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Freiwilligendienst

Tue Gutes und rede darüber

Die lange Schulzeit gehört der Vergangenheit an und die Entscheidung für eine betriebliche Ausbildung oder ein Studium steht bevor. Um sich beruflich zu orientieren und um in der Praxis zu arbeiten, entscheiden sich viele junge Leute für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ).

Info
Die Rahmenbedingungen der beiden Freiwilligendienste regelt das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (Jugendfreiwilligendienstegesetz)
  • Alter: 15-26 Jahre
  • Dauer: 6-18 Monate
  • Arbeitszeit: 40 Stunden/Woche
Es gibt viele Gründe, sich für einen Freiwilligendienst zu entscheiden. So besteht z. B. durch ein FSJ die Möglichkeit, sich in einem sozialen oder pädagogischen Berufsfeld zu engagieren. Hier arbeiten junge Menschen in einer karitativen und gemeinwohlorientierten Einrichtung mit. Im FÖJ sind die Freiwilligen für den Natur- und Umweltschutz tätig. Zudem wird in bestimmten Ausbildungen oder Studiengängen das FSJ/FÖJ als (Vor-)Praktikum oder Anerkennungsjahr gewertet. Viele Hochschulen rechnen das FSJ/FÖJ als Wartezeit an oder bewerten es mit Sonderpunkten bei der Bewerbung. Für viele Jugendliche stellt es eine sinnvolle Überbrückung dar, wenn der gewünschte Platz für Ausbildung oder Studium nicht zu bekommen war. Als weiterer Grund zur Absolvierung des Freiwilligendienstes wird häufig die Suche nach Anregungen für die individuelle Weiterentwicklung genannt.

Den Freiwilligen eröffnen sich Einblicke in den Arbeitsalltag und sie lernen die unterschiedlichsten Berufe kennen. Diverse Projekte werden geplant und realisiert. Auf diese Weise erfahren sie, welche Aufgaben und Tätigkeiten ihren Neigungen entsprechen, was wiederum der Berufsorientierung dient.

Für ihr Engagement bekommen die Freiwilligen kein Gehalt, sondern beziehen lediglich ein Taschengeld, zum Teil werden Unterkunft und Verpflegung gestellt oder Geld dafür erstattet. Es besteht eine beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Des Weiteren besteht Anspruch auf Kindergeld und ggf. auf Waisenrente sowie Kinder- und Ausbildungsfreibeträge.

Freiwillige vor!

In der Regel beginnt der Freiwilligendienst spätestens im September. Du solltest dich deshalb rechtzeitig, d. h. etwa 6 bis 9 Monate vor dem Start, bewerben. Du kannst dich beim Bundesfreiwilligendienst (www.bundes-freiwilligendienst.de/verwaltung/bw-registrieren.php) registrieren lassen.

Kurz & bündig - Übersicht möglicher Einsatzstellen
  • FSJ
    in sozialen Einrichtungen, z. B. in Kindertagesstätten, Behindertenheimen oder in Senioreneinrichtungen
  • FSJ Kultur
    in kulturellen Einrichtungen, z. B. in Jugendkulturzentren, Musikschulen, Theater oder Museen
  • FSJ Sport
    in Vereinen und Sporteinrichtungen, die z. B. Spiel-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisieren (Sportvereine), ebenso in Schulen
  • FSJ Denkmalpflege
    in Ämtern, Büros, Vereinen oder Museen, die sich z. B. mit dem Erhalt und der Pflege von Denkmälern befassen (u. a. Kirchen, Schlösser, Gärten, Parkanlagen und Friedhöfe)
  • FSJ Politik
    in Einrichtungen des politischen Lebens, z. B. in Bürgerbüros, Ämtern, kirchlichen Verbänden, Menschenrechtsorganisationen
  • FÖJ
    in Projekten der Landschaftspflege, in Maßnahmen des Naturschutzes und der Umweltbildung (Anlaufstellen z. B. Forstämter, Umweltämter oder landwirtschaftliche Betriebe