Lebendorf Lebendorf liegt östlich der L 50, die von Magdeburg über Bernburg nach Halle führt, und schließt sich nördlich an den Hauptort Könnern an. Der Ort ist eine alte deutsche Bauernsiedlung aus der Sachsenzeit, vermutlich im 11. Jahrhundert gegründet, und wurde 1147 erstmals in einer Lehenurkunde erwähnt. Lebendorf gehörte damals zum Bistum Merseburg. Einer alten Überlieferung zufolge soll Kaiser Otto I. dem Dorf seinen Namen gegeben haben, nachdem er bei einer Rast am Hesselbrunnen Wasser getrunken und dadurch „neues Leben“ geschöpft habe. Tatsächlich verweist der Name jedoch auf die geschützte Lage in der hügeligen Landschaft. Das Ortsbild prägt die neugotische Kirche, erbaut 1881 nach Plänen des Architekten Conrad Wilhelm Hase. Die erste Kirche aus dem 11. Jahrhundert war 1870 abgerissen worden. Wie viele andere Orte der Region wurde auch Lebendorf im Dreißigjährigen Krieg verwüstet und 1650 wiederaufgebaut. Zwischen 1820 und 1914 prägte der Braunkohlebergbau das Leben in Lebendorf, Bebitz und Trebitz. Auf dem Gelände der ehemals aktiven Wilhelmsgrube entstanden später zwei Teiche sowie das 1911 gegründete Flanschenwerk Bebitz, das noch heute als Flanschenwerk GmbH Bebitz besteht und zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region zählt. Nach 1952 vereinigten sich Lebendorf, die Werkssiedlung Lebendorf-Siedlung, Trebitz und Bebitz zu einer Gemeinde. Die Gebietseingliederung in die Stadt Könnern erfolgte am 1. Januar 2003. Im ehemaligen Tagebaugebiet begann 1991 der Bau einer neuen Zuckerfabrik, die 1993 ihren Betrieb aufnahm. Die Ortsteile Bebitz und Trebitz gehen auf sorbische Siedlungen aus dem 9. Jahrhundert zurück und liegen in der sumpf- und waldreichen Fuhne-Niederung. Bebitz wurde im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ als schönstes Dorf im Landkreis Bernburg ausgezeichnet. Das gesellschaftliche Leben gestaltet sich lebendig durch den TuS Bebitz und den Lebendorfer Musikverein. Im ehemaligen Gutshaus von Bebitz befindet sich heute die Kindertagesstätte der Ortschaft. Bebitz Der Ort gehörte zur Zeit Ottos I. zum Erzstift Magdeburg. Die ursprünglichen Bezeichnungen des Ortes Bobezz, Bobicz oder Böwitz zeigen die Entwicklung zum jetzigen Namen. Bebitz, westlich von Lebendorf gelegen, war eine kleine Sorbensiedlung im Fuhne-Saale-Sumpfgebiet. 1370 und um 1400 wird das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Bebitz wurde ebenfalls im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstört, es wurde jedoch erst 1693 mit dem Wiederaufbau des Dorfes begonnen. Das damalige Gutshaus, der heutige Kindergarten, ließ der Gutsbesitzer Gustav Bestehorn im Jahre 1877 erbauen. Die kleine, 1644 zerstörte Dorfkirche wurde 1693 wieder aufgebaut. Sie besteht aus grauen Bruchsteinen mit gotischen Fenstern, die von Strebepfeilern aus grauem Sandstein von außen verziert sind. Der kleine massive Turm mit einer welschen Haube und Schieferbedachung wurde 1719 - 1744 gebaut und bestimmt das Ortsbild maßgeblich. Auf dem Gelände der stillgelegten Wilhelmsgrube entstand 1911 das "Flanschenwerk Bebitz", Besitzer war eine Aktiengesellschaft. Das Werk wurde später durch eine Werkssiedlung erweitert. Bei der Teilnahme im Landes- bzw. Kreiswettbewerb " Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft " belegte Bebitz den 1.Platz " Schönstes Dorf im Landkreis Bernburg ". Einwohnerzahl: 206 //Ortschaften //Lebendorf //Bebitz Ortsbürgermeister: Max Kroll Zugehörige Ortsteile: Bebitz (206 EW) Trebitz (189 EW) Einwohnerzahl: 268 19
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