Ausgabe 2026/2027 ZWISCHEN FIENER BRUCH UND HOHEM FLÄMING
Für Sie vor Ort Weinert Mo. – Sa. 7 –20 Uhr IMMER NAH, GUT & FRISCH! Weinbergstraße 15, 14828 Görzke
Das Amt Ziesar ist mit ca. 270 km2 und rund 6.100 Einwohner ein sehr ländlich geprägter Bereich und besteht aus sechs eigenständigen Kommunen. Landschaftlich reizvoll eingebettet zwischen Fiener Bruch und Fläming bieten die Kommunen viele große und kleine Sehenswürdigkeiten und geschichtsträchtige Orte, auf die wir Sie gerne aufmerksam machen wollen. Die Stadt Ziesar als prägender Ort der Christianisierung der Mark Brandenburg hat mit dem ehemaligen Bischofssitz in der Burg Ziesar und dem historischen Stadtkern mit vielen liebevoll restaurierten Häusern einige Anlaufpunkte. Viele Tipps zu Ziesar und den Gemeinden kann Ihnen die Tourismusinformation geben, welche Sie in der Burg Ziesar finden. Görzke als Töpferort mit einer langen Geschichte und einigen nicht vermuteten Überraschungen bietet Ihnen neben dem Handwerkerhof mit seinen Ausstellungen, einem angrenzenden Freibad auch die Fundamentreste einer frühen slawischen Rundburg. Viele noch familiär geführte Gasthäuser bieten Ihnen mit guter bürgerlicher Küche vielfach die Köstlichkeiten der Region an. Dazu gehören neben den Forellen und Saiblingen aus unseren Teichanlagen auch Wild- und Fleischgerichte von Tieren aus der Region. Natürlich bekommt man auch vor Ort angebautes und verarbeitetes Obst und Gemüse. Um dem Zivilisationsstress zu entkommen, muss man im Amt nicht viel tun, einfach das Auto einmal stehenlassen und die Natur zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken. Gesellschaftlich wird in den Orten viel auf die Beine gestellt. So gibt es Theater- und Musikveranstaltungen, Ortsfeste und auch das Brauchtum kommt nicht zu kurz. Dies kann jedoch nur durch unsere engagierten Vereine und ansässigen Unternehmen gewährleistet werden. Das spiegelt sich auch in der Unterstützung für diese Broschüre wider, daher hier meinen ausdrücklichen Dank dafür. Ich wünsche Ihnen, Ihren Freunden und Familien eine wunderschöne Zeit im Amtsgebiet und freue mich auf ein Wiedersehen. Lesen Sie die folgenden Seiten, auf denen Sie noch viel mehr über unsere Orte erfahren können. So verbleibe ich mit den besten Wünschen Ihr Amtsdirektor Karsten Gericke HERZLICH WILLKOMMEN IM AMT ZIESAR, mit den folgenden Seiten der Broschüre möchten wir Ihnen, den Bürgern des Amtes und den Besuchern, die Schönheiten in unseren Orten vorstellen. © Stefan Urmersbach - AdobeStock.com 3 Grußwort
4 Anzeigen Pflegewohnhaus Ziesar Sozialstation Ziesar Im Blick haben wir Ihre Persönlichkeit, Sicherheit und Lebensfreude Breiter Weg 13 14793 Ziesar Tel. 033830 129090 soz.ziesar@pro-seniorenpflege.de Frauentor 23 · 14793 Ziesar Pflegedienstleiterin Tel. 033830 67217 Einrichtungsleiterin Tel. 033830 67101 haus.ziesar@pro-seniorenpflege.de Soziale Dienste & Einrichtungen
INHALT 15 Gemeinde Wollin und Brückermark 16 Gemeinde Buckautal mit den Ortsteilen Buckau, Dretzen und Steinberg 19 Gemeinde Gräben mit Dahlen und Rottstock 20 Gemeinde Görzke mit Hohenlobbese und Wutzow 23 Jung und Alt 25 Der Kultur- und Heimatverein der Stadt Ziesar 26 Handwerk in der Stadt und den Dörfern 3 Grußwort 5 Inhaltsverzeichnis/ Impressum 7 Das Amt Ziesar 7 1.075 Jahre Ziesar – Stadt mit historischem Stadtkern 8 Die Stadt bei der Burg 9 Die Burg bei der Stadt 10 Stadt Ziesar » Ortsteil Bücknitz » Ortsteil Köpernitz » Ortsteil Glienecke mit Grebs 12 Gemeinde Wenzlow mit den Ortsteilen Grüningen und Boecke Herausgeber: BVB-Verlagsgesellschaft mbH © BVB-Verlagsgesellschaft mbH, 2026 Titelbild: © Holger Schlimm Alle Angaben nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr oder Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit. Irrtümer vorbehalten. Titel, Umschlaggestaltung, Fotos, Kartographien sowie Art und Anordnung des Inhalts sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck – auch auszugsweise – ist nicht gestattet. Alle Rechte vorbehalten. In unserem Verlag erscheinen unter anderem Informationsbroschüren aller Art, Wirtschafts- und Gesundheitsmagazine, Firmenbroschüren sowie Faltpläne und sonstige kartographische Erzeugnisse. Das verwendete Papier wird im ECF-Verfahren (elementarchlorfrei) hergestellt. Friedrichstraße 4 48529 Nordhorn Tel. 05921 9730-0 Fax 05921 9730-50 kundenservice@bvb-verlag.de www.bvb-verlag.de seit 1990 BVB-Verlagsgesellschaft mbH © Eddie Cloud - AdobeStock.com Inhalt 5
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DAS AMT ZIESAR » Das Amt Ziesar mit Sitz in der Stadt Ziesar gehört zum Landkreis Potsdam-Mittelmark. » Das Amt wurde 1992 gebildet und umfasste zunächst 11 Dörfer im damaligen Landkreis Brandenburg. » Heute verwaltet das Amt 6 Gemeinden mit seinen Ortsteilen. » Zur Stadt Ziesar gehören die Ortsteile Bücknitz, Köpernitz und Glienecke mit Grebs. 1.075 JAHRE ZIESAR – STADT MIT HISTORISCHEM STADTKERN Die Kleinstadt Ziesar, malerisch gelegen zwischen Fiener Bruch und dem Hohen Fläming, kann 2026 auf 1.078 Jahre Orts- und Stadtgeschichte zurückblicken. In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts entstand am bedeutenden Handelsweg zwischen Magdeburg und Brandenburg eine Siedlung im Schutz der Burg. Mit dem Ausbau der Burg zur Residenz der Bischöfe von Brandenburg erhielt Ziesar Stadtrecht. Doch eine Residenzstadt ist Ziesar nicht gewesen, sondern ein Städtchen bei der Burg. Abseits von Eisenbahnverbindungen blieb Ziesar eine von Handel und Gewerbe geprägte Kleinstadt. Ziesar, eine Stadt mit historischem Stadtkern. Der Breite Weg bildet bis heute die zentrale Achse städtischen Lebens. Im Zentrum steht die mächtige Heilig-Kreuz-Kirche mit dem ehemaligen Kloster, wo einst Franziskaner und dann Zisterzienserinnen lebten. Kirche Kloster-Markt: Dreiklang einer Stadt mit unverwechselbarer Geschichte. Viele Geheimnisse erfährt man bei einem Stadtrundgang. Wo siedelten die Slaven? Wo stand das mittelalterliche Rathaus mit seinem Roland? Warum gab es in Ziesar drei Bahnhöfe? Was verbirgt sich hinter der russischen Botschaft? Warum ließ sich Friedrich der Große in Ziesar ein Haus bauen, in dem er nie logierte? Die Stadt Ziesar hat seinen ursprünglichen, aus dem Mittelalter stammenden Grundriss in Grundzügen bewahrt und die verschiedenen Bauten geben Zeugnis von einer bewegten Vergangenheit. Folgen Sie den Spuren dieser Geschichten und entdecken Sie das Tor zur Mark Brandenburg. Wenzlow Wollin Buckautal Gräben Görzke Ziesar Glienecke Köpernitz Grebs Bücknitz Rathaus Ziesar STADT ZIESAR ca. 2.550 EINWOHNER 7 Das Amt Ziesar | 1.075 Jahre Ziesar – Stadt mit historischem Stadtkern
