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Historischer Zeitstrahl Strausberg

Historischer Zeitstrahl Strausberg

1225
Um 1225 wird eine Burganlage auf der höchsten Erhebung am Ostufer des Straussees errichtet. Nur kurze Zeit später entwickelt sich etwas abseits (am heutigen Lindenplatz) ein Marktort an dem eine Kirche (Nikolaikirche) erbaut wird.

1240
Kurz nach 1240 erweitern die brandenburgischen Markgrafen Johann I. und Otto III. den Marktort Strausberg zur Stadt, verleihen ihr eine größere Feldmark und das Recht der Altstadt Brandenburg.

1250
Um 1250 wird mit dem Bau der Marienkirche begonnen - einer frühgotischen Feldstein-Basilika mit lang gestrecktem Chor und einem im Westen vorgelagerten Querturm.

1252/45
1252/45 kommen Dominikanermönche nach Strausberg und errichten an der Nordwestecke der Stadt ein Kloster, wozu ihnen Markgraf Otto III. einen Teil des Burggeländes überlässt.

1254
Um die Sicherheit der Stadt und des Klosters zu gewährleisten wird 1254 mit dem Bau der Stadtmauer begonnen.

1432
1432 kommen die Hussiten auf ihrem Vergeltungsfeldzug durch die Mark Brandenburg, erobern Strausberg und richten beträchtlichen Schaden an.

1540
1540 kommt in Folge der Reformation der erste lutherische Prediger in die Stadt. Das Kloster wird aufgehoben, seine Kostbarkeiten vermehren die Einnahmen des Landesherrn, der die Grundstücke und Gebäude einem kurfürstlichen Rat übereignet.

1598
1598 wütet die Pest in Strausberg und Umgebung. Wie schon 1549, 1550 und 1575 sterben Hunderte Bürger der Stadt, darunter auch der Pfarrer und märkische Chronist Andreas Engel.

1714
1714 wird Strausberg zur Garnisonsstadt. Es zieht eine Kompanie des Infanterieregiments 23 ein. Die Soldaten werden oftmals gemeinsam mit ihren Familien bei den Bürgern der Stadt einquartiert.

1765
1765 will König Friedrich II. in Strausberg übernachten, muss das Zimmer aber wegen eines qualmenden Herdfeuers wieder verlassen. Er soll es der Stadt nie vergessen haben, dass er "in dem verfluchten Loch ausgeschmaucht" wurde.

1867
1867 eröffnet die Königlich preußische Ostbahn am 1. Oktober den Verkehr zwischen Berlin und Küstrin. Die Verbindung zwischen der Stadt und dem 6 km entfernten Bahnhof besorgen private Fuhrunternehmer und die Königliche Post.

1893
1893 am 17. August eröffnet die "Strausberger Eisenbahn-AG" den Verkehr zwischen der Altstadt und dem "Ostbahnhof" an der Küstriner Strecke.

1894
1894 beginnt der regelmäßige Fährbetrieb über den Straussee, seit 1915 elektrisch betrieben; dazu dient eine 360 m lange freihängende Oberleitung, die als einmalig in Europa gilt.

1908
1908 wird das Strausberger Heimatmuseum gegründet.

1945
1945 am 19. und 20. April fliehen die meisten Bewohner aus der Stadt; Bombenangriffe und Artilleriebeschuss richten Zerstörungen an.
Am Morgen des 21. April 1945 rückt die Rote Armee kampflos in die Stadt ein. Wenige Tage später bilden Antifaschisten einen neuen Magistrat, und der sowjetische Kommandant setzt den Kommunisten Otto Langenbach als Bürgermeister ein.

1952
1952 wird Strausberg Kreisstadt und damit zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum eines neu gebildeten Kreises.

1956
1956 geht aus dem Hauptstab der Kasernierte Volkspolizei das Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR hervor.

1990
1990 wird das Verteidigungsministerium der DDR (zuletzt "Ministerium für Abrüstung und Verteidigung") aufgelöst.

2013
2013 zieht in die Gebäude des ehemaligen Verteidigungsministeriums der DDR das neu geschaffene Kommando Heer der Bundeswehr ein.

2015
2015 feiert Strausberg das 775. Stadtjubiläum.

Entdecken Sie die lebendige Geschichte der Stadt Strausberg bei einem Rundgang durchs Stadtmuseum oder einem geführten Stadtrundgang.

Stadtmuseum Strausberg
August-Bebel-Str. 33, 15344 Strausberg
Telefon: 03341 23655
E-Mail: stadtmuseum@stadt-strausberg.de