Informationsbroschüre Gemeinde Hüttenberg

10 Seinen ursprünglichen Charakter hat das schon im 9. Jahrhundert erstmals erwähnte Hochelheim nicht verloren. Viele alte Fachwerkgehöfte mit den für Hüttenberg typischen Torhäusern säumen heute noch die lange Hauptstraße. Dabei kommt dem 1560 errichteten „Steinernen Haus“ eine besondere Bedeutung zu. Das Zunftschild an der Fassade erzählt davon, dass in Hochelheim einmal der Mittelpunkt des Zunftwesens im Hüttenberg war. Hochelheim Mit viel schlechteren Böden als die Hörnsheimer mussten sich früher die Einwohner von Hochelheim abfinden. Ausplünderungen durch durchziehende Heere und ungünstige klimatische Bedingungen trugen dazu bei, dass die Hochelheimer am Beginn des 19. Jahrhunderts unter großer Armut litten. Sie nahmen ihr Schicksal nicht einfach hin, sondern begannen, ihre landwirtschaftlichen Produkte auf den umliegenden Märkten, bis hin nach Frankfurt und Offenbach, später bis ins Ruhrgebiet, zu verkaufen. In den 1930er Jahren wurden in Hochelheim über 200 Wandergewerbescheine ausgestellt. Den größten Umsatz erzielte dabei der selbst hergestellte Käse aus Magerquark, der bald als „Hüttenberger Handkäse“ berühmt wurde. Über 20 Käsereien gab es einmal in Hochelheim, von denen heute noch zwei in Betrieb sind. Aus dem einst armen Bauerndorf entwickelte sich so ein attraktiver Wohnort mit vielen Gewerbebetrieben am Ortsrand und zahlreichen Geschäften entlang der Hauptstraße. Hörnsheim Hochelheim Hüttenberg

RkJQdWJsaXNoZXIy MTcxNzc3MQ==