© Tomas - AdobeStock.com DIE STADT BEI DER BURG Von den Anfängen einer Stadt Die Seen um Ziesar boten bereits den Germanen ausreichende Lebensgrundlagen, wie der 1935 gefundene, ca. 9 Meter lange Einbaum belegt, der aus dem 1./2. Jahrhundert stammt. Als slawische Stämme im 6. Jahrhundert in die Gegenden zwischen Oder und Elbe einwanderten, errichteten sie hier eine Burg und siedelten in ihrem Schutz. Der dreisilbig gespro- chene Name Zi-e-sar ist slawischen Ursprungs und verweist auf die natürlichen Gegebenheiten: »Ort hinter dem See«. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erwuchs am Handelsweg zwischen Magdeburg und Brandenburg eine neue Siedlung, die schon bald städtischen Charakter annahm. Daneben gab es noch die slawische Siedlung bei der Burg (Petrivorstadt), die zusammen einen eigenen, nicht zur Stadt gehörenden Rechtsbezirk bildeten. Mit dem Ausbau der Burg zur Residenz der Bischöfe von Brandenburg ab der Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt der Ort vermutlich 1373 das Stadtrecht von Bischof Dietrich von der Schulenburg (1366 –1399). Doch eine Residenzstadt ist Ziesar nicht gewesen, da keine bischöflichen Verwaltungseinrichtungen hier angesiedelt waren, sondern eine Stadt bei der Burg der Bischöfe. Die Stadt Ziesar und ihre Straßennamen Wer bei einem Rundgang durch historische Stadtkerne – in Ziesar oder anderswo – auf Straßennamen achtet, wird häufig an die mittelalterliche Vergangenheit erinnert: so verweisen in Ziesar die Straßen »Brandenburger Tor«, »Petritor«, »Mühlentor« und »Frauentor« auf vier Stadttore, die einst an den zentralen Wegeverbindungen den Verkehr durch den Ort regulierten. Die Straßen »Wallgraben« und »Angergraben« bezeugen die Umwehrung der Stadt mit Gräben. Stadtmauern gab es nicht. Die Lage Ziesars zwischen vielen Seen, die heute nicht mehr vorhanden sind, bot in Kombination mit Gräben und einfachen Wall-Planken-Zäunen ausreichend Schutz. In der »Badstraße« gab es eine für das städtische Leben wichtige Hygieneeinrichtung: die Baderei. Dass in Ziesar schließlich Wein angebaut wurde, wie die Straße »Am Weinberg« belegt, mag den Liebhaber des Rebensafts überraschen. Wein wurde vor allem für Gottesdienste benötigt, teure Importe kamen dafür nicht infrage. 8 Die Stadt bei der Burg
DIE BURG BEI DER STADT Bischofsresidenz Burg Ziesar Die Bischofsresidenz Burg Ziesar gehört zu den wenigen Burgen im heutigen Land Brandenburg, die fast vollständig erhalten geblieben sind. Im 10. Jahrhundert von Otto I. dem Bischof von Brandenburg übertragen, verblieb Ziesar bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts in bischöflichem Besitz. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts erfolgte der Ausbau zur Residenz. Bergfried, Storchenturm, Wohngebäude und Kapelle machen die Anlage zu einem bedeutenden Denkmal mittelalterlicher Architektur in Nordostdeutschland. Im 2005 eröffneten Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters werden die unterschiedlichen Nutzungsschichten wieder erlebbar: Reste von Kreuzgewölben, Fußbodenheizungen, großflächige Wandmalereien. Die 1470 geweihte Burgkapelle bietet Einzigartiges: vollständig erhaltene sakrale Malereien aus dem späten 15. und frühen 16. Jahrhundert. Die Kapelle ist somit das einzige authentische Zeugnis der frühen brandenburgischen Hofkultur des 16. Jahrhunderts. Als Grablege- und Residenzkirche vermittelt sie ein – so nur noch in Ziesar vorhandenes – eindrucksvolles Bild von bischöflicher Frömmigkeit und Weltsicht am Ausgang des Mittelalters. Museum für brandenburgische Kirchen- und Kulturgeschichte des Mittelalters Öffnungszeiten Di. – So. von 10.00 –16.00 Uhr (März, April, Oktober, November) Di. – So. von 10.00 –17.00 Uhr (Mai bis September) Bergfried: B esteigung während der Öffnungszeiten des Museums möglich Burgkapelle: E inlass nur geführt, tägl. außer Montag, 12.00, 14.00, 16.00 Uhr Blick in Burgkapelle 9 Die Burg bei der Stadt
STADT ZIESAR Ortsteil Bücknitz Bücknitz liegt etwa 30 Kilometer südwestlich von Brandenburg an der Havel am Rand des Naturraums Fiener Bruch. Der Ort ist von Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben und wird von der Buckau und kleinen Nebenläufen durchzogen. Die ländliche Umgebung lädt zu Spaziergängen, Wanderungen und zum Entdecken der Natur ein. gangenen Jahren wurden im Ort mehrere Sitzgelegenheiten und Treffpunkte geschaffen, die zum Verweilen einladen und den Austausch der Einwohner fördern. Am Sportplatz entstanden neue Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Dort befinden sich unter anderem eine Torwand, ein Fußballfeld sowie weitere kleine Attraktionen, die den Platz zu einem beliebten Treffpunkt für Bewegung und Begegnung machen. Für Natur- und Wanderfreunde bietet die Umgebung mehrere attraktive Wege. Besonders beliebt sind der Burgwanderweg, der Naturpark-Rundwanderweg 52 sowie der Rundwanderweg 50, die durch die landschaftlich reizvolle Umgebung führen und Einblicke in die Geschichte