1465 Mit der zunehmenden Vormachtstellung der „Muckerwitze“ war der Niedergang des Geschlechtes der „Hase von Kufstein“ besiegelt. Die „Hasenburg“ wurde völlig zerstört und das Hasengeschlecht des Landes verwiesen. 1648 Im Dreißigjährigen Krieg wurde Torgelow völlig zerstört und war menschenleer. 1660 Die Wiederbesiedlung erfolgte unter schwedischem Besitz mit Schweden, Finnen und Livländern. 1753 Mittlerweile in preußischem Besitz, begann für Torgelow, mit der Kabinettsorder Friedrich II. zum Bau eines „Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerkes“ die eigentliche Geschichte des Industriedorfes. In den Ueckerniederungen wurde der Rohstoff Raseneisenerz entdeckt, der als Grundlage für die Waffenproduktion des Preußischen Staates von Interesse war. 1756 war der Bau des Eisenhüttenwerkes abgeschlossen; innerhalb der nächsten 100 Jahre wuchs die Einwohnerzahl von 250 auf 5000. 1862 wurde das Hüttenwerk an den Berliner Gelbgießer Theodor Vollgold verkauft. In den Folgejahren entstanden weitere Eisengießereien. In diesem Zusammenhang entwickelte sich auch die Infrastruktur schwungartig. 1884 wurde u.a. der Bau der evangelischen Kirche abgeschlossen und die Eisenbahnstrecke von Jatznick nach Torgelow in Betrieb genommen. 1887 erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Torgelow. 1900 Um die Jahrhundertwende gab es in Torgelow 14 Eisengießereien und 4 Sägewerke. Der Ort zählte nun 5.800 Einwohner. 1928 wurde die Pestalozzi-Knabenschule, als damals modernster Schulbau Pommerns, feierlich eingeweiht. 1934 wurden in Torgelow ein Rüstungsbetrieb und eine Munitionsanstalt gebaut, die bis zum Ende des 2. Weltkrieges bestanden. 1945 Mit Ende des Krieges wird Torgelow zum 01.06. zur Stadt erklärt. 1950 Von der DDR-Planwirtschaft profitierte Torgelow zunächst spürbar. Der Volkseigene Betrieb Gießerei- und Maschinenbau Torgelow beschäftigte Mitte der 80er Jahre fast 2.000 Mitarbeiter und auch andere Firmen, wie z.B. das örtliche Polstermöbelwerk oder der Medizinmöbelhersteller Torgelow, hielten zahlreiche Arbeitskräfte in Lohn und Brot. Die Einwohnerzahl Torgelows wuchs auf unglaubliche 12.500. Es entstanden ein städtisches Schwimmbad, eine Bibliothek, ein Heimatmuseum und ein großes Sportstadion. In dieser Zeit existierten fünf Schulen in der Stadt, darunter auch die durch den Landkreis betriebene Erweiterte Oberschule, das spätere Kopernikus-Gymnasium. Es gab eine Vielzahl an Kindergärten, zwei Schülerfreizeiteinrichtungen, ein Kino und eine Kaufmännische Berufsschule und vieles mehr. 8
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