Bauen und modernisieren in Marburg

Unvermeidbare Beeinträchtigungen sollen durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden, in vielen Situationen können Eingriffe in die Umwelt und die natürlichen Lebensgrundlagen sogar untersagt werden. Bauen kann in einer durch den Menschen umgestalteten Umwelt auch dazu dienen, Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes zu begrenzen, die Lebensbedingungen für den Menschen zu verbessern oder den Verbrauch begrenzt vorhandener, nicht erneuerbarer Ressourcen zu vermindern. Allgemein bekannte Beispiele hierfür sind: » der Bau von Krötentunneln unter Straßen, welche naturnahe Lebensräume durchtrennen, » lärmmindernde Maßnahmen in Form von :lQGHQ (UGZlOOHQ XQG %HSÀDQ]XQJHQ zwischen Straßen und Wohngebieten, » die Wärmedämmung von Wohnungen » und anderen Aufenthaltsräumen. Die Baubehörden haben u.a. die Aufgabe, darüber zu wachen, dass beim Bauen und bei der Benutzung von Gebäuden und Anlagen die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Umwelt eingehalten werden. Zunehmend größere Bedeutung erlangt dabei die Beratung der mit Bauen befassten Bürger*innen, Planer*innen und Städte. Nicht alles ist nämlich gesetzlich geregelt. Wer bauen, sanieren oder renovieren will, hat einen beträchtlichen Gestaltungsspielraum. Bei Beachtung anerkannter Grundsätze des ökologischen Bauens kann jeder dazu beitragen, auf die natürliche Umwelt besondere Rücksicht zu nehmen. Besonders erwähnt werden muss auch die Tatsache, dass Folgeschäden des Bauens z.T. erst im Laufe der Jahrzehnte oder noch später auftreten, dann nämlich, wenn die verwendeten, nicht umweltverträglichen Baustoffe ihre schädlichen Bestandteile an Luft, Wasser oder Boden nach und nach abgeben oder nach einem Abriss deponiert werden müssen. Wesentliche Aspekte des ökologischen Bauens sind: » Bebauung möglichst kleiner Grundstücke oder hohe bauliche Ausnutzung von Grundstücken und damit Minimierung der Zersiedlung von Natur und Landschaft. » Sanierung vorhandener Bausubstanz, z.B. auch Nutzung nicht mehr benötigter landwirtschaftlicher oder gewerblicher Gebäude zum Wohnen. » Vermeidung von Luftverschmutzungen durch Verwendung umweltfreundlicher Energieformen beim Heizen: Rund 30% der Luftverschmutzung entsteht durch Abluft. Bei der Auswahl des Baumaterials sollte auf optimale Wärmedämmfähigkeit und Diffusionsverhalten geachtet werden. » Berücksichtigung der Auswirkung von Licht und Farbe auf das seelische und N|USHUOLFKH :RKOEH¿QGHQ GDV QDWUOLFKH XQJH¿OWHUWH 6RQQHQOLFKW VSLHOW dabei eine wichtige Rolle. » 2IIHQSRULJH 2EHUÀlFKHQ GHU 5DXPabschlüsse wirken sich günstig auf die Diffusion und den Raumschall aus. » Möglichst Verwendung von mineralischen Farben und Kalkputzen. » Vermeidung von elektrischen und elektromagnetischen Feldern, besonders im Schlafbereich. » Bei Hauseinrichtung und Möblierung sollte Naturstoffen der Vorzug gegeben werden. » +lXVOLFKHV :RKOEH¿QGHQ K|UW QLFKW an den Außenwänden auf, auch die Gestaltung des Gebäudeäußeren, des Grundstücks, des Straßenraumes und des Dorfes wirkt sich auf das :RKOEH¿QGHQ ZHVHQWOLFK DXV 63 Øè÷ðûìó * Bauen, Artenschutz und Natur

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