Infrastrukturell sind wir ebenfalls gut aufgestellt. Die Kinderbetreuung ist gut ausgebaut und das Bildungsangebot reicht von vier Grundschulen mit OGSBetrieb bis zu unseren erfolgreichen weiterführenden Schulen: der Realschule und dem WidukindGymnasium. Beide Schulen genießen weit über Enger hinaus einen hervorragenden Ruf, worüber wir als Schulträger sehr erfreut und auch etwas stolz sind. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Musikschule Enger Spenge und unsere Stadtbücherei. Drei Museen – zwei davon in Vereinsregie – bereichern das kulturelle Leben zusätzlich. Außerdem verfügt Enger neben den Sportplätzen und -hallen, die für den Schul- und Vereinssport genutzt werden, über eine Skatanlage, einen Pumptrack und das Gartenhallenbad. Der Sportpark mit seinen vielfältigen Angeboten und weitere kommerzielle Anbieter in der Fitness- und Gesundheitsbranche runden die Angebote für Sport- und Bewegungsbegeisterte ab. Seit Jahren wächst die Einwohnerzahl der Widukindstadt – das spricht, denke ich, ganz klar für uns und unsere Stadt. MIT DEM BÜRGERMEISTER Enger trägt offiziell den Titel „Widukindstadt“. Auf wen geht dieser Name zurück – und welche Rolle spielt diese historische Figur heute? Das Land NRW hat Enger das Recht verliehen, den Titel „Widukindstadt“ zu führen. Doch der Name ist weit mehr als ein Zusatz auf Ortsschildern oder Briefköpfen. Der sächsische Herzog Widukind, der sich als Gegenspieler Karls des Großen in langen und zähen Auseinandersetzungen behauptete und den Frankenkönig und ersten Westeuropäischen Kaiser schließlich seinen Taufpaten nennen konnte, prägt Enger seit über 1250 Jahren wie kaum eine andere Persönlichkeit. Insbesondere im Widukind-Museum und anlässlich des beliebten Timpkenfestes Anfang Januar wird sein Andenken lebendig gehalten. Seine mutmaßliche Grabstätte in der Stiftskirche verleiht dem Ort seit jeher besondere Bedeutung. Welche Ziele verfolgen Sie für die zukünftige Entwicklung der Stadt? Unser Anspruch ist, die Attraktivität der Widukindstadt für alle Generationen zu erhalten und weiter auszubauen – trotz knapper Kassen. Die Bedürfnisse junger Familien sind dabei ebenso wichtig wie die Anforderungen einer wachsenden älteren Bevölkerung. Gute Kinderbetreuung, ärztliche Versorgung, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und die Unterstützung der vielfältigen Vereinsarbeit gehören für mich untrennbar dazu. Natürlich gibt es auch konkrete Projekte. Ein wesentlicher Baustein ist unser integriertes, städtebauliches Entwicklungskonzept -ISEK-, bekannt unter #EngersZukunftBauen. Viele Maßnahmen zur Aufwertung unserer lebendigen Innenstadt wurden in früheren Jahren bereits umgesetzt, weitere folgen aktuell in mehreren Bauabschnitten. Ziel ist, den innerstädtischen Bereich durch mehr Grün, Aufenthaltsqualität, Barriere-Armut und moderne Infrastruktur nachhaltig aufzuwerten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Stärkung Engers als Wirtschaftsstandort. Dazu gehören ein enger Austausch mit den Unternehmen, attraktive Standortfaktoren und ein aktives Vermittlungsmanagement für Geschäftsimmobilien auch durch die Verwaltung. Es gilt, am Ball zu bleiben und durch Weiterentwicklung eine Konstante zu schaffen, um die Widukindstadt weiterhin so lebens- und liebenswert zu erhalten, wie sie ist. Viele Grüße, Ihr Stefan Böske Bürgermeister 03
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