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Zwölf Ortsgemeinden - eine Verbandsgemeinde

Die Verbandsgemeinde Altenahr liegt im Norden von Rheinland Pfalz, rund 30 Kilometer von Bonn entfernt im mittleren Ahrtal. In der ländlich - dörflich ausgeprägten Verbandsgemeinde wohnen rund 11.000 Einwohner in zwölf Ortsgemeinden.
Im Zuge der rheinland-pfälzischen Kommunalreform im Jahre 1968 entstand die Verbandsgemeinde Altenahr, die heute eine Fläche von rund 154 km² umfasst. Die heutige Verwaltungsstruktur ist das Ergebnis einer wechselnden Entwicklung und umfasst dabei Gebiete, die eine mehrhundertjährige gemeinsame politische Geschichte verbindet. Altenahr kann auf rund 750 Jahre als Verwaltungssitz zurückblicken, die sich im Wappen der Ortsgemeinde Altenahr und der Verbandsgemeinde widerspiegeln.

Ahrbrück - Einkaufszentrum "An den Märkten"
Die Ortsgemeinde besteht aus den drei Ortsteilen Ahrbrück (bis 1938 Denn), Brück und Pützfeld. Ahrbrück ist Endhaltepunkt der Deutschen Bahn auf der Strecke der Ahrtalbahn. Das Einkaufszentrum "An den Märkten" an der Bundesstraße 257 zwischen Brück und Pützfeld bietet einen Supermarkt, Drogerie, Imbiss, Bäckerei/Cafe, Getränkemarkt und ein Reisecenter. Eine Tankstelle und zwei Bankfilialen befinden sich im Ortszentrum von Ahrbrück.
Eine Grundschule, ein Kindergarten sowie eine evangelische und eine katholische Kirche bilden zudem das Rückgrat der rund 1.200 Einwohner zählenden Ortsgemeinde.

Altenahr - Felsen, Burgen und Wein
Altenahr mit seinen Ortsteilen Reimerzhoven, Altenburg und Kreuzberg ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die gewaltige Ruine der Burg Are aus dem 12. Jahrhundert. Der Ort Altenahr entstand zu Füßen der Burg um 1100 n. Chr. Er hatte früher eine Ummauerung mit 3 Toren, von denen das letzte vom Ahr-Hochwasser 1804 zerstört wurde. Altenahr hatte zeitweise Stadtrechte und war kurkölnischer, seit 1816 preußischer Verwaltungssitz im mittleren Ahrtal.
In der Ortslage von Altenahr befindet sich im Langfigtal das Naturschutzgebiet "Ahrschleife bei Altenahr" mit der Naturschutz-Jugendherberge. Ein Kindergarten, die Ahrtalschule mit Grund- und Realschule plus, sowie ein modernes Senioren- und Pflegezentrum gehören zur Infrastruktur der Ortsgemeinde. Über dem Ortsteil Kreuzberg erhebt sich die heute noch bewohnte Burg Kreuzberg aus dem 14. Jahrhundert.

1834 wurde der Straßentunnel in Altenahr und eine Straße durch das enge Ahrtal gebaut.
Mit dieser Verkehrserschließung und der Einrichtung einer Postverbindung setzte damals in Altenahr der Tourismus ein, der sich verstärkte, als vor mehr als 100 Jahren die Eisenbahnlinie durch das Ahrtal bis Altenahr gebaut wurde.
Altenahr hat sich in der Folgezeit zu einem vielbesuchten Ausflugs- und Erholungsort entwickelt. Dabei überrascht das in Relation zur Ortsgröße große und leistungsfähige gastronomische Angebot ebenso wie die vielen Freizeitmöglichkeiten.

