naturpflege. Über Jahrzehnte hinweg haben sie sich für den Naturschutz eingesetzt.
Die berühmte Waldohreule auf gelbem Grund wurde von Kurt Kretschmann entworfen und ist heute als Naturschutzsymbol deutschlandweit bekannt. Heute ist das Haus der Naturpflege eine Umweltbildungsstätte und bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit die Natur auf verschiedene Arten und Weisen zu entdecken. Den jungen Menschen wird gezeigt, wie wichtig ein Bewusstsein und die Wertschätzung für Natur und Umwelt ist. Auch erwachsene Personen können hier an interessanten Seminaren teilnehmen.
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft ist im Landkreis Märkisch-Oderland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die ca. 430 Betriebe bewirtschaften 124.000 Hektar. Über die Hälfte der Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften mehr als 1.000 Hektar Betriebsfläche. Dabei stehen sie vor großen Herausforderungen, wie dem Flächenverlust und Preisverfall von Produkten, einem enormen Preisanstieg der Betriebskosten sowie Klimaveränderungen mit vielfältigen Folgen. Hauptanbaukultur in der Region ist Getreide, gefolgt von Ölsaaten und Eiweißpflanzen. Die Erträge variieren auf Grund der unterschiedlichen Gegebenheiten hinsichtlich Böden und Klima im Landkreis stark. Die Tierproduktion befindet sich seit Jahren im Wandel. Während Geflügel eine steigende Tendenz verzeichnet und die Schweinehaltung relativ stabil ist, ist bei Milchkühen ein gravierender Rückgang zu verzeichnen. Der Landkreis weist die höchsten Bestände an Puten, Schafen und Schweinen im Land Brandenburg auf.
In den letzten zehn Jahren hat sich der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche von ökologisch wirtschaftenden Betrieben verdoppelt. Diese Entwicklung ist vor allem darin begründet, dass auch größere Landwirtschaftsbetriebe ihr Anbausystem auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt haben.
Zur Unterstützung stehen den Landwirtschaftsbetrieben Fördermittel der EU, des Bundes und des Landes Brandenburg zur Verfügung. Neben den Direktzahlungen gibt es Förderprogramme zum Erhalt der Kulturlandschaft und für besondere Maßnahmen zum Klima- und Wasserschutz. Die einzelbetriebliche Förderung der Investitionsbank Brandenburg (ILB) dient dazu, landwirtschaftliche Betriebe bei der Investition von langlebigen Wirtschaftsgütern zu unterstützen. Gefördert werden daher Maschinen, Stallneu- und Umbauten oder die Investition in produktionsbezogene Computersoftware.
Das Förderprogramm LEADER ist ein methodischer Ansatz zur Entwicklung von ländlichen Regionen. Von Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds gehen erhebliche Impulse für die Zukunft der Regionen aus. Menschen vor Ort können gemeinsam aktiv werden und zukunftsfähige Projekte in ihrer Region initiieren. So leistet LEADER neben der Stärkung der Wirtschaft auch einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge und für ländliche Gemeinschaften.
Wasserlandschaft
Der Landkreis Märkisch-Oderland steht für eine Landschaft, die von Wasser, Weite und lebendiger Natur geprägt ist. Zwischen Oderbruch, Barnim und Seelower Höhen entfaltet sich ein einzigartiges Zusammenspiel von Flüssen, Seen und Feuchtgebieten, das den Charakter der Region seit Jahrhunderten bestimmt. Mit der Oder, der Alten Oder, dem Oderbruch sowie zahlreichen Seen, Gräben und Feuchtgebieten verfügt der Landkreis über ein vielfältiges und ökologisch bedeutsames kulturhistorisches Gewässernetz. Diese Gewässer erfüllen wichtige Funktionen im Naturhaushalt, im Hochwasserschutz sowie in der nachhaltigen Landnutzung. Die Wasserbehörde des Landkreises verfolgt das Ziel, den guten ökologischen und chemischen Zustand der Oberflächen- und Grundwasserkörper langfristig zu sichern und zu verbessern. Im Rahmen wasserwirtschaftlicher Planungen und durch Projekte werden Maßnahmen zur Gewässerunterhaltung, Renaturierung und Grundwasserbewirtschaftung nach den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung umgesetzt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Gebiet des Oderbruchs, wo historische Wasserbaustrukturen und moderne Gewässerentwicklung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Die Sicherung des Hochwasserschutzes, die Gewährleistung einer geordneten Wasserführung sowie der Schutz der natürlichen Lebensräume haben hierbei höchste Priorität. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Wasser- und Bodenverbänden, den Kommunen sowie weiteren fachlichen Akteuren wird eine koordinierte und effiziente Wasserbewirtschaftung gewährleistet. Märkisch-Oderland versteht sich als Region, in der die verantwortungsvolle Nutzung und der Schutz der Wasserressourcen Hand in Hand gehen. So leistet der Landkreis einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der natürlichen Grundlagen und zur nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raumes im Osten Brandenburgs.