der Region geben. Ein besonderer Treffpunkt im Dorf ist der Bücherraum, der jeden Mittwoch geöffnet ist. Hier können Bücher ausgeliehen, und getauscht werden. Auch das Vereinsleben prägt den Ort stark. Viele Einwohner engagieren sich beispielsweise in der Feuerwehr, in Vereinen oder bei gemeinschaftlichen Veranstaltungen und tragen so zu einem lebendigen Dorfleben bei. Die historische Feldsteinkirche aus dem Mittelalter ist ein prägendes Bauwerk des Ortes und ein sichtbares Zeichen der langen Geschichte Bücknitz. ca. 274 EINWOHNER Die Geschichte des Dorfes reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Ortsname entstand aus einer Mischung deutscher und slawischer Sprachwurzeln, was auf die frühe Besiedlung der Region hinweist. Die Gemarkung entwickelte sich aus einem slawischen Rundling und wurde erstmals im Jahr 1420 urkundlich erwähnt. Heute zeichnet sich Bücknitz besonders durch sein aktives Dorfleben und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten aus. In den ver10 Stadt Ziesar – Ortsteil Bücknitz
ca. 125 EINWOHNER Ortsteil Köpernitz Der Ort Köpernitz wurde 1420 erstmals urkundlich erwähnt. Köpernitz liegt direkt an der B 107 und 3 Kilometer von der Stadt Ziesar entfernt. Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesautobahn A 2. In der Gemarkung Köpernitz befindet sich der Autobahn-Tank- und Raststättenkomplex Buckautal. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einem Wald-, Wiesen- und Ackerdorf. Die meisten der Einwohner waren Kleinbauern, die ihre Ackerwirtschaft mit Milchkühen als Zugkraft betrieben. 1945 änderte sich die Lage mit der Bodenreform. Zur Großraumwirtschaft ging man zwischen 1958 und 1960 über. Die landwirtschaftliche Nutzfläche der Gemeinde beträgt ca. 550 ha, die jetzt zum Teil privat bzw. durch die Agrargenossenschaft Buckau bewirtschaftet werden. Köpernitz hat ca. 125 Einwohner. Eine Besonderheit des Ortes ist die Kirche, die 1883 aus geschlagenen Granitsteinen erbaut wurde. Bereits 1880 wurde gegenüber dem Gotteshaus ein Schulhaus aus Backsteinen eingeweiht. 1951 wurde der Schulunterricht eingestellt. Die Gemeinde verfügt über eine gepflegte Friedhofsanlage. Davor steht eine 125 Jahre alte Eiche. In der Mitte des Dorfes befindet sich für die kleinen und größeren Kinder ein schön gestalteter Spielplatz. Am Ortseingang stehen links wie rechts Lindenbäume, wo sich ein jeder zur Blütezeit im Juni am Duft der Blüten erfreuen kann. Gedenkstein 600 Jahre Köpernitz 11 Stadt Ziesar – Ortsteil Köpernitz
Ortsteil Glienecke mit Grebs Am 28. Dezember 1216 wurde durch Siegfried II den Domherren von Brandenburg ihr Besitz und Rechte durch eine Urkunde bestätigt. Unter den genannten Orten befand sich auch der Ort Glienecke bestätigt durch den Zeugen Pfarrer Eustachius zu Glienek. Der Ortsname leitet sich aus dem slawischen Wort “glina“ ab, was soviel heißt wie “Ort, wo es Lehm gibt“ bzw. “Siedlung auf lehmigen Boden“. Der Ort Glienecke mit seinem bewohnten Gemeindeteil Grebs, ist einer von drei Ortsteilen der Stadt Ziesar und ist über die Landstraße L 93 gut zu erreichen, er befindet sich im westlichen Teil des Landkreises Potsdam-Mittelmark, welcher zum Land Brandenburg gehört. Mit seinen ca. 220 Einwohnern gehört der Ortsteil Glienecke und Grebs zum Amt Ziesar, der Amtssitz befindet sich in der Stadt Ziesar und ist 6 Kilometer entfernt. Das Gebiet ist sehr landwirtschaftlich geprägt, größere Industrieansiedlungen gibt es nicht. Die nächste größere Ansiedlung ist die ca. 20 Kilometer entfernte kreisfreie Stadt Brandenburg, dort besteht Bahnanschluss Richtung Berlin und Magdeburg. Die Bundesautobahn A 2 verläuft in nächster Nähe zur Ortschaft und ist über die Anschlussstellen in Ziesar oder Wollin, die jeweils ca. 10 Kilometer entfernt sind, zu erreichen. Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus ca. 220 EINWOHNER GEMEINDE WENZLOW ca. 460 EINWOHNER Kirche Wenzlow Die Gemeinde Wenzlow, mit dem Ortsteil Grüningen, liegt an der L 93, zur Autobahnauffahrt Wollin. In Wenzlow und Grüningen sind in jüngster Zeit zahlreiche gemeindliche Projekte realisiert worden. Dazu gehören der Bau von Gehwegen und der zentralen Wasserleitung sowie der Bau eines neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Wenzlow und ein Dorfgemeinschaftshaus. Die Straßenbeleuchtung wurde erneuert, eine Platz- und Straßengestaltung ist erfolgt. Wenzlow hat in Verbindung mit der Gemeinde Wollin gute Entwicklungschancen bei der Ansiedlung von Gewerbe und Wohnbauten. Dafür sprechen die Nähe zur Stadt Brandenburg an der Havel, die vorhandenen Handwerksbetriebe und die Lage der Autobahn A 2. Die Umgebung der Gemeinde wird zukünftig weiterhin landwirtschaftlich geprägt sein. 12 Stadt Ziesar – Ortsteil Glienecke mit Grebs | Gemeinde Wenzlow
Boecke Boecke – ein sehr kleines Dorf mit 81 Einwohnern – liegt idyllisch in den Niederungen des Fiener Bruches. Im Zuge Verwaltungsreform wurde sie dem Landkreis Brandenburg, Bezirk Potsdam zugeordnet, heute ist sie Bestandteil des Amtes Ziesar im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Das Dorf ist traditionell agrarisch strukturiert, die Besitzerverhältnisse waren bäuerlich geprägt, davon legen heute noch architektonisch wertvolle Wohn- und Wirtschaftsgebäude Zeugnis ab. Besonders nach der Einigung Deutschlands durch Bismark blühte Boecke auf. Im Fiener wurde Torf gestochen, getrocknet und verkauft. Die Rinder- und Herdbuchzucht nahm großen Aufschwung, Häuser, Ställe und Scheunen wurden gebaut. Die beiden Weltkriege brachten tiefgehende Veränderungen, besonders in der gewachsenen bäuerlichen Struktur, mit sich. Am 12. März 1960 wurde die LPG Typ I gegründet, diese ging am 01. Mai 1971 in den LPG Typ III über; in ihr arbeitete der überwiegende Teil der Bewohner des Ortes. Da der Fiener Bruch