9 RÜCKERSHAUSEN Rückershausen wurde 879 unter der Herrschaft des Grafen Gebhard von Niederlahngau gegründet. Die Besitz- und Herrschaftsverhältnisse des Ortes wechselten im Laufe der Jahrhunderte mehrfach: zeitweise gehörte Rückershausen zu Nassau-Idstein, dann zu Nassau-Katzenelnbogen oder zu Nassau-Usingen. Um 1326 wurde unter der Herrschaft der Grafen von Katzenelnbogen die erste Kirche errichtet. Dabei handelte es sich um eine einfache Kapelle, die als Pfarrkirche der Hauptkirche in Kettenbach diente. Der Friedhof wurde rund um die Kirche angelegt. Im Jahr 1532 erhielt Rückershausen unter der Herrschaft von Nassau-Idstein das Marktrecht, das bis heute gepflegt und bewahrt wird. Der traditionelle Krammarkt findet jährlich Ende Oktober im Rahmen des „Rückershäuser Marktes“ statt. Von besonderer Bedeutung ist der Sauerwasserbrunnen. Bis ins 16. Jahrhundert wurde er – wie andere Mineralquellen in Nassau – als Schwalbrunnen bezeichnet. Später setzte sich der Name Sauerbrunnen durch. Die Herkunft der Bezeichnung ,,Antoniussprudel“ ist historisch nicht eindeutig nachvollziehbar. Heute finden Sie hier u. a:. Gastronomie, Unterkünfte, Arzt, Aartalradweg, Aarhöhenwanderweg, Skulpturenweg, Aar-Schleife „Aarway to heaven“ (Premiumwanderweg), Minigolf, Kelterei, Sauerwasserbrunnen „Antoniussprudel“ Einwohnerzahl: 774 PANROD Nach der Überlieferung des Kirberger Dekans und Pfarrers C. D. Vogel wurde Panrod erstmals im Jahr 888 urkundlich erwähnt. Der Ort war zunächst unter unterschiedlichen Namensformen bekannt, darunter Panroyde, Pannerod oder Rodde-Pannsti. Im laufe der Zeit setzte sich schließlich der heutige Name Panrod durch. Im Jahr 1321 wurde die bis heute erhaltene und architektonisch bedeutende Kirche des Ortes errichtet. Im nordöstlichen Teil der Gemeinde Aarbergen befindet sich der Ringwall „Altschloss“. Er liegt etwa 1,5 Kilometer nördlich von Panrod im Rudolfswald des Hintertaunus. In unmittelbarer Nähe entspringt der Seelbach. Aufgrund seiner baulichen Merkmale wird der Ringwall vermutlich in die Zeit vom 8. bis 10. Jahrhundert datiert. Genauere Erkenntnisse fehlen jedoch, da urkundliche Erwähnungen nicht überliefert sind. Heute finden Sie hier u. a.: Naturlehrpfad, Ringwall Altschloss ist in den Naturlehrpfad Palmbachtal integriert und mit einer Schautafel versehen, Skulpturenweg Einwohnerzahl: 636 DAISBACH Im Jahr 879 bildeten die Orte Daisbach, Kettenbach und Hausen ein sogenanntes Eigen- oder Hubengericht. An der Stelle, an der der Daisbach die zum Gericht gehörende Markung durchfloss oder einst begrenzte, befindet sich heute eines der beeindruckendsten Fachwerkensembles des RheingauTaunus-Kreises: die katholische Pfarrkirche St. Josef mit dem angrenzenden Pfarrhaus in Daisbach. Die Kirche ist die einzige katholische Fachwerkkirche Hessens. Das Gebäude wurde ursprünglich 1677 als Wohn- und Amtshaus errichtet, jedoch bereits kurz darauf für Gottesdienste genutzt. Im Laufe der Zeit wurden Chor und Turm angebaut und das Bauwerk zur Pfarrkirche erweitert. Um 1860 veränderte sich das bis dahin idyllisch geprägte Dorfleben durch die Erschließung eines Silbervorkommens. Die heutige Straße „Am Silberberg“ erinnert noch an diese Phase. Die neu erschlossene Grube wurde unter dem Namen „Haus Nassau“ in das Bergregister eingetragen. Nachdem die Ergiebigkeit des Vorkommens nachließ, wurde der Bergbau 1879 eingestellt. Heute finden Sie hier u. a.: Gastronomie, Skulpturenweg, Katholische Fachwerkkirche Daisbach Einwohnerzahl: 455 Blick auf Michelbach Skulptur „Zwei Stelen“ in Panrod Ehrenmahl in Hausen
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