Archäologiemuseum Hagen – Wasserschloss Werdringen Das Archäologiemuseum Hagen – Wasserschloss Werdringen liegt im Hagener Stadtteil Vorhalle im Ruhrtal am Fuße des sagenumwobenen Kaisbergs. Der frühere Adelssitz aus dem 13. Jahrhundert ist von einer einzigartigen Natur- und Geschichtslandschaft umgeben. In der näheren Umgebung der Burganlage befinden sich zahlreiche paläontologische, archäologische und historische Denkmäler. Seit über 200 Jahren zählt der Raum Hagen zu den wichtigsten Fundlandschaften in Deutschland. Die Geschichte der umfangreichen Sammlungen des Museums reicht bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück. Einige Funde sind für die Paläontologie und Archäologie auch international bedeutend. In der Ausstellung werden archäologische und paläontologische Funde aus der Region präsentiert. Die Schausammlung enthält unter anderem die ältesten Fossilien in Westfalen, frühe Landpflanzen aus dem Mitteldevon an Volme und Lenne, riesige Ur-Insekten aus dem Oberkarbon in Hagen und Dinosaurier aus der Kreidezeit im Sauerland. Das Museum zeigt die bislang ältesten Überreste von modernen Menschen aus der Nacheiszeit in Europa. Sie sind über 11.000 Jahre alt und wurden in der Blätterhöhle in Hagen entdeckt. Schloss Hohenlimburg Allein der Ausblick von der einzigen erhaltenen Höhenburg Westfalens ist eine Reise wert. Schon von weitem ist das Schloss Hohenlimburg, das 1242 als Sitz der Grafen von Isenberg-Limburg erstmals urkundlich erwähnt wurde, sichtbar. Das Museum im neuen Palais des Schlosses zeigt Exponate zur fürstlichen Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts und zur Geschichte des Schlosses. LWL-Freilichtmuseum Hagen: Ein Tal voller Handwerk und Technik Das LWL-Freilichtmuseum Hagen ist das ideale Ausflugsziel für alle, die Handwerk, Technik und Geschichte hautnah erleben wollen. Über 60 historische Werkstätten laden dazu ein, in die Welt alter Handwerksberufe einzutauchen und alte Fertigungstechniken live in Vorführungen zu entdecken – von der Schmiedekunst und Seilherstellung bis zum traditionellen Drucken. Im LWL-Freilichtmuseum Hagen verbindet sich sinnliche Erfahrung mit Wissensgewinn. Das Museum bietet Einblicke in Handwerk und Technik des 18. und 19. Jahrhunderts – live von Handwerkerinnen und Handwerkern vorgeführt. In den Fachwerkhäusern gibt es verschiedene Gewerke zu entdecken. Von Eisen zu Papier, über Holz, Fasern und Lebensmittel sind viele verschiedene Werkstätten im Museum originalgetreu wiederaufgebaut. In den rund 70 Werkstätten wird vor den Augen der Besuchenden geschmiedet, gehämmert, gefeilt, geformt, gekurbelt, gebacken, gedruckt oder gebraut. Sie werden Zeugen der Produktion von Seilen, Papier, Nägeln, Zigarren und Brot und lernen vergessene Arbeitstechniken kennen. Vor Ort lässt sich beobachten, wie unter der Esse innerhalb der Häuser das Schmiedefeuer lodert oder sich am Bach das Wasserrad dreht, um eine Maschine anzutreiben. Jedes Jahr zeigen die Sonderausstellungen eine neue Facette des Handwerks im Ausstellungsgebäude, zum Beispiel Fotodokumentationen von modernen Handwerksberufen oder Stationen im Gelände zu einem ausgewählten Thema. Neben spannender Geschichte können Interessierte bei einem Besuch die Natur erkunden, ein leckeres westfälisches Gericht im Restaurant oder den berühmten Stuten probieren und Zeit mit ihren Lieben verbringen. Für Schulen, Gruppen und Vereine bietet das LWL-Freilichtmuseum Hagen anschauliche Führungen und fesselnde Erlebnisprogramme – denn Handwerk ist nicht von gestern! Neben handwerklichen Einblicken gibt es viele Veranstaltungen, die das Museum von einer ganz anderen Seite zeigen. Ob Treckertreffen oder Oldtimer-Tag, ob Herbstfest oder Weihnachtsmarkt – hier ist für alle etwas dabei. Musik in Hagen „Kierkegaard und Schopenhauer hatten beide recht, zwangsläufig und auf die Dauer endet vieles schlecht. Doch man muss auch sagen, dass das Leben sich nicht ziert, in Wirklichkeit ist ALLES drin und das wird krass serviert.“ Bewusst oder nicht – diese Zeilen aus dem 2005 erschienenen „Extrabreit“-Song „Süchtig“ bringen den Geist der Neuen Deutschen Welle auf den Punkt. Kurz, rau, und intensiv schwappte die Welle über Hagen hinweg. Doch schon Ende der 1970er Jahre, als Punk und New Wave die etablierte Rockmusik ablösten, gingen von der Hagener Musikszene so viele Impulse aus, dass Hagen Anfang der 1980er Jahre als deutsches Liverpool galt. 2018 – 40 Jahre nach den Glanzstunden der Hagener Musikgeschichte – holte das von ganz unterschiedlichen Akteuren veranstaltete Musik- und Kulturfestival „HAGEN POPSTAR GLÜCK“ die Aufbruchsstimmung dieser Zeit zurück an die Volme, rein ins Museum und rauf auf die Bühne. Aber auch heute wird das kulturelle Leben in der Volmestadt durch eine überaus rege Musikszene geprägt. Zahlreiche Chöre, Gesangsvereine, Bands und Musikinitiativen decken das ganze musikalische Spektrum von Klassik bis zur Volksmusik, von Jazz bis Pop, von Rock bis Punk ab. Klangvolle Namen wie „Extrabreit“, „Grobschnitt“ und „Nena“ stehen noch immer für „Musik made in Hagen“. Literatur aus Hagen Auch der 1979 verstorbene große deutsche Dichter Ernst Meister, zu dessen Ehren seit 1981 der Ernst-Meister-Preis verliehen wird, war ein Sohn der Stadt. Nicht zu vergessen ist ferner Herbert Reinecker, der ungekrönte König unter den deutschen Kriminalautoren, aus dessen Feder TV-Dauerbrenner wie „Der Kommissar“ und „Derrick“ stammen. Auch im Winter einen Besuch wert: das Freilichtmuseum Hagen. 19
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