auch heute noch durch sein gepflegtes Grünland die Grundlage für eine gute Milchproduktion bzw. Rinderzucht bildet, sind in diesem Zweig eine sehr aktive Agrargenossenschaft und einige Neueinrichter mit einer extensiven Mutterkuhhaltung tätig. Boecke ist landschaftlich gut geprägt, Baumgärten bilden den Übergang zum Fiener Bruch und im Ort (breiter Anger) sind die größten Linden- und andere Baumbestände der Dörfer des Amtes vorhanden. Am Eingang des Dorfes lädt eine gemütliche Gastwirtschaft zum Verweilen ein. Den Mittelpunkt des Ortes bildet eine romantische Kirche aus dem frühen 13. Jahrhundert mit einem Fachwerk-Pfarrhaus und dem Friedhof. Vor einigen Jahren waren die Boecker durch eine Verkaufs- und Poststelle im Ort versorgt, heute erfolgt dies mittels fahrender Händler. Besonders stolz sind die Einwohner der Gemeinde auf ihre aktive und erfolgreiche Freiwillige Feuerwehr, fördert sie auch das gesellschaftliche Leben im Ort. Die günstige landschaftliche und siedlungsstrukturelle Lage bietet Voraussetzungen, Boecke zu einem attraktiven Wohnstandort mit Möglichkeiten für Kleingewerbe, Landwirtschaft und Erholung zu entwickeln. Dazu kann der Heimatverein beitragen, der neue Entwicklungstendenzen mit der Erfahrung der älteren Bürger unserer Gemeinde vereint. Der 2005 gegründete Heimatverein kümmert sich rege um das kulturelle Leben im Ort, so z. B. mit dem jährlich organisierten Sommerfest. Weiterhin wurde schon viel für die Restaurierung der denkmalgeschützten Feldsteinkirche getan. Verkehrstechnisch ist die Gemeinde durch die Verbindung zur L 93 und die Nähe der Bundesautobahn Berlin – Hannover gut angebunden und, da kein Durchfahrtsort, durch erholsame Ruhe und saubere Luft beliebt. Urkundlich erwähnt wurde die Gemeinde erstmalig 1152. Sie hat eine sehr bewegte Geschichte, die eng verbunden ist mit dem Fiener Bruch, einem Ausläufer des Urstromtales. 1774 wurde er auf Befehl Friedrichs II. melioriert, ein umfangreiches und sinnvolles Grabensystem geschaffen. Ein ausgeklügeltes Reglement sicherte die Unterhaltung; schwere Strafen erwarteten denjenigen, der dagegen verstieß. Die Gemeinde Boecke gehörte bis 1952 zum Land Sachsen-Anhalt, Kreis Jerichow. 13 Gemeinde Wenzlow
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GEMEINDE WOLLIN UND BRÜCKERMARK Wollin liegt am nördlichen Ausläufer des Landschaftsschutzgebietes Hoher Fläming, und grenzt an das Baruther Urstromtal. Wollin ist mit seinem Ortsteil Brückermark und seinen Einzelsiedlungen Grüne Aue, Friesdorf und Puffsmühle, als Landgemeinde mit knapp 1.000 Einwohnern eines von drei Zentren im Amt Ziesar. Es liegt am nördlichen Ausläufer des Landschaftsschutzgebietes Hoher Fläming, einer in der letzten Eiszeit entstandenen Moränenlandschaft und grenzt an das Baruther Urstromtal. Abschmelzendes Eis wusch die “Rummeln“ aus, die als schmale Trockentäler die Landschaft beleben. Ausgedehnte Weideflächen, Äcker mit mageren Bodenwertzahlen, die u. a. Roggen-, Kartoffeln- und Spargelanbau ermöglichen und weitläufige Kiefernwälder, in denen man sich beim Pilzesammeln verlaufen kann, sind für die Gemarkung Wollin genauso prägend, wie lauschige Flämingbäche, Schwarz-, Rot-, und Dammwildbestände oder eine Vielzahl unterschiedlicher Vogelarten. Verkehrsgünstig an der A 2 Berlin – Hannover gelegen, 1 Kilometer von einer Abfahrt entfernt, bietet der Ort einen günstigen Ausgangspunkt für Fahrten oder Wanderungen in den Fläming. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an gab es im Territorium mehrere Ziegeleien; die letzte wurde 1958 abgerissen. Die Flämingbäche trieben Papier-, Mahl-, und Schneidemühlen. Die älteste, Puffs Mühle, ist denkmalgeschützt. Das seit 1926 in Friesdorf betriebene Sägewerk wird heute durch Elektrizität bewegt. In seiner Nähe befindet sich eine Rehabilitationseinrichtung für körperlich und geistig behinderte Jugendliche. Der 1970 als 10-klassige polytechnische Oberschule für fünf Dörfer eingeweihte Neubau mit Turnhalle, Sportplatz und Wirtschaftsgebäude (Küche, Speiseraum, Horträumen) ist seit 1992 Grundschule mit den Jahrgangsstufen 1– 6. Heute werden im Kindergarten Krippen-, Kindergarten- und Hortkinder betreut. Den Mittelpunkt des Dorfes prägt neben einem kleinen Park mit öffentlichen Spielplatz die in schlichten preußischem Barock erbaute evangelische Kirche, welche unter Denkmalschutz steht. Auf dem Kirchhof erinnert ein Kriegerdenkmal an die im 1. Weltkrieg gefallenen Wolliner. In der Nähe liegen das Pfarrhaus, eine Arztpraxis, eine Zahnarztpraxis, die Bürgermeisterei, Einkaufsmöglichkeiten und eine Bankfiliale. Von zwei gastronomischen Einrichtungen befindet sich eine im Dorfinneren, die andere am Sportplatz. Neben einer Sauenhaltungs GbR ist die ehemalige LPG – heute Agrarunion – der größte landwirtschaftliche Betrieb im Gebiet. Bedeutung haben neben Baubetrieben eine Bauklempnerei, ein Bäcker, ein Stellmacher, ein Kosmetikstudio, ein Friseursalon und andere Gewerbe. Das Vereinsleben wird belebt durch einen Frauenchor, einen Jugendklub, einen Dorfklub, einen Taubenzüchterverein, verschiedene Sportvereine mit Kinder-, Jugend- und Alte-Herren-Fußballmannschaften, eine Jagdgenossenschaft sowie die traditionsreiche Freiwillige Feuerwehr. ca. 850 EINWOHNER 15 Gemeinde Wollin und Brückermark
