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Historie, Kultur & Bildung

Historie, Kultur und Bildung

Das heutige Kreisgebiet entstand Ende 1993 durch Zusammenlegung der 1950 bzw. 1952 gebildeten Kreise Bad Freienwalde, Strausberg und Seelow. Es umfasst Teile der alten Landschaften Ober- und Niederbarnim, des Landes Lebus sowie ein kleines Stück der Neumark, die seit 1945 größtenteils zu Polen gehört. Bei der Festlegung der Kreisstadt fiel die Wahl auf das 1252 erstmals erwähnte Ackerbürgerstädtchen Seelow, das bereits seit 1863 Landratssitz des 1950 aufgelösten Kreises Lebus war.

Das Amt Neuhardenberg wurde zum Jahreswechsel 2021 / 2022 aufgelöst. Mit dem 1. Januar 2022 wurden seine Mitgliedsgemeinden aufgeteilt:
Gusow-Platkow und Neuhardenberg wechselten zum Amt Seelow-Land, während Märkische Höhe zum Amt Märkische Schweiz ging.

Logo

2023 entwickelte der Landkreis Märkisch-Oderland ein neues Corporate Design, das die regionale Identität klar und modern widerspiegelt. Grundlage waren eine umfangreiche Analyse anderer Erscheinungsbilder sowie eine intensive Auseinandersetzung mit Geografie, Geschichte, Kultur und Natur des Landkreises.

Aus dieser Recherche entstand ein Logo, das zentrale Merkmale der Region verdichtet: Die blaue Linie symbolisiert den Verlauf der Oder als prägendes geografisches Element. Daneben formt ein nach rechts blickender, stilisierter roter Adler gemeinsam mit dem Flusslauf eine abstrahierte Wappenform. Die Blickrichtung wurde bewusst aus gestalterischen Gründen gewählt, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen.

Der Schriftzug "Landkreis Märkisch-Oderland" steht links der Oderlinie und repräsentiert das Kreisgebiet westlich des Flusses. Die Farben - Adlerrot und Oderblau - verbinden historische Tradition mit landschaftlicher Identität.

So entstand ein zeitgemäßes, klar strukturiertes Logo, das die Besonderheiten Märkisch-Oderlands - insbesondere seine lange Odergrenze - prägnant sichtbar macht und als starke visuelle Marke für die Zukunft dient.

Das Wappen des Landkreises Märkisch-Oderland

Nach seiner Bildung im Jahre 1993 hat der Landkreis Märkisch-Oderland einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, der eine Reihe von Vorschlägen für die Gestaltung eines Kreiswappens hervorbrachte.

Im Wesentlichen setzt sich der Landkreis Märkisch-Oderland aus großen Teilen der alten Kreise Oberbarnim und Lebus zusammen. Die alten Wappen dieser bis zum Jahr 1952 bestehenden Landkreise als Grundlage für die Gestaltung eines neuen Wappens zu verwenden, lag somit nahe.

Die beiden silbernen Wellenlinien im unteren Feld, welche für die Alte und Neue Oder stehen, symbolisieren das "Oderland".

Brecht-Weigel-Haus Buckow

Kontakt
Brecht-Weigel-Haus
Bertolt-Brecht-Str. 30, 15377 Buckow (Märkische Schweiz)
Telefon: 033433 467
E-Mail: villa@brechtweigelhaus.de
Internet: www.brechtweigelhaus.de

Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Mittwoch bis Freitag: 12:00 Uhr - 17:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag: 12:00 Uhr - 18:00 Uhr

November bis März
Mittwoch bis Sonntag: 11:00 Uhr - 16:00 Uhr

Ein Sommerhaus als Museum

Der Schriftsteller und Dramaturg Bertolt Brecht (1898-1956) und seine Frau die Schauspielerin und Intendantin Helene Weigel (1900-1971) hatten Buckow 1952 als Sommersitz ausgewählt. Brecht schrieb hier mit Blick auf den Schermützelsee 1953/54 seinen letzten Gedichtzyklus die "Buckower Elegien". Neben ihrer Berliner Wohnung nutzte Weigel bis 1971 das Anwesen zur Erholung und lud auch nach Brechts Tod weiterhin viele Gäste nach Buckow ein.

