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Gemeinde Wenzlow

Gemeinde Wenzlow mit den Ortsteilen Wenzlow, Grüningen und Boecke

Die Gemeinde Wenzlow mit den Ortsteilen Grüningen und Boecke ist ein kleines Straßendorf und bildet mit seiner Lage faktisch den östlichen Abschluss des Fiener Bruchs.

Wenzlow liegt am Fluss Verlorenwasser. Das Verlorenwasser ist ein kleiner Fluss, der einen Teil des Hohen Flämings nach Norden zur Buckau und über diese zur Havel entwässert. Es ist der größte Nebenfluss der Buckau und hat ein Einzugsgebiet von mehr als einhundert Quadratkilometern.

Im Zentrum des Ortes gelegen, die evangelische Kirche. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert, der Turm wurde 1895 erneuert. Im Inneren ein Taufengel aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Ortsteil Boecke

Boecke - idyllisch gelegen in den Niederungen des Fiener Bruches. Urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde erstmalig 1152. Sie hat eine sehr bewegte Geschichte, die eng verbunden ist mit dem Fiener Bruch, einem Ausläufer des Urstromtales. 1774 wurde er auf Befehl Friedrichs II. melioriert, ein umfangreiches und sinnvolles Grabensystem geschaffen. Ein ausgeklügeltes Reglement sicherte die Unterhaltung; schwere Strafen erwarteten denjenigen, der dagegen verstieß.

Das Dorf ist traditionell agrarisch strukturiert, die Besitzerverhältnisse waren bäuerlich geprägt, davon legen heute noch architektonisch wertvolle Wohn- und Wirtschaftsgebäude Zeugnis ab.

Besonders nach der Einigung Deutschlands durch Bismarck blühte Boecke auf. Im Fiener Bruch wurde Torf gestochen, getrocknet und verkauft. Die Rinder- und Herdbuchzucht nahm großen Aufschwung, Häuser, Ställe und Scheunen wurden gebaut. Da der Fiener Bruch auch heute noch durch sein gepflegtes Grünland die Grundlage für eine gute Milchproduktion bzw. Rinderzucht bildet, sind hier die Agrargenossenschaft und einige Neueinrichter mit einer extensiven Mutterkuhhaltung sehr aktiv tätig.

Boecke ist bekannt für den größten und ältesten Bestand an Linden und anderen Baumarten. Ganze Baumgärten bilden den Übergang zum Fiener Bruch. Den Mittelpunkt des Ortes bildet eine romanische Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert mit einem Fachwerk-Pfarrhaus und dem Friedhof.

Da Boecke kein Durchfahrtsort ist, bietet er erholsame Ruhe und saubere Luft.