Buckautal Der Ortsname ”Buckau“ kommt aus dem slawischen und bedeutet ”Rotbuchendorf“. Die Endung -au- weist auf die Lage am Wasser hin. Zur Gemeinde Buckautal gehören die Ortsteile: » Buckau, Dretzen und Steinberg Am Ausläufer des Hohen Fläming im Amt Ziesar finden wir an der B 107 das kleine 208 Einwohner zählende Dorf ”Buckau“. Seit der Gemeindegebietsreform ist es Teil der Gemeinde Buckautal. Buckau ist ein geschlossenes Dorf mit einzelnen Nebenstraßen, ein typisches Gassendorf. Durch den Ort fließt ein Bach gleichen Namens (die Buckau), der die beiden Ortsteile Buckau und Pramsdorf voneinander trennt. Bis zum Jahre 1952 waren es zwei selbstständige Orte. Die lebhafte Geschichte dieses Dorfes seit urkundlichen Erwähnung (nachweislich in einer Urkunde von Otto dem II. aus dem Jahre 965) ist mit Begebenheiten und dem Leben auf dem Dorfe zu verschiedenen Zeiten gut dokumentiert. Es steht jedoch fest, dass der Ort viel älter ist. Mit Unterstützung der Bürger führt der Heimatverein die Chronik fort. Zeugnisse erster Besiedlung finden wir in nördlicher Richtung angrenzend am ältesten slawischen Dorfkern (im Volksmund liebevoll ”Wurstwinkel“ genannt). Hier befand sich eine slawische Burg, die heute als Bodenerhebung erkennbar ist. Diese wurde zum Bodendenkmal erklärt. Im Dorf selbst sind eine private Pferdehaltung des Gestüts Buckautal mit Pension und ein Landwirtschaftsbetrieb ansässig. Als sichtbares Zeichen für die Dorferneuerung wurde 1995 an der Kirchhofmauer ein Findling gesetzt. Auch der Tourismus soll in einem dorfverträglichen und dorferhaltenden Rahmen in den nächsten Jahren Einzug halten. Der in Buckau ansässige Reit- und Fahrverein mit seinem sehr gut in die Landschaft eingebundenen Reit- und Turnierplatz organisiert alljährlich ein großes Reiterfest. Die Freiwillige Feuerwehr in Buckau besteht seit dem Jahre 1894. Außerdem besteht ein Heimat- sowie ein Feuerwehrverein. Die Gemarkung Buckau liegt zum überwiegendem Teil im zukünftigen Landschaftsschutzgebiet Hoher Fläming – Belziger Landschaftswiesen. Wir finden hier Überwiegend Hügellandschaft, auf dem ausgedehnte Wälder und auch ein Teil des Ackerlandes liegen. Im Bereich der Bäche liegen sehr großflächige Wiesen mit entsprechendem Bewuchs. Vor Buckau, aus Rottstock kommend, finden wir die 300 Jahre alte denkmalgeschützte Birkenreismühle. Sie wurde von 1968 bis 1990 nur mit Elektrokraft betrieben. Ein altes Sägewerk, in einem reparaturbedürftigen Zustand, gehört mit zur Mühle. Die vielen Quellen und Bäche innerhalb der Gemarkung prägen diese Landschaft und ihre Geschichte. Besonders der nahe gelegene größte Quellkessel im Land Brandenburg ”der Gesundbrunnen“, dessen Wasser die die Forellenzuchtanlage speist, schrieb und scheibt Geschichte. Der Name ”Gesundbrunnen“ kommt daher, dass ein Kuhhirt, der das Quellengebiet als erster nach dem Unwetter vom 23. Mai 1659 entdeckte, dieses als Heilkräftig ausgab. Deshalb wurde die Kirche von Buckau damals für kurze Zeit zur Wallfahrtskirche. Ohne Sorge kann man das Quellwasser trinken. Das ganze Gebiet ist als Flächennaturdenkmal ausgewiesen. Dretzen Abseits jeder viel befahrenden Bundesstraße liegt in 85 Meter Seehöhe, eingebettet in ausgedehnte Wiesen und angrenzende Wäldern, der Ort Dretzen an den Ausläufern des Hohen Fläming. Die Gemarkung Dretzen umfasst eine Fläche von 12 Quadratkilometern und grenzt im Südwesten/Westen an das Land SachsenAnhalt. Der Name des Ortes leitet sich aus dem altslawischen DROWO (Holz) bzw. DREWO (hinter den Holzungen) ab. Grundmoränen mit sanften Oberflächenformen prägen das Landschaftsbild um Dretzen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1552 im Einkommensverzeichnis des Bistums Brandenburg. Seit 1994 gehört Dretzen nach einem Vertrag mit dem Heiligen Stuhl zum Bistum Magdeburg. Nachdem Dretzen im 16. Jahrhundert wüst geworden war, diente es als Vorwerk und wurde von Ziesar aus landwirtschaftlich genutzt. 1763 kam es zur sogenannten ”Fredericianischen Neugründung“ wüster Dörfer. Hierbei erfolgte die Neubelebung des Ortes Dretzen an seiner jetzigen Lage. Am ursprünglichsten erhalten geblieben ist das 1763 errichtete Haus in der Dorfstraße 1. Acht Kolonisten aus Sachsen und GEMEINDE BUCKAUTAL ca. 500 EINWOHNER 16 Gemeinde Buckautal
Anhalt-Zerbst wurden mit Boden und Vieh als zinspflichtige Erbpächter ausgestattet. Weitere Bauern und Tagelöhner siedelten sich in der Folge an – Anfang des 20. Jahrhunderts hatte der Ort fast 300 Einwohner. Die landwirtschaftliche Nutzung prägt das Ortsbild auch in der Gegenwart. Dretzen hat heute 149 Einwohner und bildet mit Buckau und Steinberg die Gemeinde Buckautal. Im Dorfkern liegt die 1907 aus Backsteinen erbaute Kirche mit der alten Schule und dem Dorfplatz mit Fußballplatz und neu gestalteten Spielplatz. Das Dorfleben ist geprägt von vielfältigen Aktivitäten. Wesentlichen Anteil daran hat die Freiwillige Feuerwehr, die im Jahre 2004 ihr 100-jähriges Bestehen begeht. Seit 2003 gibt es einen weiteren Verein im Ort, der sich unter anderem der Heimatpflege verschrieben hat. Dretzen ist ein kinderfreundlicher Ort, in dem viele junge Familien zu Hause sind. Die reizvolle Landschaft inspirierte bereits den Maler Professor Otto Altenkirch (1875–1945), der 1927 einen Feldweg nach Dretzen und 1931 den Rotpfuhlbach bei Dretzen in seinen Gemälden festhielt. Steinberg Friedrich der Große holte Kolonisten ins Land. In der durch Friedrich des Großen unterzeichneten Ansiedlungsurkunde heißt es, 12 Kolonisten, Gottfried Liebener und Konsorten, wurde das Ziesarsche Amts-Vorwerk Steinberg für einen jährlichen Canon von Fünf Hundert Drei und Achtzig Talern 9 Groschen in Erb-Pacht überlassen. Steinberg wurde 1763 durch die Ansiedlung von Kolonisten gegründet. Es ist ein landschaftlich geprägtes Dorf, von der Siedlungsform her ein Straßendorf. Nach einem Brand, der das gesamte Dorf verwüstete, wurde Steinberg um 1861 in seiner jetzigen Form aufgebaut. An der damaligen Gebäudeanordnung hat sich wenig verändert. Rechts und links der Straße bilden die Wohnhäuser, mit den dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden und Toreinfahrten eine fast geschlossene Front. Die Wohnhäuser stehen traufseitig zur Straße, Wirtschaftsgebäude grenzen den Hof seitlich und Feldmark ab. In der Mitte des Dorfes befindet sich eine