13 Seit 2001 trägt die TERREX gGmbH zur Erforschung und Pflege keltischer und römischer Bodendenkmäler bei, insbesondere im Wareswald. Dort befand sich ein bedeutender gallorömischer Vicus mit Wohnhäusern, Badeanlagen, Tempeln und einem Gräberfeld. Die Ergebnisse der Grabungen, darunter Keramik, Schmuck und bronzene Gefäße, werden durch Führungen, Workshops und Grabungscamps erlebbar gemacht, was zur touristischen Entwicklung beiträgt. Der Ursprung von Marpingen, einziger „ingen“-Ort im Kreis St. Wendel, geht auf eine um das 5. Jahrhundert gegründete fränkische Siedlung zurück. In der Geschichte der Gemeinde wechselten die Dörfer wiederholt zwischen deutschen und französischen Herrschaftsgebieten. Diese Einflüsse prägten Kultur und Lebensart der Region. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wandelten sich die einst bäuerlichen Dörfer zunächst zu Bergmannsgemeinden und später zu gepflegten Wohnorten. Seit 1974 ist die Gemeinde Marpingen eine moderne Wohngemeinde mit wachsendem Tourismus, geprägt von einer lebendigen Kultur-, Sport- und Freizeitszene. Marpingen und seine Nachbarorte Alsweiler, Berschweiler und Urexweiler bil- den seit 1974 eine Einheitsgemeinde im Landkreis St. Wendel. Die Gemeinde liegt 255 – 442 Meter über dem Meeresspiegel und ist von etwa 800ha Wald umgeben. Eingebettet in die reizvolle Mittelgebirgslandschaft des Saar-Nahe-Berglandes mit dem markanten Schaumberg, sanften Hügeln und idyllischen Tälern, bietet Marpingen hohen Freizeitwert und ein historisch bedeutsames Umfeld. Vor- und frühgeschichtliche Funde wie keltische und römische Hügelgräber be- legen die frühe Besiedlung. Terrex Ausgrabungsstätte Römischer Vicus „Wareswald“ bei Alsweiler GESCHICHTE UND GEOGRAFISCHE LAGE ALS EINE BASIS DES HEUTIGEN TOURISMUS © Gemeinde Marpingen - Dana Hart
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