Das Brecht-Weigel-Haus ist seit 1977 ein Museum. Zum denk-malgeschützten Ensemble gehören drei Häuser und ein Garten mit Seebalustrade und Steg. Der individuelle Rundgang führt vom Besucherzentrum und dem Forum mit Sonderausstellungen weiter in den lyrischen Garten und zur "Eisernen Villa"mit der original eingerichteten Wohnhalle und dem Schlafzimmer von Weigel. Im Theaterschuppen illustriert die Multimediaausstellung "Mutter Courage und ihre Kinder" mit den Originalrequisiten aus der Erstaufführung von 1949 die Geschichte des Epischen Theaters.

Das Literaturmuseum hat eine Präsenzbibliothek, ist anerkannte Traustätte und veranstaltet ganzjährig Lesungen, Konzerte, Gespräche, Diskussionen, Filme, Ausstellungen und Sonderführungen.

Gedenkstätte und Museum Seelower Höhen

Kontakt
Gedenkstätte und Museum Seelower Höhen
Küstriner Str. 28 a, 15306 Seelow
Telefon: 03346 597
E-Mail: info@seelowerhoehen.de
Internet: www.seelowerhoehen.de

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertag: 11:00 Uhr - 16:00 Uhr

Im Oderland tobte im Frühjahr 1945 die größte Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden. Die sumpfige Niederung des Oderbruchs war als Zugang zur Reichshauptstadt Berlin von strategischer Bedeutung. Hunderttausende Soldaten der Roten Armee und die letzten Aufgebote der Wehrmacht kämpften um diese Schlüsselstellung. Bis kurz vor Kriegsende fielen Zehntausende von ihnen. Viele gelten bis heute als vermisst.

Mit dem 1945 errichteten sowjetischen Friedhof samt Ehrenmal entstand hier in der Stadt Seelow ein zentraler Gedenkort. Auf Initiative der SED erweiterten ihn Arbeiter 1972 zu einer Gedenkstätte mit Museum, Antreteplatz und sowjetischer Waffentechnik. Die politische Wende stellte Sinn und Zweck der Gedenkstätte infrage und führte zu einer inhaltlichen Neuausrichtung. Heute besteht die Herausforderung darin, eine demokratische Erinnerungskultur in einer weitgehend diktatorisch geprägten Architektur zu vermitteln.

Campus Schloss Trebnitz
Bildung, Begegnung, Kunst, Natur: ein lebendiger Ort für die Region

Kontakt
Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V.
Platz der Jugend 6, 15374 Müncheberg OT Trebnitz
Telefon: 033477 5190
E-Mail: empfang@schloss-trebnitz.de
Internet: www.schloss-trebnitz.de

Infos
Aktuelle Angebote und Veranstaltungen sowie Öffnungszeiten des Dorfladens und Cafés können der Website www.schloss-trebnitz.de entnommen werden.

Kinder aus Deutschland und Polen, Heilpädagogik-Studierende aus der Schweiz, Radtouristen und Kunstinteressierte aus Berlin sowie Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner - sie alle begegnen sich hier. Der Campus Schloss Trebnitz ist ein lebendiger Ort für die Region und darüber hinaus. Hier verbinden sich regionales Engagement und internationale Bildungsarbeit mit kulturellen, künstlerischen und zivilgesellschaftlichen Aktivitäten. Menschen unterschiedlichen Alters und mit vielfältigen Hintergründen treffen sich auf dem historischen Gutsgelände zu Austausch, Bildung, Begegnung und Engagement.