Kirche. Im Jahr 1903 wurde sie nach einjähriger Bauzeit eingeweiht. Staatliche Förderungen ermöglichten 1995 die Erneuerung des Kirchendaches. Durch Zuschüsse im Rahmen der Dorferneuerung konnten zahlreiche Wirtschaftsgebäude erhalten werden, insbesondere ist die Erhaltung des Dorfgemeinschaftshauses mit Gemeindesaal hervorzuheben. Durch den Feuerwehrverein Steinberg wird in den letzten Jahren ein reges Gemeinschaftsleben gefördert. Hervorzuheben ist hier das alljährliche Feuerwehrfest, welches traditionsgemäß immer am 1. Sonnabend im September stattfindet. Wir laden Sie dazu herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch. Feldsteinkirche Buckau Die einschiffige Feldsteinkirche in Buckau wurde etwa 1200 erbaut und ist eine der größeren Kirchen in der Umgebung von Ziesar. Die Kirche im romanischen Baustil wurde mit Chorquadrat und Apsis errichtet und kann heute bis zu 250 Menschen Platz bieten. Es gibt mehrere mögliche Erklärungen dafür, warum damals in Buckau dieses verhältnismäßig große Gotteshaus errichtet wurde. Es wird vermutet, dass früher eine kleine Burg am Nordrand Buckaus existierte, deren Burgherr seiner Frau eine Kirche im nahegelegenen Dorf stiftete. Außerdem ist in frühen Urkunden von Buckau als "Urbs“, also Stadt sowie "Civitas“, einer Bürgerschaft, die Rede und es wird davon ausgegangen, dass Buckau damals größer geplant wurde, als es sich letztendlich entwickelte. Nicht auszuschließen ist auch ein Zusammenhang mit der Bischofsresidenz Burg Ziesar, in der im 13. Jahrhundert die Franziskaner und im 14. Jahrhundert die Zisterzienserinnen Einzug hielten. Die Kirche beherbergt den gotischen Schnitzaltar "Maria und Jesuskind mit Vogel“ aus dem Jahr 1420. Das Zentrum des Altares zeigt Maria mit Jesus unter einem Kreuz, Jesus Christus hält einen Vogel in den Händen. Umrahmt werden sie von den Heiligen: Katharina, Dorothea, Barbara und Gertrud. Ganz außen, in den Flügeln des Altares, sind die zwölf Apostel abgebildet. Zur Innenausstattung der Kirche gehört eine weitere Marienfigur, die aus Lindenholz geschnitzte Muttergottes "Maria mit Jesuskind und Apfel“, aus den Jahren um 1390 sowie der Grabstein der Gertrudis, der als Stufe zum Altar führt und der älteste in der Mark Brandenburg bekannte Grabstein sein soll. Oben, im Kirchturm, ertönt das Geläut der beiden etwa 500 Jahre alten Glocken, die bereits im alten Kirchturm der Buckauer Feldsteinkirche verbaut waren. Im Jahr 1999 wurden während der Renovierung des Pfarrhauses im Hühnerstall unter Brennholz Teile eines Taufengels gefunden. Etwas später wurde noch die segnende Hand der barocken Skulptur im Schutt auf dem Hof des Pfarrhauses ausfindig gemacht. Diese Fundstücke wurden nach Magdeburg gebracht und die Gemeinde ließ den Engel dort restaurieren. Heute schwebt der Taufengel wieder im Chor der Dorfkirche zu Buckau. Öffnungszeiten Besichtigungen und Führungen in der Dorfkirche Buckau sind am Wochenende nach telefonischer Absprache möglich. 17 Gemeinde Buckautal
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Die Gemeinde Gräben befindet sich am abfallenden Westhang des Flämings in einermärkischen Waldlandschaft. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen: » Gräben, Dahlen und Rottstock Kirche Rottstock GEMEINDE GRÄBEN Gräben Der Ort wurde 992 erstmals als “Grabonizi“ urkundlich erwähnt. Umgeben von herrlichen alten Eichen- und Kiefernwäldern lädt Gräben zu ausgedehnten Wanderungen ein. Per Rad, hoch zu Ross, in der Kutsche oder zu Fuß kann man die Natur entlang der sauberen Flämingfließe kennenlernen und beobachten. Übernachten und wohnen können Sie in gemütlichen Ferienwohnungen bzw. Pensionen. Sehenswürdigkeiten sind die Feldsteinkirche, das Kriegerdenkmal und die Friedenseiche, der Gräbener Gutspark und der große Findling aus der Eiszeit, der “Blaue Stein“. Ortsteil Dahlen Das Zentrum des Gemeindeteils Dahlen bildet das einstige Gutshaus derer von Schierstedt, welches in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Formen der Schinkel-Schule errichtet wurde und der umgebende Gutspark, der frei zugänglich ist. Die gartenhistorische Studie des Gutsparkes Dahlen geht davon aus, dass der Landschaftspark Dahlen vermutlich mit der Errichtung des neuen Herrenhauses 1837 entstand. Sehenswert ist die Kirche, ein kleiner schlichter Fachwerkbau mit freistehendem Glockenstuhl. Seit 1952 beherbergt das Gutshaus eine Pflegeeinrichtung, die heute unter der Leitung des ASB kranken, behinderten, alten und pflegebedürftigen Menschen der unterschiedlichsten Generationen medizinische Betreuung, aktivierende Pflege und Therapien bietet. Nach einem Spaziergang im Gutspark oder einer ausgedehnten Wanderung in den umgebenden Wäldern lädt das Eiscafé die Besucher zu einer erholsamen Rast ein. Ortsteil Rottstock Rottstock ist ein typisches Flämingdorf, welches sich in einem Quellgebiet von drei Bächen (Buckau, Kalter Bach, Riembach) ansiedelte. Daher kommt auch der Ortsname Rottstock (der rote Stock – Erle), weil an den Bächen sehr viele Erlen wuchsen. Sehenswert ist die Dorfkirche, ein neogotischer Backsteinbau, der von 1900 –1902 errichtet wurde. Nach einem Spaziergang am idyllisch gelegenen Dorfteich oder in der waldreichen Umgebung des Dorfes findet man im Hofcafé des weit über die Amtsgrenzen bekannten Gasthofes mit Pension eine angenehme Atmosphäre zum gemütlichen Verweilen. Von Rottstock aus bestehen viele Wandermöglichkeiten, z. B. nach Dangelsdorf zur Kirchenruine, nach Görzke zu den Töpferbetrieben oder zur Quelle der Buckau. Ein beliebtes Ausflugsziel im Hohen Fläming ist der Forellenhof Rottstock, der direkt neben der Bundesstraße 107 liegt, und als Wohlfühloase und Angelparadies bekannt ist. ca. 500 EINWOHNER 19 Gemeinde Gräben
