Informationsbroschüre Gemeinde Hüttenberg

6 13. und 14 Jh. Ursprünglich gehörte der Hüttenberg zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Gleiberg. Nach deren Aussterben im späten 12. Jahrhundert wurde der Besitz unter den Erbtöchtern aufgeteilt. Der große und einträgliche Hüttenberg blieb jedoch ungeteilt und wurde fortan von den Erben, den Pfalzgrafen von Tübingen und den Herren von Merenberg gemeinsam verwaltet. Als letztere sich 1246 die Gerichtsbarkeit über den Bezirk bestätigen ließen, wurde der Name „Hüttenberg“ erstmals urkundlich erwähnt. 1265 gelangte der Hüttenberg an die Landgrafen von Hessen und 1333 an die Grafen von Nassau, die ihn nun 400 Jahre lang gemeinsam besaßen und verwalteten. 18. Jh. Steuern und Zölle wurden geteilt, die Gerichtsbarkeit und die Aufsicht über die kirchlichen Angelegenheiten gemeinsam ausgeübt. Da es darüber immer wieder zu Spannungen zwischen den beiden Herrscherhäusern kam, wurde der Hüttenberg 1703 endgültig aufgeteilt. Alle heute zur Gemeinde Hüttenberg gehörenden Dörfer wurden nun ganz nassauisch. 19. Jh. Auf dem Wiener Kongress 1815 trat das Fürstentum NassauWeilburg in Tauschverträgen seine Hüttenberger Gebiete an das Königreich Preußen ab, die danach in den neu gegründeten Kreis Wetzlar und mit diesem in die preußische Rheinprovinz eingegliedert wurden. 20. Jh. 1945 wurde Preußen von den Siegermächten aufgelöst und der Landkreis Wetzlar kam zum neu gegründeten Bundesland Hessen. Nach zahlreichen vorläufigen Zusammenschlüssen ab dem Jahr 1968 besteht die Gemeinde Hüttenberg seit dem 1. Januar 1977 aus den ehemaligen Dörfern Hörnsheim und Hochelheim (heute Ortsteil Hüttenberg), Klein- und Großrechtenbach (heute Ortsteil Rechtenbach), Weidenhausen, Volpertshausen, Vollnkirchen und Reiskirchen, die alle durch ihren eigenen Charakter und ihre engagierten Bürgerinnen und Bürger geprägt sind. Einen kleinen Einblick in die Besonderheiten dieser Dörfer vermitteln Ihnen die nächsten Seiten.

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