Schloss Trebnitz
Die Gutsanlage Schloss Trebnitz liegt im Landkreis Märkisch-Oderland, zwischen Märkischer Schweiz und Oderbruch, direkt an der traditionsreichen Ostbahn. Das ehemalige Gutshaus der Familien von Ziethen und von Brünneck wurde nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet und unter anderem als Lazarett, Schule, Ferienlager und Wohnhaus genutzt.

Nach 1992 sanierte der Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. das Areal umfassend und entwickelte es zu einer internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte, mit besonderem Fokus auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie auf den deutsch-polnischen Austausch. Heute engagiert sich der Verein gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus der Region und darüber hinaus in der politischen, kulturellen und demokratischen Bildung, in der inklusiven Bildungsarbeit, in der ländlichen Daseinsvorsorge sowie im internationalen Austausch.

Vom Schloss zum Campus
Im Laufe der Jahre wurden weitere Gebäude der historischen Gutsanlage saniert und neu genutzt. Schritt für Schritt zogen die heute auf dem Campus ansässigen Organisationen ein: 2013 die Schmiede mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung als Heimbildungsstätte des Schloß Trebnitz e. V., 2015 die Remise als Gemeindezentrum mit Dorfladen, dem Schüler-Café "Kaffee zum Glück" und dem "Raum für Stimme und Kunst", 2017 das Waschhaus mit dem Gustav Seitz Museum sowie das Inspektorenhaus, in dem das Haus für Demokratie und Inklusion, das Internationale Archiv für Heilpädagogik, die LAG Märkische Seen e. V. und die Dorfbewegung Brandenburg e. V. ansässig sind.

Workshops und Seminare für Erwachsene
Der Schloß Trebnitz e. V. ist eine anerkannte Einrichtung zur Weiterbildung von Erwachsenen. Von Sprachkursen über Workshops und Seminare bis hin zu Studienfahrten gibt es vielfältige Angebote - und mit dem neuen DEFA-Filmsalon "OSTDORF" nun auch ein spannendes Format für Filmbegeisterte. Die Auswahl ist groß und begeistert zunehmend immer mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Dorfzentrum mit Dorfladen, Mittagsimbiss und Café-Betrieb
In der Remise am Eingang zur Gutsanlage befindet sich das Trebnitzer Dorfzentrum, dessen Räume auch von lokalen Initiativen genutzt werden. Im Dorfladen werden regionale Produkte aus Märkisch-Oderland sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Wochentags kann man hier einen frisch zubereiteten Mittagsimbiss genießen. Von April bis Oktober lädt das internationale inklusive Junior-Café "Kaffee zum Glück / Kawa na szczescie" an den Wochenenden mit selbstgemachten Kuchen, Torten und köstlichem Kaffee zum Verweilen ein.

Veranstaltungsräume und Gästehaus zur Anmietung
Der Campus von Schloss Trebnitz bietet externe Räume für Seminare, Tagungen, Workshops, Kulturveranstaltungen und Begegnungsformate. Historische Gebäude, moderne Seminarräume und flexible Veranstaltungsflächen schaffen den passenden Rahmen für unterschiedlichste Formate. Übernachtungsgäste können in Einzel- und Doppelzimmern im Schloss oder in der Alten Schmiede sowie in 4-Sterne-Appartments wohnen. Insgesamt stehen rund 90 Betten zur Verfügung. Die Zimmer sind teils barrierefrei und ideal für Veranstaltungen mit Übernachtung.

Trebnitzer Schlosspark
Teil des Gutsgeländes Schloss Trebnitz ist der 27 Hektar große historische Schlosspark, der im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten angelegt wurde. Seit 2011 kümmern sich die "Trebnitzer Parkhelden", eine engagierte Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, um die gartendenkmalgerechte Wiederbelebung des Parks. Ein Besuch des Trebnitzer Schlossparks lohnt zu jeder Jahreszeit. Ein Leitfaden in Form einer Mitmachgeschichte führt durch den Park und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, die Gewässer und Böden, Biotope sowie die besonderen gestalterischen Elemente. Zahlreiche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Der Park ist frei zugänglich, der Eintritt ist kostenlos.