Berg - Aussicht auf den Ahrhöhen
Mit seinen sechs Eichenblättern in blau und gold, die unter dem schwarzen kurkölnischen Balkenkreuz angeordnet sind, gibt das Wappen der Ortsgemeinde Berg einen Hinweis auf die sechs Ortsteile: Berg, Freisheim, Krälingen, Häselingen, Vellen und Vischel. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsteils Vischel erfolgte 893 im Prümer Urbar. Die rund 1.300 Einwohner zählende Ortsgemeinde bietet eine gut ausgebaute Infrastruktur. Sowohl der Kindergarten in Freisheim, als auch die Grundschule in Krälingen bieten Übermittags- und Nachmittagsbetreuung an. Die ehemalige Schule in Berg wurde zum Dorfgemeinschaftshaus umgestaltet. Sportplätze mit Umkleidegebäuden befinden sich in Berg und Krälingen. In Freisheim können sich jugendliche Kicker auf einem Bolzplatz austoben.
Die Vischeltalhalle in Freisheim wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt und kann für private Feiern angemietet werden. In den einzelnen Orten werden Kinderspielplätze unterhalten.

Dernau - Das romantische WeinKulturDorf
Dernau hat rund 1.800 Einwohner und ist mit 141 ha Weinbaufläche die größte weinbautreibende Ortsgemeinde des Ahrtals. Neben privaten Winzerbetrieben werden in der Dagernova Weinmanufaktur die Trauben der mehr als 600 Winzer verarbeitet. Daher kann eine Vielzahl an individuellen Weinen angeboten werden. Dernau ist der Geburtsort von zwei deutschen Weinköniginnen.
Neben den Winzerbetrieben finden sich in Dernau hauptsächlich Kleinbetriebe aus Einzelhandel und Handwerk. Größter und stetig wachsender Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Dabei wird ein vielfältiges Angebot sowohl bei den Unterkünften als auch im Freizeitbereich geboten.
Dernau verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie Kindertagesstätte und Grundschule mit Übermittags- und Nachmittagsbetreuung.
Ein reges Vereinsleben prägt den Ort. Eine großzügige, moderne Sportanlage, die "Ahr-Rotwein-IXC-Arena", verfügt über Kunstrasenplatz und Kunststofflaufbahn, die Tennisanlage mit drei Plätzen erweitert das Angebot. Von 1960 bis 1972 entstand zwischen Dernau und Ahrweiler der sogenannte "Regierungsbunker". Das streng geheime, unterirdische Bauwerk umfasst ein 17,3 km langes Gänge- und Stollensystem. Das in der Gemarkung Dernau liegende Kloster Marienthal im gleichnamigen Ortsteil wurde 1136 gegründet.
Im letzten Jahrhundert war der ehemalige Klosterbau Teil einer staatlichen Weinbaudomäne. Der staatliche Weinbaubetrieb wurde 2004 von privaten, lokalen Winzerbetrieben übernommen. Heute befindet sich in den historischen Klostermauern ein modernes Weingut. Im Juni 2010 wurde das Weingut Kloster Marienthal vom Deutschen Weininstitut als "Höhepunkt der Weinkultur" ausgezeichnet. Das Weingut Kloster Marienthal mit der Ruine der Klosterkirche ist ein beliebter Veranstaltungsort mit besonderem Ambiente.

Heckenbach - Historischer Wanderweg
Die im Jahre 1960 gegründete Ortsgemeinde Heckenbach besteht heute aus den Ortsteilen Blasweiler, Beilstein, Cassel, Fronrath, Frankenau, Oberheckenbach, Niederheckenbach und Watzel. Es handelt sich dabei um einen Teilbereich der Ortschaften, die 1938 bis 1940 wegen der Anlage des Luftwaffenübungsplatzes Ahrbrück geräumt werden mussten. Heckenbach ist mit seinen mehr als 27 km² Fläche und nur 260 Einwohnern, die flächenmäßig zweitgrößte und von der Bevölkerungsdichte kleinste Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Altenahr.
Der "Historische Wanderweg" (ca. 18 km) beginnt in Niederheckenbach und führt durch Wacholderheide und dichte Wälder.

