BARAN OKYAY, 19 JAHRE AUSBILDUNG ZUM INDUSTRIEMECHANIKER – FEINMECHANIK 2. AUSBILDUNGSJAHR, COLLINS AEROSPACE ÜBER DIE AUSBILDUNG Die Ausbildung zum Industriemechaniker bei Collins Aerospace in Heidelberg dauert insgesamt 3,5 Jahre und kombiniert praktische Erfahrung mit theoretischem Wissen im Blockunterricht – zwei Wochen im Betrieb, eine Woche in der Berufsschule. In den ersten 18 Monaten, erhalten die Auszubildenden in der Ausbildungswerkstatt eine umfassende Grundausbildung. Anschließend folgen drei Fachabteilungen, die jeweils über sechs Monate durchlaufen werden. Aktuell bin ich in der Computermontage tätig, wo ich bei der Fertigung von Navigationssystemen mitarbeite. In dieser Abteilung werden außerdem Computersysteme für den Eurofighter gefertigt. In der nächsten Station, der Abteilung Space, werde ich an der Montage von Drall Rädern mitwirken und alle notwendigen Fertigkeiten erlernen. Drall Räder sind wichtige Elemente, die für die Positionierung von Satelliten im Weltraum benötigt werden. In der dritten Abteilung, der Teilefertigung, werden die mechanischen Bauteile für diese Systeme hergestellt. In den letzten sechs Monaten der Ausbildung kehrt man idealerweise in die Abteilung zurück, in der man übernommen werden soll. MEIN WEG ZUM BERUF Schon früh hatte ich Freude an handwerklichen Tätigkeiten. Während meiner Schulzeit war mir deshalb schnell klar, dass ich eine Ausbildung in diesem Bereich machen möchte. Auf Collins Aerospace wurde ich durch ein Familienmitglied aufmerksam, welches ebenfalls seine Ausbildung hier absolviert hat. Hilfreich für den Start in die Ausbildung, war mein Weg über die Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Metalltechnik. Hier konnte ich mir schon viele Grundfertigkeiten und Fachwissen aneignen. MEINE ZIELE Mein Ziel ist es, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen und im besten Fall in der Teilefertigung übernommen zu werden. Die Herstellung sehr präziser Bauteile, an modernsten Maschinen bereitet mir große Freude. Langfristig strebe ich eine Weiterbildung zum Techniker an, um meine Fachkenntnisse zu vertiefen und mich weiterzuentwickeln. MEIN PLUS IM PRIVATLEBEN Durch die Ausbildung habe ich nicht nur technisches Fachwissen erlangt, sondern auch mein Zeitmanagement deutlich verbessert. Zudem hat sich mein technisches Verständnis erweitert – etwas, das mir auch bei privaten Projekten sehr zugutekommt. Auch die Mitarbeit in unserer Jugend und Auszubildenden Vertretung erweitert meine persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Zudem bekomme ich dadurch viele Einblicke in die betrieblichen Abläufe. Neben diesen „abstrakteren“ Themen, legt das Studienfach großen Wert auf die Hardware bezogene Informatik (deshalb Informationstechnik) und den damit einhergehenden Umgang mit den jeweiligen Systemen (z.B. Mikrocontroller, Rechnerarchitekturen). In den 3-monatigen Praxisphasen bei Collins Aerospace bekommen die Studierenden die Chance, das neu erlangte Wissen in der praktischen Anwendung an hoch entwickelten Flug-Computersystemen zu vertiefen und zu festigen. Hierbei tragen die Aufgaben im Unternehmen eine sehr gute „Doppelrolle“. Auf der einen Seite dürfen die Studierenden den Arbeitsalltag in der Software- Entwicklung kennenlernen und helfen, Innovationsprojekte für die Luft- und Raumfahrtbranche voranzutreiben, auf der anderen Seite bilden diese Projekte die Forschungsgrundlage für theoretisch wissenschaftliche Studienarbeiten an der DHBW, was die Aufgaben, während