Willkommen in Görzke – Geschichte, Handwerk und Natur erleben Eingebettet in die reizvolle Landschaft des Hohen Flämings liegt Görzke – ein Ort mit über 850 Jahren Geschichte. Bereits 1161 wurde Görzke erstmals urkundlich erwähnt. Rund ein Jahrhundert später erhielt der Ort das Stadtrecht mit eigener Gerichtsbarkeit und Münze – ein Zeichen seiner einstigen Bedeutung auf Augenhöhe mit Städten wie Berlin, Brandenburg an der Havel oder Prenzlau. Heute verbindet Görzke seine traditionsreiche Vergangenheit mit lebendiger Gegenwart – und heißt Besucher herzlich willkommen. Töpfertradition mit Herz und Hand Über Jahrhunderte prägte das Handwerk den Ort – allen voran die Töpferei. In wirtschaftlich starken Zeiten arbeiteten hier bis zu 13 Töpfereien mit 19 Töpfermeistern. Das traditionelle Görzker Braungeschirr sowie Haushaltswaren nach Bunzlauer Art sind bis heute echte Markenzeichen. Fast 300 Jahre nach Gründung der Töpfer-Innung können Besucher in den Werkstätten den Handwerkern über die Schulter schauen, liebevoll gefertigte Keramik erwerben oder die stimmungsvollen Märkte erleben, die jedes Jahr zahlreiche Gäste anziehen. Kultur entdecken – Geschichte hautnah erleben Ein besonderes Highlight ist der Handwerkerhof. Dort können Sie die beeindruckende Dampfmaschine der ehemaligen Stärkefabrik besichtigen – die einzige erhaltene Maschine dieser Bauart in den neuen Bundesländern. Das Jagd- und Forstmuseum beherbergt eine der größten Sammlungen forstwirtschaftlicher Geräte in Brandenburg und begeistert Besucher aller Generationen. Eine charmante Besonderheit: Viele Puppen der DDR – besonders auch die Sandmännchen-Puppe – wurden in Görzke gefertigt. In Heimarbeit setzten Frauen sie zusammen, bemalten sie von Hand und kleideten sie liebevoll ein. Eine Ausstellung erinnert an dieses fast vergessene Kapitel Ortsgeschichte. GEMEINDE GÖRZKE ca. 1.200 EINWOHNER Hinterglasmalerei in Görzke 20 Gemeinde Görzke
Freizeit und Erholung Ob Aktivurlaub oder entspannte Auszeit – Görzke bietet für jeden etwas: » Reiterhöfe laden ganzjährig zu Ausritten durch die weiten Wälder ein » Das Schwimmbad sorgt im Sommer für Erfrischung » Wander- und Radwege führen durch die herrliche Landschaft des Flämings » Dank der guten Erreichbarkeit über die Bundesstraße 107 sowie Busverbindungen in alle Richtungen ist Görzke bequem zu erreichen – und dennoch wohltuend ruhig gelegen. Die Ortsteile Hohenlobbese-Wutzow – Naturidylle mit Geschichte Seit der Gemeindegebietsreform gehören Hohenlobbese und Wutzow zu Görzke, seit 2024 bilden sie gemeinsam den Ortsteil Hohenlobbese-Wutzow. Hohenlobbese wurde einst von den Wenden gegründet. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Familie von Schierstedt verbunden. 1696 ließen sie Kirche und Schule errichten – Zeugnisse einer langen Tradition, die bis heute spürbar ist. Die umliegende Hohenlobbeser Heide und ausgedehnte Kiefernwälder sind ein landschaftliches Kleinod. Durch die Lage am Rand des Truppenübungsplatzes Truppenübungsplatz Altengrabow ist die Region vom Durchgangsverkehr verschont geblieben. Das Ergebnis: Ruhe, saubere Luft und eine nahezu unberührte Natur. Wutzow, einst Vorwerk, entwickelte sich nach der Bodenreform zu einem kleinen, eigenständigen Ort mit Neubauerngehöften. Heute prägt diese gewachsene Struktur das idyllische Ortsbild. Görzke – ein Ort zum Entdecken und Verweilen Ob traditionsreiche Handwerkskunst, spannende Geschichte, kulturelle Besonderheiten oder erholsame Natur – Görzke vereint all das auf charmante Weise. Im Juni 2017 wurde durch das Land Brandenburg die zusätzliche Bezeichnung "Töpferort" verliehen. Kommen Sie vorbei, tauchen Sie ein in 850 Jahre Geschichte und erleben Sie einen Ort, der seine Wurzeln kennt und zugleich offen für Gäste ist. Schautöpferei Töpfermarkt zu Ostern in Görzke 21 Gemeinde Görzke
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Kindergärten Das Ziel des Amtes Ziesar ist es, den kleinsten Mitbürgern und ihren Eltern Kinderbetreuungsplätze möglichst wohnortnah anzubieten. Hierzu stehen insgesamt 3 Kindertages- stätten in unterschiedlichen Trägerschaften und Ausrichtungen bereit. Betreut werden Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung. Die Öffnungszeiten sind mit 6.00 –17.00 Uhr den Bedürfnissen der Eltern angepasst. Kooperationen mit den Vereinen, Bibliotheken und Privatinitiativen ergänzen das vorschulische Angebot. Hier findet jedes Kind einen eigenen Spielplatz – zum Lernen, Lachen und Wohlfühlen! Bibliotheken in unseren Orten Nutzen Sie die Möglichkeiten unserer Bibliotheken in Görzke und Ziesar. Sie ermöglichen Ihnen das kostenlose Ausleihen von Büchern im Rahmen der Benutzerordnung. Die Fachbibliothek der evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg – Schlesische Oberlausitz ist eingerichtet in den Räumen auf dem Wirtschaftshof der Burg Ziesar. Sie hat ca. 55.000 Bände in ihrem Bestand und beinhaltet kirchengeschichtliche und theologische Fachliteratur. Schauen Sie doch mal rein! JUNG UND ALT Gut vorbereitet in die Zukunft Grund- und weiterführende Schulen Im Amtsbereich Ziesar gibt es an 3 Standorten die Möglichkeit eine Grundschule zu besuchen. » An der Kleinen Grundschule in Wollin wird auf Grund geringer Schülerzahlen in jahrgangsgemischten Gruppen gelernt, was die Selbstständigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Kooperationsfähigkeit der Schüler stark fördert. » An der Grundschule in Görzke kommen Kinder aus sieben Orten zusammen. Die Schule ist sehr gut integriert in das Leben im Dorf. Vereine, Initiativen, die Künstler und die Töpfer sind starke Partner für schulergänzende Angebote. » In der Stadt Ziesar gibt es eine Oberschule mit Grundschule. Unterrichtet werden die Kinder hier von Klasse 1 bis 10. An der Oberschule kann als Abschluss die “Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erworben werden. Der Schwerpunkt der Schule liegt auf der Berufsorientierung. Die Integrative Kindertagesbetreuung (IKTB) unterstützt die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer durch attraktive Angebote in Bereichen wie Sport, Musik, Journalistik, kreatives Gestalten, gesunde Ernährung und vieles mehr. Die Schulen im Amt Ziesar sind zukunftsorientierte, modern konzipierte Lernorte, die ein breit gefächertes Bildungs-, Erziehungs- und Unterrichtsangebot sowie attraktive, qualitativ hochwertige und umfassende schulische Ganztags- und Betreuungsangebote anbieten. Hier macht Lernen Spaß! © Halfpoint - AdobeStock.com © very_ulissa - AdobeStock.com 23 Jung und Alt