Hönningen - Reges Vereinsleben
Gemeinsam mit dem Ortsteil Liers zählt die Ortsgemeinde rund 1100 Einwohner. Die Tendenz ist steigend, da in der Ortsgemeinde ausreichend Baugebiete erschlossen wurden. Örtliche Gewerbeflächen sind ausgewiesen. Handwerks- und Gewerbebetriebe, Gaststätten und eine Tankstelle dokumentieren die Bedeutung von Hönningen und Liers. Die Gemarkung, die etwa 1000 ha umfasst, stellt außerdem einen wichtigen Lebensraum für Rotwild, Rehe und Wildschweine dar. Stark bewaldete Bergrücken mit Höhenunterschieden von bis zu 300 m bestimmen das Landschaftsbild. Am Südrand der Ortsgemeinde befindet sich das Naturschutzgebiet "Teufelsley". Der Ahrradweg, der Ahrsteig und weitere gut ausgebaute Wanderwege in der abwechslungsreichen Umgebung laden zu Freizeitaktivitäten ein. Die Infrastruktur bietet unter anderem einen Kindergarten mit Krippenplätzen, Dorfgemeinschaftshäuser, Jugendräume, gut erhaltene Spielplätze, Sportplatz mit Umkleidegebäude, sowie einen Bolzplatz in Hönningen und in Liers.
Eine Vielzahl von Vereinen - Musik, Sport, Karneval, Junggesellen, Frauengemeinschaft etc. - bieten neben zahlreichen Freizeitangeboten die Möglichkeit, sich aktiv am Dorfleben zu beteiligen.

Kalenborn - Gute Verkehrsanbindung
Durch die gute Verkehrsanbindung und landschaftlich reizvolle Lage wurde Kalenborn schon seit Ende der 60er Jahre Wohnsitz für viele Neubürger, die ihre Arbeitsstätte im Großraum Bonn gefunden haben. Dennoch hat sich die rund 680 Einwohner zählende Ortsgemeinde ihren dörflichen Charakter erhalten. Ein ausgeprägtes Gemeinschaftsleben sorgt unter anderem dafür, dass kommunale Projekte realisiert werden können. Der Kindergarten, das Dorfgemeinschaftshaus, Gastronomie und Reiterhöfe gehören zur Infrastruktur des Ortes.
Eine großzügige Wanderhütte mit Grillplatz, zwischen Waldrand und Sportplatz gelegen, kann angemietet werden.
Obwohl Kalenborn auf den Ahrhöhen liegt, ist hier das Quellgebiet des längsten Baches Europas, der Swist.

Kesseling - Ursprungsort des Ahrweins
762 schenkte König Pippin die Klosterzelle "Casleoca" mit einem Wald an die Abtei Prüm. Somit ist Kesseling der erste Ort an der Mittelahr, der in einer Urkunde erwähnt ist. Das Kloster in Kesseling war maßgeblich an der Christianisierung der Ahrregion und der nördlichen Eifel beteiligt. Außerdem führten die Mönche den Weinanbau in der Region ein.
Heute ist Kesseling mit seinen mehr als 31 km² Fläche der gebietsmäßig größte Ort innerhalb der Verbandsgemeinde Altenahr und bietet mit den Ortsteilen Kesseling, Staffel und Weidenbach rund 600 Einwohnern eine Heimat.
In der Ortsgemeinde stehen Dorfgemeinschaftshäuser zur Verfügung. Das ehemalige Pfarrhaus in Kesseling, dort wo ursprünglich das Kloster stand, ist eines der ältesten Gebäude im gesamten Landkreis Ahrweiler. Als Kulturdenkmal von besonderem Wert wurde das Pfarrhaus im Rahmen des rheinlandpfälzischen Dorferneuerungsprogramms, drei Jahre lang unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte restauriert. So wurde 2015 ein neues attraktives Ortsgemeindezentrum mit Vorzeigecharakter eröffnet.
Schon heute bildet das "Mehrgenerationenhaus für Jung und Alt" für das lebendige Vereins- und Dorfleben von Kesseling einen wichtigen Eckpfeiler in der künftigen Dorfentwicklung.
Die Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr legte am Alten Pfarrhaus einen Weinberg an. Mit dem kleinen Weinberg unterstützt die Winzergenossenschaft die These, dass Kesseling als Ursprungsort des Ahrweines gilt.

