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Kindertagesbetreuung mit hohem Niveau

Fachliche und finanzielle Unterstützung für gute Betreuung

Der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie unterstützt die Kindertagesbetreuung fachlich beratend und finanziell. Er plant im Sinne einer bedarfsgerechten Versorgung mit Betreuungsplätzen.

Kindertagesstätten
Der Fachdienst kooperiert mit den Trägern der freien Jugendhilfe und begleitet fachlich und finanziell die Angebote von derzeit 47 Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet Salzgitters. Die Kindertagesstätten bieten familienergänzende Erziehung und Bildung. Sie fördern Kinder mit dem Ziel, selbstständige und gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten zu werden. Die Kindertagesstätten arbeiten in Form von Krippen, Kindergärten und Horten oder in Mischformen dieser Angebote. Ein besonderes Anliegen der Stadt Salzgitter ist es, die Qualitätsentwicklung in den Kitas kontinuierlich zu steigern.

Dazu gehören:
  • ein gesundes, aus frischen Lebensmitteln zubereitetes Verpflegungsangebot für Kita-Kinder nach den DGE-Qualitätsstandards für gesunde Ernährung
  • ein Schutzkonzept für Kitas zur Umsetzung von Verfahren zur Sicherung von Kinderrechten, Schutz vor Gewalt sowie Prävention "Sichere Orte für Kinder"
  • ein Konzept für die Weiterentwicklung und Qualifizierung von Praxisanleitung in den Kitas
  • eine dritte pädagogische Kraft in den Krippengruppen, um eine beziehungsvolle Betreuung der Kinder zu gewährleisten
  • ein ansteigender Anteil an männlichen Erziehern in den Kitagruppen, als Resultat einer kontinuierlichen betreuenden "Männerarbeit"
Sprachförderung / Sprachbildung
Die Sprachförderung / Sprachbildung
bildet seit Jahren einen besonderen Schwerpunkt in der pädagogischen
Arbeit der Kitas. Die zusätzliche finanzielle Unterstützung durch die Stadt Salzgitter hat es ermöglicht, das Sprachförderprojekt "Sprache und Sprechen leben" zu konzipieren. Alle pädagogischen Mitarbeitenden der Kitas wurden in den Grundlagen der Sprachentwicklung und Sprachförderung geschult. Resultat ist, dass sich in der Sprachförderung vor der Einschulung "Fit in Deutsch" laut Statistik die Anzahl der zu fördernden Kinder gesenkt hat.

Den Erfordernissen an Unterstützung, die die Kitas mit einem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund und aktuell mit der hohen Anzahl von Flüchtlingskindern haben, begegnet die Stadt Salzgitter mit dem Einsatz einer "Fachkraft für Sprache und Migration". Sie informiert in den Kitas über kulturelle Hintergründe der Migranten-Familien, sensibilisiert die Teams für die besonderen interkulturellen Bedarfe und nimmt die Rolle eines Vermittlers in der Elternarbeit ein.

Kindertagespflege
Wenn Eltern eine familienähnliche Betreuung wünschen oder die Betreuung eines Kindes in den Kindertagesstätten nicht möglich ist, unterstützt das Familienservicebüro die ratsuchenden Sorgeberechtigten. Der Betreuungsbedarf und die Situation des Kindes und der Sorgeberechtigten werden im Einzelfall besprochen, um eine geeignete Tagespflegeperson für das Kind zu finden.
Bei der Kindertagespflege kann es sich um eine Tagesmutter oder -vater handeln, in deren Haushalt die Kinder betreut werden oder um eine Pflegeperson, die in den Haushalt der Kinder kommt. Des Weiteren halten mehrere Großtagespflegestellen Betreuungsangebote der Tagespflege vor.

Babybegrüßung
Für alle Eltern eines neugeborenen Kindes hält die Stadt Salzgitter ein besonderes Begrüßungspaket bereit. Die Babybegrüßungstasche mit vielfältigen Informationen zur Entwicklung des Kindes, Frühen Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten sowie wichtigen Kontaktdaten für Familien. Außerdem enthält die Tasche einen hochwertigen Kinderlöffel, von Senioren selbstgestrickte Babysöckchen, eine Zahnbürste für Kleinkinder von 0 bis 2 Jahren und ein Bade-Quietsche-Ente sowie die Elternbriefe.

Nach der Geburt ihres Kindes erhalten die Eltern ein Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters und eine Begrüßungskarte für den Willkommensbesuch der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Familienservicebüros. Überreicht werden die Taschen von Familienbesucherinnen. Sie sind außerdem als qualifizierte Erziehungs- oder Integrationslotsinnen tätig. Die Familienbesucherinnen haben ein offenes Ohr für alle Fragen, die Eltern bewegen. Sie informieren über hilfreiche Angebote und AnsprechpartnerInnen im Stadtgebiet und erklären den Eltern die mitgebrachten Informationsmaterialien. Das Begrüßungspaket kann von den Eltern auch persönlich im Familienservicebüro abgeholt werden.