der theoretischen Lernphase, stark vereinfacht. MEIN WEG ZUM BERUF Nach meinem Abitur im Jahr 2022 und einem freiwilligen Wehrdienst im Informationstechnikbataillon 281 (Satellitenkommunikation), recherchierte ich aktiv nach Studiengängen der „Luft- und Raumfahrttechnik“ und der „Computer-Wissenschaften“. Ob dual oder klassisch, war in der ersten Betrachtung nicht von Belangen, bis ich auf Collins Aerospace aufmerksam wurde. Aufgrund der von Collins beworbenen Projekte und Tätigkeitsfeldern, war ich augenblicklich von der Firma beeindruckt, wobei mich vor allem der militärische Kontext ansprach. Die Chance, Luft- und Raumfahrt, Militär und Informationstechnik in einem Studiengang zu vereinen war für mich „die Nadel im Heuhaufen“. Diese passende Kombination vor dem Hintergrund der Innovation und Entwicklung, war der entscheidende Faktor, ein duales System zu präferieren und mich bei Collins Aerospace zu bewerben. MEINE ZIELE Langfristig strebe ich eine Entwicklung in Richtung Management mit strategischer Verantwortung an. Besonders wichtig ist mir hierbei in der Innovation tätig zu bleiben und die Entwicklung neuer Systeme zu leiten und steuernd zu unterstützen. Die Innovation finde ich so interessant und spannend, da sie es uns ermöglicht, jeden Tag etwas Neues zu lernen, zu entdecken, oder zu erfinden. Diese Begeisterung für „das Unentdeckte/ Neue“ möchte ich mir beruflich unbedingt beibehalten. Mir ist es außerdem wichtig, trotz beruflicher Ambitionen genügend Zeit für meine Familie zu haben und aktuelle, bzw. zukünftige private Verpflichtungen in Einklang mit meiner Arbeit zu halten. MEIN PLUS IM PRIVATLEBEN Aufgrund dessen, dass heutzutage kaum ein Haushalt ohne elektronische/ informationstechnische Bestandteile (z.B. Fernseher, Handy, SmartHome, etc.) existiert, bringt der fundierte Umgang mit eben diesen einen immensen Vorteil. Man versteht sein technisches Umfeld nicht nur besser, sondern kann es auch aktiv zum eigenen Vorteil „manipulieren“. So macht es viel Spaß, die im Studium erlernten Fähigkeiten auf Privatprojekte anwenden zu können: Für mich persönlich zeichnete sich dies bereits in der Entwicklung eigener Gitarren- Effekt Geräte, der Reparatur meines Schallplattenspielers und als nächstes einem eigenen, automatischen Bewässerungssystem für meinen Balkon aus. Außerdem spielt Zeitmanagement im Dualsystem eine große Rolle. Als „Intensivstudium“ ist das duale Studium sehr fordernd und verlangt über den Zeitraum von 3 Jahren durchgängige Aufmerksamkeit, was neben den fachspezifischen Fähigkeiten Erfahrungen in Zeitmanagement, Prozessplanung und Aufgaben-Priorisierung herausbildet. Dank des dualen Systems und der tatkräftigen Unterstützung von Collins Aerospace gelingt zudem der reibungslose Übergang vom Studium in die „Arbeitswelt“ angenehmer als in vielen anderen theoriefokussierten Studiengängen. INTERVIEW LUKAS WOLFGANG BLOCHMANN, 22 JAHRE DUALES STUDIUM - B. SC. INFORMATIONSTECHNIK 2. STUDIENJAHR, COLLINS AEROSPACE ÜBER DAS STUDIUM Der Studiengang „Informationstechnik“ (Bachelor of Science) folgt dem Dualprinzip, wobei theoretische Vorlesungen und praktische Arbeiten zu gleichen Teilen gelehrt und gefordert werden. Während der jeweils 3-monatigen Theoriephasen an der DHBW Mannheim, erlangen die Studierenden fundierte Kenntnisse in Programmierung, Netzwerktechnik, theoretischer Informatik und erweiterte Kenntnisse in der Mathematik. BARAN OKYAY LUKAS WOLFGANG BLOCHMANN 3
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