Marpingen ist eine idyllisch gelegene Wohngemeinde im nördlichen Saarland. Sie besteht aus den Gemeindebezirken Berschweiler, Alsweiler, Urexweiler und Marpingen, die 1974 zu einer Großgemeide verschmolzen sind. Die vier Nachbardörfer bilden aber nicht nur eine Einheit, ihre Initialen ergeben auch das Wort BAUM. Der Baum, zugleich Basis-Symbol des Logos, ist geradezu bezeichnend für eine Gemeinde, die am Rande des Naturparks Saar-Hunsrück liegt und auf rund 40 qkm Fläche ausgedehnte Grünflächen mit rund 800 ha Wald vorzuweisen hat. 7 Auf den zahlreichen Rad- und Wanderwegen mit traumhaften Aussichtspunkten lässt sich eine Landschaft voller Charme entdecken. Zugleich handelt es sich um ein historisch bedeutendes Gebiet, dessen Siedlungsspuren bis in keltische und römische Zeiten zurückreichen. Im späten 19. Jahrhundert wurde Marpingen von besonderen Ereignissen geprägt, die bis heute nachwirken: 1876 soll die Muttergottes drei Kindern im Marpinger Härtelwald erschienen sein. Das damals kleine Dorf stand bald landesweit im Ruf, ein „deutsches Lourdes“ zu sein. (Detaillierte Infos zu diesem Thema finden sich im Kapitel „Marienverehrungsstätte ‚Härtelwald‘“.) Mit rund 10.250 in vielen Vereinen engagierten Einwohnern ist Marpingen eine sehr lebendige Gemeinde. Das äußert sich nicht zuletzt in einem – auch für Touristen interessanten – regen Sport- und Kulturleben mit hohem Freizeitwert. Zu diesem Ruf hat auch der Segelflugplatz Marpingen beigetragen, der zweifellos eine Ausnahmestellung unter den Sportstätten der Gemeinde (u. a. Sporthallen, Rasenplätze, Hallenschwimmbad, Tennisplätze- und halle, Schützenhäuser sowie Reitplätze und eine Reithalle) einnimmt. Zugleich Landesleistungszentrum der Segelflieger, war er schon mehrmals Austragungsort von Landes- und Europameisterschaften. Touristisch bedeutsam ist der Flugplatz aber auch als Anbieter von Schnupperflügen für alle, die einmal in die Luft gehen und sich das waldreiche und hügelige, vor allem aber schöne Saarland aus der Vogelperspektive anschauen wollen. Den gewichtigen kulturellen Gegenpart zum Sport bilden sehr gute Orchester und Chöre, aber auch andere Vereine und Gruppen, die mit ungezählten aktiven Mitgliedern die Kultur und das Brauchtum ihrer Heimat auf vielfältige Weise pflegen: sei es nun beim Theaterspielen oder beim Karneval, der heimatkundlichen Forschung oder der Bewahrung von Traditionen und historischem Gut, dem Obst- und Gartenbau oder der Kleintier- und Bienenzucht. All diese Aktivitäten sind das Fundament für ein reichhaltiges kulturelles Leben, an dem sich auch die Gemeinde als Institution intensiv beteiligt, zum einen durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit den verschiedenen Vereinen, zum anderen durch eigene Angebote, darunter Fest-, Musik-, Kabarett- und Theaterveranstaltungen sowie Ausstellungen und Vorträge. Wie bei den Vereinen aus dem Sport- und Kulturbereich setzt auch hier das Engagement schon bei den Jüngsten an: Das Jugendbüro bietet ein ganzjähriges Kinder- und Jugendkulturprogramm, das neben Kreativkursen und Theateraufführungen auch Sportangebote enthält und durch die vielfältigen Freizeitmaßnahmen eines umfangreichen Ferienprogrammes ergänzt wird. DIE „B A U M-GEMEINDE“ IM SANKT WENDELER LAND STELLT SICH VOR
RkJQdWJsaXNoZXIy MTcxNzc3MQ==