Aktuelle Angebote und Veranstaltungen sowie Öffnungszeiten des Dorfladens und des Cafés können der Website www.schloss-trebnitz.de entnommen werden.

Audioguide
Besucherinnen und Besucher können sich dank eines Audioguides bei einem Spaziergang über den Campus Schloss Trebnitz über die Geschichte und heutige Nutzung der Gutsanlage informieren. Der Rundgang dauert ca. 45 Minuten, der Audioguide ist kostenfrei und online mit dem eigenen Smartphone abrufbar. Die deutsche Version hat der bekannte Liedermacher Rolf Zuckowski eingesprochen.

Abrufbar unter: www.campus-schloss-trebnitz.de/audioguide

Gustav Seitz Museum

Kontakt
Gustav Seitz Museum
Platz der Jugend 3 a, 15374 Müncheberg OT Trebnitz
Telefon: 033477 549770
E-Mail: info@gustav-seitz-museum.de
Internet: www.gustav-seitz-museum.de

Infos
Eintritt: 5,00 € (bis 18 Jahren kostenfrei)

Öffnungszeiten:
Freitag bis Sonntag: 11:00 Uhr - 17:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Gruppen- und Einzelführungen bitte vorher telefonisch anfragen unter 033477 549770 oder info@gustav-seitz-museum.de

Im Herbst 2017 eröffnete die Gustav Seitz Stiftung in Trebnitz Brandenburgs erstes Bildhauermuseum, das einem einzigen Künstler gewidmet ist. Das Museum befindet sich im ehemaligen Waschhaus der historischen Gutsanlage Schloss Trebnitz.

Hier wurde der gesamte Nachlass des bedeutenden Künstlers der Nachkriegszeit zusammengeführt, zu dem unter anderem die berühmte Käthe-Kollwitz-Plastik in Berlin-Prenzlauer Berg zählt sowie Skulpturen in Bronze, 4.500 Zeichnungen, Druckgrafiken, persönliche Notizen und Möbel.

In der öffentlichen Dauerausstellung wird eine repräsentative Auswahl von Gustav Seitz' bildhauerischem Werk gezeigt, ergänzt durch wechselnde Ausstellungen in Bezug zu anderen bedeutenden Bildhauern wie Ernst Barlach, Günter Grass und Käthe Kollwitz.

Ein Museumsgarten mit Skulpturen von Gustav Seitz lädt zum Entspannen und Verweilen ein.

Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien

Volkshochschule - Landwirtschaftsschule
Das Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien (ZEM) des Landkreises Märkisch-Oderland wurde 2004 als Zusammenschluss der Volkshochschule, der Landwirtschaftsschule und des Medienzentrums gegründet.

Die Mitarbeiter der Volkshochschule (VHS) organisieren von Seelow, Strausberg und Bad Freienwalde aus für alle Bürger des Landkreises Bildungsangebote.

Damit wird dem Bedarf eines jeden auf Bildung Rechnung getragen. Mit Beginn eines jede neuen Schulhalbjahr wird ein Flyer erstellt, mit zahlreichen Angeboten aus den Bereichen Gesundheit, Sprachen, Beruf und Gesellschaft.

Der Zweite Bildungsweg - zum Erwerb eines nachträglichen schulischen Abschlusses - wird im Oberstufenzentrum Strausberg angeboten.

Die Landwirtschaftsschule als "Regionalstelle für Bildung im Agrarbereich" ist für die Bildung in der Landwirtschaft Tätiger aus Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Frankfurt (Oder) zuständig. Sie berät zu Bildungsfragen, führt Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung zum Landwirtschaftsmeister durch, bietet Winterschulungen zum Pflanzenschutz und zum Stellen der Agraranträge für landwirtschaftliche Betriebe an.

Zudem ist das Grundbildungszentrum zur Alphabetisierung im ZEM angegliedert. Die VHS führt Grundbildungskurse durch.

Internet und Kontakte unter: www.vhs-mol.de