Bauen und modernisieren in Marburg

Im Auge behalten sollte man aber die Stromkosten einer solchen Anlage, bei weiter steigenden Preisen ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, und die tatsächliche Kohlendioxid-Bilanz, die sich durch den Stromverbrauch der Wärmepumpe unter Umständen nicht mehr ganz so positiv darstellt. Kraft-Wärme-Kopplung Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine hoch HI¿]LHQWH /|VXQJ ]XU (QHUJLHHU]HXJXQJ EHL der während der Erzeugung von Strom gleichzeitig nutzbare Abwärme für Heizzwecke oder für Produktionsprozesse entsteht. KWK-Anlagen können mit: » fossilen Energien wie Steinkohle, Braunkohle, Erdgas und Heizöl » aber auch erneuerbaren Energien wie Biogas, Klärgas, Deponiegas, 3ÀDQ]HQ|O +RO] 3HOOHWV %LRHWKDQRO Solarthermie und Geothermie betrieben werden. Die Abgabe von ungenutzter Abwärme an die Umgebung wird dabei weitestgehend vermieden, der Brennstoffbedarf ist stark verringert. In Ein- und Mehrfamilienhäusern, Betrieben und im Siedlungsbau kommen inzwischen verstärkt Blockheizkraftwerke (BHKW) zum Einsatz, auch Mini- oder Mikro-KWK genannt. Staatliche Förderung durch das KraftWärme-Kopplungsgesetz (KWKG) bzw. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sollen den Ausbau der KWK-Nutzung weiter beschleunigen. Biogasanlagen In Biogasanlagen wird brennbares Gas durch die Vergärung von Biomasse unterschiedlicher Herkunft hergestellt, das dann zur Stromerzeugung und zum Betrieb von Fahrzeugen genutzt oder aber ins Gasversorgungsnetz eingespeist werden kann. Werden Reststoffe wie Mist, Gülle, Klärschlamm, Bioabfall oder Speisereste vergoren, ist der ökologische Nutzen unbestritten. Starke ökologische Bedenken gibt es allerdings hinsichtlich der Nachhaltigkeit bei der Vergärung von speziell angebauten (QHUJLHSÀDQ]HQ $XFK GLH %LRJDVQXW]XQJ wird durch das Erneuerbare-EnergienGesetz (EEG) unterstützt und hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. © maho - AdobeStock.com Holz oder Holzpellets Wärme, die nachwächst, erzielt man durch den Einsatz des Brennstoffs Holz, der eine preisgünstige und zugleich umweltschonende Alternative zu fossilen Brennstoffen darstellt. Diese nachwachsende Biomasse aus dem Wald trägt nicht zur Erderwärmung bei, denn bei der Verbrennung wird nur soviel Kohlendioxid freigesetzt wie der Baum während seiner Wachstumsphasen aufgenommen hat. Ein zu Stäbchen gepresstes Brennmaterial aus Holzabfällen sind Holzpellets, die in speziell dafür konstruierten, wasserführenden Pelletheizungen verfeuert werden. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus werden jährlich etwa fünf Tonnen Pellets benötigt, GLH HUIRUGHUOLFKH /DJHUÀlFKH KLHUIU XPfasst etwa fünf qm. Bei einer vollautomatischen Holzpellet-Heizung transportiert eine automatische Förderschnecke die Pellets in den Brenner. Rückstände bei der Verbrennung fallen kaum an, der Reststaub lässt sich problemlos über den Kompost entsorgen. Alternativ dazu kann auch ein wasserführender Kaminofen mit Scheitholz zum Einsatz kommen. Die Kombination mit einer solarthermischen Anlage ist dabei empfehlenswert. 23 Øè÷ðûìó $ Ökologische Belange

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