Kirchsahr - "Wanderparadies Sahrbachtal"
Das Sahrbachtal wird von Kennern als eines der schönsten Mittelgebirgstäler Deutschlands beschrieben. Rund 400 Einwohner leben in der rund 6 km² großen Ortsgemeinde. Wer über Burgsahr und Binzenbach den Hauptort der Ortsgemeinde Kirchsahr erreicht, kann die den Ort überragende kleine Pfarrkirche kaum übersehen. Die Kirche beherbergt eines der bedeutendsten Kunstwerke der Eifel aus dem 15. Jahrhundert: Ein auf Holz gemalter Flügelaltar. Das "Wanderparadies Sahrbachtal" bietet ein rund 80 km umfassendes Wegenetz.
Neben der herrlichen Landschaft birgt das Tal historische und kulturelle Schätze, auf die am Wegesrand hingewiesen wird. Kelten und Römer, Herren und Knechte, Bauern, Bergleute und Köhler haben die Landschaft mit geprägt.

Lind - Themenwege mit Weitsicht
Lind, Obliers und Plittersdorf wurden nach der kommunalen Neugliederung 1971 zur Ortsgemeinde Lind zusammengelegt. Diese bedeckt mehr als 12 km² Fläche und hat rund 500 Einwohner.
Dorfgemeinschaftshäuser stehen in Lind und Plittersdorf zur Verfügung. Eine großzügige Wanderhütte mit Grillplatz wird auch gerne für private Veranstaltungen genutzt. Der AhrSteig führt an Lind vorbei und vermittelt zusammen mit den Themen - Rundwanderwegen nachhaltig landschaftliche Eindrücke. Von der Linder Höhe (488 m) bieten sich einzigartige Ausblicke weit über die umschließenden Täler, die Eifel, bis hin zum Siebengebirge.

Mayschoß - Weinbau auf der Sonnenseite
In Mayschoß ist die älteste Winzergenossenschaft der Welt zu Hause. Die Genossenschaft wurde als erste ihrer Art 1868 gegründet.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mayschoß 1106 unter dem Namen "Meinscozen". Das Dorf wird von dem gewaltigen Burgfelsen der Saffenburg überragt, der wohl ältesten Befestigung des Ahrtales. Von der ehemals mächtigen Burg sind heute nur noch Reste zu erkennen. Von rund 900 Einwohnern des Dorfes haben fast alle auf unterschiedliche Weise einen Bezug zum Weinbau, der das Ortsbild seit Generationen prägt. Der örtliche Kindergarten bietet Übermittags- und Nachmittagsbetreuung. Zu den Freizeiteinrichtungen zählen unter anderem ein Sportplatz mit Umkleidegebäude, sowie Grill- und Schutzhütten an exponierten Stellen, unter anderem am bekannten Rotweinwanderweg.

Rech - Kleiner Weinort mit großen Weinen
Urkundlich erwähnt wird Rech erstmals um 1140, als dem nahen Kloster Marienthal ein Gut in "Reth" zugewiesen wird. 1482 kommt der Ort zur Herrschaft Saffenburg. Im Mittelalter war das Dorf Rech eine bedeutende Wallfahrtsstätte. Pilger von weither verehrten in der Kapelle die hl. Luzia und kauften auf dem Markt Tuch und Leinen. 1723 wird mit dem Bau der steinernen Ahrbrücke begonnen. Heute ist die "Nepomuk Brücke" die älteste noch erhaltene Ahrbrücke, die als einzige die große Flut von 1910 überstand. Bekannte Weinlagen rund um den kleinen Ort sind: "Recher Blume", "Recher Hardtberg" und "Recher Herrenberg".