Informationsbroschüre Stadt Könnern

//Ortschaften Vereinsleben Heimatverein Gerlebogk e.V. Vereinsleben / SV Rot-Schwarz Edlau e. V. / Schützenbrüderschaft Edlau 1920 e. V. / Heimatverein Edlau e. V. Edlau Die Ortschaft Edlau besteht aus den vier Ortsteilen Hohenedlau, Kirchedlau, Mitteledlau und Sieglitz. Die drei Edlau-Dörfer liegen in der fruchtbaren Fuhne- tiefebene und entstanden als Bachsiedlungen entlang der Plötze. Der Ortsname entwickelte sich aus Otteleve (‒leve = Leben) über Ottlowe und die slawische Form Ettlau zum heutigen Edlau. Der Nagelstein in Hohenedlau weist auf den germanischen Ursprung hin, während Hohenedlau als ältester der vier Orte gilt. Sieglitz wurde im 7./8. Jahrhundert von Slawen gegründet. Trotz seiner Größe war es die ärmste der Siedlungen, da die Bewohner mangels ertragreicher Böden ihren Lebensunterhalt in anderen Gewerben suchen mussten. Im Jahr 1108 werden die Orte erstmals urkundlich im Zusammenhang mit einer Schenkung an die Grafschaft Alsleben erwähnt. Später gehörten sie zur Pflege Giebichenstein und wechselten mehrfach ihre Lehenszugehörigkeit – stets als Randgebiet. Ein besonderes Kapitel der Ortsgeschichte begann im 18. Jahrhundert: In Mitteledlau trat 1745 eine Heilquelle zutage, deren Wasser dem Fürsten von Anhalt-Köthen Heilung brachte. Zahlreiche Pilger kamen daraufhin nach Edlau, und die Kirche in Kirchedlau wurde zur Wallfahrtskirche. Im Altar ist noch heute die Vertiefung zur Aufbewahrung des Heilwassers zu sehen. Die Quelle versiegte im 19. Jahrhundert mit der Drainierung der Felder. Kriegerische Auseinandersetzungen im Jahr 1813 brachten Plünderungen und Zerstörungen, bis nach dem Sieg bei Leipzig wieder Frieden einkehrte. Heute prägen gemeinschaftliches Engagement und Vereinsleben die Ortschaft. Der SV Rot-Schwarz Edlau e. V. mit seiner erfolgreichen Frauenmannschaft ist überregional bekannt. In Hohenedlau wird eine Kindertagesstätte durch einen freien Träger betrieben. Ortsbürgermeister: Mario Schulze Zugehörige Ortsteile: Hohenedlau (119 EW) Kirchedlau (214 EW) Mitteledlau (64 EW) Sieglitz (81 EW) Einwohnerzahl: 479 Gerlebogk Die Ortschaft Gerlebogk gehört seit dem 1. Januar 2010 zur Stadt Könnern und umfasst eine Fläche von rund 5,77 km². Die höchste Erhebung ist der Fuchsberg mit 95m über NN. Der Ort wurde erstmals am 14. Februar 1182 in einer lateinischen Urkunde des Erzbischofs Wichmann von Magdeburg erwähnt. Gerlebogk liegt zwischen den Städten Bernburg (Saale), Köthen (Anhalt) und Gröbzig in einer fruchtbaren Schwarzerde-Region, die seit Jahr- hunderten landwirtschaftlich genutzt wird. Traditionell war Gerlebogk von Bergbau geprägt. Südlich, westlich und nördlich des Ortes finden sich zahlreiche Folgelandschaften und ehemalige Tagebaugebiete. Besonders bedeutend ist das Naturschutzgebiet „Gerlebogker Teiche“, das aus den Restgewässern des früheren Braunkohleabbaus entstand. Am Rohrteich, einem früheren Tagebauloch, befindet sich heute ein Freizeit- und Erholungszentrum mit Bungalowsiedlung, Badestrand, Campingplatz und Kleinsportanlagen. Der Campingplatz bietet rund 100 Stellplätze, davon 86 Dauerstellplätze. Ein besonderes Schmuckstück ist die Kirche von Gerlebogk, die zu den kleinsten Kirchen Sachsen- Anhalts zählt. Der Ortsteil Berwitz, einer der kleinsten von Könnern, liegt südwestlich von Gerlebogk am rechten Fuhneufer auf circa 69 m über NN. Er wurde erstmals 1268 als „Bervicz“ in einer Urkunde des Nonnenklosters Plötzky erwähnt. Ab 1603 gehörte der Ort zu Gerlebogk und stand im Besitz des Fürsten von Anhalt-Dessau. Heute zählt Berwitz 46 Einwohner. Ortsbürgermeisterin: Ines Renner Zugehöriger Ortsteil: Berwitz (30 EW) Einwohnerzahl: 257 /Reitverein Edlau e. V. / Kleingartenverein Hohenedlau e. V. / Angelverein Gerlebogk/Edlau //Edlau 17

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