Bauen und modernisieren in Marburg

Die Platzierung der Kollektoren erfolgt in den meisten Fällen auf dem Dach (inzwischen gibt es auch Kollektoren in Dachpfannenform) oder an Fassaden, ausgerichtet nach Süden. In früheren Zeiten installierte man die Kollektoren in einer festen Verankerung. Mittlerweile aber sind bewegliche Systeme im Handel, die sich in Sonnenrichtung führen lassen. Bei der Warmwasserbereitung mittels Solarthermie reicht die gewonnene Hitze bei Nutzung RSWLPDO NRPELQLHUWHU .ROOHNWRUÀlFKH XQG Wasserspeichervolumen aus, um einen mitteleuropäischen Haushalt über weite Teile des Jahres mit Warmwasser zu versorgen. In Verbindung mit einem wasserführenden Holzpellet-Heizkessel oder einem wasserführenden Kaminofen ist bei guter Dämmung die umweltfreundliche und sichere Warmwasserversorgung, aber auch die Gebäudebeheizung während des gesamten Jahres garantiert. Die Investitionen in eine Solarthermie-Anlage amortisieren sich nach etwa 10 bis 14 Jahren. Passiv wird die Sonnenenergie genutzt, indem ein Gebäude direkt durch Sonneneinstrahlung erwärmt wird, das bedeutet, GLH )HQVWHUÀlFKHQ VLQG HQWVSUHFKHQG ausgerichtet oder die äußere Dämmschicht ist durchlässig für die Sonneneinstrahlung. Auch mit einem durchdacht angebauten Wintergarten lässt sich ein Haus erwärmen. Investieren die Hauseigentümer*innen in die solare Stromerzeugung, die Photovoltaik, werden sie quasi zu Kraftwerksbesitzer*innen. Die Strahlungsenergie der Sonne wird direkt in elektrische Energie umgewandelt. Speist man den Überschuss ins öffentliche Stromnetz, erhält man von seinem Stromversorger eine garantierte Vergütung auf Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage amortisieren sich nach heutigem Kenntnisstand nach etwa 10 bis 15 Jahren. Es ist zu beachten, dass bei der Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach auch Belange des Artenschutzes beachtet werden müssen. Bei Fragen können Sie sich an die Untere Naturschutzbehörde (s.a. Bauen, Artenschutz und Natur) wenden: www.marburg.de/ naturschutz Geothermie/Erdwärme Geothermie zählt zu den bedeutendsten und gleichzeitig innovativen regenerativen Energien. Nach mittlerweile etwa 30 Jahren der Nutzung von Wärmepumpenheizungen gelten diese als technisch ausgereift und zuverlässig. Es wird unterschieden ]ZLVFKHQ REHUÀlFKHQQDKHU (UGZlUmenutzung (in bis zu 400 m Tiefe) und Tiefengeothermie. Im Erdreich herrschen in Tiefen zwischen 70 m bis 120 m konstant hohe Temperaturen. Auch in mitteleuropäischen Breiten ist es möglich, aufgrund des hohen Temperaturniveaus das ganze Jahr über Energie aus Erdwärme zu beziehen. Durch ein in die Tiefe gebohrtes Loch wird 2°C kaltes, mit Frostschutzmittel versehenes, Wasser eingeleitet. Dieses erwärmt sich durch die Grundwasser-Temperatur auf ca. 11°C und ÀLH‰W ]X HLQHU HOHNWULVFK EHWULHEHQHQ Wärmepumpe, wo es sich aufgrund der Temperaturunterschiede auf etwa 30°C erwärmt. Auf diese Weise kann der Nutzer bis zu 50% an Energiekosten sparen. Vorteile sind der geringe Platzbedarf, niedrige Betriebskosten, hoher Komfort durch Automatisierung und der geringe Ausstoß von Kohlendioxid. Besonders günstig lässt sich Erdwärme mit einem Anschluss an Nah- oder Fernwärmenetze nutzen. 22 Øè÷ðûìó $ Ökologische Belange

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