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Die Heimat- und Kulturarbeit wird in Ziesar bereits seit 1974 von vielen Heimatinteressierten Bürgern betrieben. Der damalige Kulturbund der DDR gründete sich unter dem Vorsitzenden Willi Ebert. Die Mitglieder pflegten die Burganlage soweit es ging, entdeckten bei Arbeiten die Fußbodenheizung in der alten Burg, legten 1975 den Naturlehrpfad zum Wandern an und kümmerten sich um die Schachbrettblumenwiese. 1991 gründete sich aus dem 100 Mann starken Kulturbund der Kultur- und Heimatverein Ziesar e. V. Wir zählen im Jahr 2023 55 Mitglieder. Wir führen die unterschiedlichsten Veranstaltungen durch und suchen die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Museen. Zu unseren Angeboten gehören Buchlesungen, Vorträge, Wanderungen, Temporäre Ausstellungen zu Themen aus der Stadtgeschichte. Die Vereinsmitglieder kümmern sich um den Storchenturm und die Schachbrettblumenwiese. Der Verein beteiligt sich aktiv an Veranstaltungen der Stadt Ziesar. Der Kultur- und Heimatverein pflegt auch das Heimatmuseum der Stadt Ziesar. Im Mai 1989 wurde die Heimatstube im Haus Friedrich des Großen eröffnet. Die Mitglieder trugen eine schöne Sammlung mit Handwerksgeräten aus früheren Tagen zusammen. Aber auch Fotos waren dabei und was die Familien so um 1900 für ihren Lebensalltag benötigten. Der Kultur- und Heimatverein hat in mühevoller Kleinarbeit, die von der Stadt Ziesar neu geschaffene größere Ausstellungsfläche, auf dem ehemaligen Wirtschaftshof der Burganlage eingerichtet. Auf ca. 200 m2 werden die Zeugnisse der historischen Entwicklung der Stadt Ziesar ausgestellt. Ein “Haus“ im Raum veranschaulicht die Lebensgewohnheiten vor 100 Jahren. In einer Vitrine wird auf die Gründungsurkunde des Bistums Brandenburg aus dem Jahre 948 aufmerksam gemacht, in der die Stadt Ziesar “civitas ezeri“ genannt wird. “Ezeri“, aus dem Wendischen kommend, bedeutet “Hinter dem See“ und weist auf die geografische Lage hin, die auch auf den historischen Stadtplänen sichtbar wird. Wir zeigen auch unseren Kindern und Jugendlichen, was es über diese 1075 Jahre alte Stadt so alles zu erzählen gibt. Kindergruppen und Schulklassen, die uns besuchen, hören gerne zu. Wir schaffen immer wieder Anknüpfungspunkte, in denen sich die Besucher unseres Heimatmuseums mit den dargestellten Museumsstücken und deren Geschichte vertraut machen können. Silvia Zimmermann, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins Ziesar Ziesar, 23.06.2023 DER KULTUR- UND HEIMATVEREIN DER STADT ZIESAR Heimatverein 25 Der Kultur- und Heimatverein der Stadt Ziesar
HANDWERK IN DER STADT UND DEN DÖRFERN Handwerker prägten Jahrhunderte das Bild in der mittelalterlichen Kleinstadt Ziesar, von denen im ältesten erhaltenen Zunftprivileg um 1555 Schuhmacher und Schneider eigens genannt werden. Außerdem florierten zunehmend Tuchmacher- und Töpfergewerbe, wie ein Privileg von 1647 vermerkt. Im 18. Jahrhundert brachte die Entwicklung der Tonwarenproduktion der Stadt den zeitweiligen wirtschaftlichen Aufschwung. Der »Breite Weg« war und ist Ziesars Mittelpunkt und Entwicklungsachse. Lokale und überregionale Bedeutung besaß der Markt auf dem »Breite Weg«. 1662 besaßen 46 Häuser in Ziesar eine Braubefugnis. Agrarwirtschaftliche Vorgaben führten zum Rückgang des Brauereigewerbes: Um 1840 wurde nur noch in 6 Häusern gebraut. Die letzte Brauerei schloss nach Beginn des Ersten Weltkrieges. Im Jahr 1992 wurde von der damaligen Bürgermeisterin Siglinde Wendt die Idee geboren, mittels gestalteter, in den Gehweg eingelassener Steinplatten auf die frühere gewerbliche Nutzung der Grundstücke und Gebäude hinzuweisen – ein stummer Stadtrundgang durch die Historie des städtischen Handwerks entstand. Traditionell sind es die kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe in der Stadt und den Orten, die die gewerbliche Struktur und Grundversorgung ausmachen. Sie finden zahlreiche Handels- und Handwerksbetriebe, verschiedene Gaststätten, Hotels und Pensionen, sowie Zweigstellen von Volksbank und Sparkasse, eine Apotheken, verschiedene Lebensmittelmärkte, Direktvermarkter mit regionalen Produkten, Schuh- und Bekleidungsmoden, Blumen- und Gärtnereigeschäfte, Bau- und Agrarmarkt. In Görzke ist das Töpferhandwerk breit aufgestellt. Die ärztliche Grundversorgung wird von praktizierenden Hausärzten ermöglicht. Die Stützpunkte der Rettungswachen in Dahlen und in Ziesar garantieren schnelle Hilfe im Notfall. Weiterhin sind Zahnarztpraxen im Amtsgebiet vorhanden und Tierärzte. Werden Fachärzte benötigt, steht das Klinikum in der Kreisstadt Bad Belzig und das Klinikum Brandenburg zur Verfügung. Unmittelbar vor den Toren der Stadt, direkt an der Autobahnabfahrt an der A 2 gelegen, erstreckt sich ein 43 ha großes Industriegebiet. Einige größere Betriebe sind hier angesiedelt und schaffen zahlreiche Arbeitsplätze. Auch das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Gewerbegebiet Schopsdorf/SachsenAnhalt sorgt für zahlreiche Arbeitsplätze vor Ort. Handwerkerhof Görzke 26 Handwerk in der Stadt und den Dörfern
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