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Im Walzertakt ins Eheleben

Vermutlich habe Sie schon beides erlebt: den Eröffnungswalzer auf einer Hochzeit als hochemotionalen, wunderschönen Moment und den Eröffnungswalzer als Aneinanderreihung peinlicher Situationen für das Brautpaar. So oder so, irgendwie gehört er auch heute noch dazu, egal ob dazu Doris Day "Que sera" singt, oder ganz klassische Strauß-Melodien erklingen. Der Hochzeits- oder Eröffnungswalzer ist die Gelegenheit für das frischgebackene Ehepaar zu beweisen, dass es gut miteinander harmoniert.

Um Peinlichkeiten beim Hochzeitswalzer vorzubeugen, sollten Paare, die sonst nie miteinander tanzen, rechtzeitig vor der Hochzeitsfeier einen Tanzkurs absolvieren. Die meisten Tanzschulen sind auf diesen ganz speziellen Ausbildungsbedarf eingerichtet und bieten spezielle "Hochzeits-Tanzkurse" an, in denen dem Brautpaar einfache Grundschritte von Walzer bis Discofox beigebracht werden.

Was heute als Tradition daher kommt, war übrigens gegen Ende des 18. Jahrhunderts noch als unzüchtig und ordinär verpönt, berührten sich doch die Tanzenden beim Walzer in aller Öffentlichkeit. Das war zunächst unerhört. Doch schon bald verdrängte der Walzer das berührungsarme Menuett, zuvor der klassische Gesellschaftstanz der Aristokratie, und setzte sich in allen Gesellschaftsschichten durch.

Alternativen zum Hochzeitswalzer
Natürlich muss es nicht immer der klassische Hochzeitswalzer sein, bei dem sich das Brautpaar alleine und vor aller Augen auf der Tanzfläche. Es kann schon ausreichen, wenn das Brautpaar lediglich die ersten Takte alleine tanzt, um dann mit der Ansage "Alles Walzer" auch alle anderen Gäste auf die Tanzfläche zu holen.

Pfiffige Alternativen finden sich auch auf YouTube. Besonders im Gedächtnis bleibt ein Paar, dass den Abschlusstanz aus "Dirty Dancing" nachgetanzt hat sowie eine Hochzeitsfeier, bei der die Choreographie zu Michael Jacksons Thriller nachgetanzt wurde.