Klimagerechtes Bauen & Sanieren in Worms

1: Verwaltungsinterne Aktivitäten 2: Erneuerbare Energien 3: Energieeffizienz 4: Mobilität 5: Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit lz Die fünf Handlungsfelder im kommunalen Klimaschutz in Worms. |www.klik.worms.de Wie schneidet Worms bei den Energieverbräuchen und Treibhausgasemissionen ab? Bei einer Betrachtung der Endenergieverbräuche zwischen 2011 und 2021 können folgende Beobachtungen gemacht werden: Während der Endenergieverbrauch zwischen 2011 und 2016 in wenigen Jahren um fast zwei Drittel zugenommen hat, flacht der Verbrauch in 2017 und 2018 etwas ab und sinkt im Jahr 2019 erstmalig nach 2015. Die Jahre 2020 und 2021 zeigen einen Rückgang der Endenergieverbräuche auf ca. 4.200 GWh. Bei Betrachtung der einzelnen Verbrauchssektoren wird deutlich, in welchen Verhältnissen die einzelnen Sektoren zueinanderstehen und wie dominant und damit sehr einflussreich die Endenergieverbräuche des Sektors Industrie sind. Diese lassen sich mit der hohen regionalen Bedeutung des Wormser Industriestandorts ergeben, welche Worms über die Stadt hinaus zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort machen. Die Energieverbräuche in diesem Sektor unterliegen starken Schwankungen, welche mit den wirtschaftlichen Entwicklungen in diesem Bereich zusammenhängen. In den anderen vier Sektoren ist der Energieverbrauch kontinuierlich leicht zurückgegangen, zwischen 2011 und 2019 um ca.6%. die benötigte Energie sparsam eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass die Effizienz gesteigert wird. Zum Schluss wird darauf geschaut, wie der verbleibende Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden kann, also konsistent ist. Die Klimaziele wurden in fünf Handlungsfelder entlang des Energie-3-Sprungs übertragen und so nochmal 22 Teilziele identifiziert und 141 Maßnahmen identifiziert. Durch deren Umsetzung soll die Erreichung der Klimaziele in Worms ermöglicht werden. Die Maßnahmen basieren auf Ideen einer Online-Bürgerbeteiligung und wurden gemeinsam mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren in Arbeitsgruppen-Workshops ausgearbeitet. Die Erkenntnisse flossen in die Fortschreibung des Klimaschutz- und Energieeffizienzkonzeptes (KLIK²) ein. Dort werden vier zentrale Hebel identifiziert, mit denen die Stadtverwaltung den Klimaschutz in Worms vorantreiben kann. Ein Aspekt ist die Einsparung kommunaler Energieverbräuche sowie Nutzung der Vorbildfunktion der Verwaltung. Die Möglichkeiten reichen von der Anpassung der Beschaffungsstrategie, über die energetische Sanierung der kommunalen Gebäude bis zur Installation von Solaranlagen auf städtischen Gebäuden. Zweitens können die Infrastruktur und die Angebote angepasst werden, um energiesparende Verhaltensweisen zu ermöglichen. Hier zu erwähnen sind der städtische Busverkehr und der städtische Wohnungsbestand. Auch strukturelle und ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen können angepasst werden. Ein zentrales Projekt in dem Zusammenhang ist die kommunale Wärmeplanung. Abschließend hat die Stadt die Aufgabe, den Austausch in der Stadt voranzutreiben und die Menschen zu motivieren. Dazu zählen diverse Informationsveranstaltungen, Arbeitsgruppen-Treffen und runde Tische. 7

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