Der Rangierbahnhof Wustermark im Ortsteil Elstal, erbaut zwischen 1906 und 1909, verdankt seine Entstehung dem Aufblühen der damals eigenständigen Stadt Spandau. Der stetig wachsende Personen- und Güterverkehr führte Anfang des 20. Jahrhunderts dazu, dass dort die Kapazitätsgrenzen der vorhandenen Bahnanlagen erreicht waren. Daher wurde der Zug- und Rangierverkehr verlagert – die Entscheidung zur Umgestaltung der Bahnanlagen in Spandau war die Geburtsstunde des Rangierbahnhofs Wustermark. Reichten zur Betriebseröffnung 220 Arbeiter und Beamte aus, stieg die Zahl der Beschäftigten in den folgenden Jahren stetig an. Auch der Zweite Weltkrieg verursachte Schäden auf dem Bahnhofsgelände, sodass der Betrieb zeitweise zum Erliegen kam. Ein weiterer Reihenabwurf verfehlte sein Ziel, wodurch dem Bahnhof eine vollständige Zerstörung erspart blieb. Im April 1945 besetzten sowjetische Truppen den Verschiebebahnhof; Aufräumungsarbeiten begannen zügig, sodass im Mai 1945 die ersten Züge wieder fahren konnten. Der nach 1990 rückläufige Güterverkehr führte ab 2001 zur schrittweisen Stilllegung des Güterbahnhofs. Seit 2008 hat das Rail & Logistik Center Wustermark (RLCW) den geschichtsträchtigen Rangierbahnhof im Ortsteil Elstal jedoch wieder zu einem europäischen Schienenknotenpunkt VERBINDUNG VON TRADITION UND MODERNE IM BAHNTECHNOLOGIE CAMPUS HAVELLAND 14
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