Familienhebammen
Über die Bundesinitiative "Frühe Hilfen" startete Salzgitter 2012 mit dem Projekt "Familienhebammen". Es werden regelmäßig Hebammen und Familienkinderkrankenschwestern zu Familienhebammen qualifiziert. Diese werden bei Sorgeberechtigten mit besonderem Förderbedarf bis zu einem Jahr begleitend eingesetzt.

Frühe Hilfen
In der Stadt Salzgitter gibt es eine Vielzahl von Bildungs- und Unterstützungsangeboten als "Frühe Hilfen". Unter dem Aspekt der frühestmöglichen Unterstützung gerade von bildungsfernen Familien bzw. Familien mit Migrationshintergrund hat die Staatsverwaltung über das Landesprogramm "Familienförderung" mit einer anteiligen Förderung von 50 Prozent durch das Land Niedersachsen im Jahr 2012 insgesamt 17 Teilprojekte auf den Weg gebracht, die bis heute Bestand haben. Einen wesentlichen Baustein bilden die Familienzentren und seit 2014 auch die Familienkitas.

Familienzentren
Familienzentren in Salzgitter verstehen sich als "Knotenpunkt" im Netzwerk der Frühen Hilfen. Zielsetzung ist eine engmaschige Verknüpfung der Anbieter von frühkindlichen Bildungs- und Erziehungsprogrammen mit den Familienzentren. Darüber hinaus werden in der Stadt Salzgitter unterschiedliche Eltern-Kind-Bildungsangebote bereit gehalten, die den frühkindlichen Bildungs- und Förderungsprozess im Fokus haben. Über das Landesprogramm "Familienförderung" wurden und werden folgende Kurse angeboten:
  • Griffbereit - zweisprachige frühkindliche Entwicklungsförderung
  • Obstapje - Unterstützung sozial benachteiligter Familien
  • Rucksack - Erhöhung der Kommunikationsfähigkeit von Familien mit Migrationshintergrund
  • Starke Eltern - starke Kinder - Stärkung der Elternkompetenz in deutsch und türkisch
  • wellcome - Unterstützung von Familien in schwierigen Lebenslagen
  • Qualifizierung von ElternbegleiterInnen
  • Elternmediation in Kindertagesstätten - Stärkung der Erziehungsverantwortung in Krisensituationen
  • Elterntraining in der Kindertagespflege - Anleitung für erziehungsunsichere Eltern
  • Natur erleben für Eltern und Kinder - erlebnispädagogisches Programm zur (Umwelt)bildung
  • Errichtung einer Fachstelle Bildungs- und Erziehungspartnerschaften innerhalb des Familienservicebüros
  • Stadtteilmütter - Multiplikatorenbildung von Familien mit Migrationshintergrund
Alle Familienzentren verbindet der Gedanke der Niedrigschwelligkeit, der Vernetzung und der individuellen Förderung von Eltern und Kindern.

Derzeit finden sich sieben Familienzentren an folgenden Standorten:
  • Familienzentrum St. Bernward - Thiede-Steterburg
  • Familienzentrum Christ König - Salzgitter Bad
  • Familienzentrum Purzelbaum - Fredenberg
  • Familienzentrum St. Elisabeth - Seeviertel - Lebenstedt
  • Familienzentrum Wilhelm-Kunze-Ring - Lebenstedt
  • Familienzentrum St. Markus - Lebenstedt
  • Familienzentrum St. Joseph - Lebenstedt
Familienkitas
Analog zu den Familienzentren finden sich in Salzgitter sieben Familienkitas. Diese bieten begleitende und unterstützende Angebote für den Bereich der Elternbildung an und richten sich schwerpunktmäßig an Eltern von Kindern in der Einrichtung. Die Einrichtungen befinden sich auf dem Weg zum Familienzentrum.

Derzeit finden sich sieben Familienkitas an folgenden Standorten:
  • Familienkita Stiftsmäuse, Thiede-Steterburg
  • Familienkita Kunter-Bund, Salzgitter-Bad
  • Familienkita Wirbelwind, Fredenberg
  • Familienkita Goerdelerstraße, Fredenberg
  • Familienkita St. Andreas, Lebenstedt
  • Familienkita Martin Luther, Lebenstedt
  • Familienkita St. Lukas, Lebenstedt
Fachinformationssystem Frühe Hilfen (FIS)
Um einen landesweiten Überblick über die "Frühen Hilfen" zu erhalten, beteiligte sich die Stadt Salzgitter am Modellprojekt mit dem Titel "Fachinformationssystem Frühe Hilfen" (FIS). Im System werden Angebote für Eltern und Kinder von der Geburt bis einschließlich des Übergangs in die Grundschule erfasst.

Informationen dazu gibt es hier:
www.fruehe-hilfen-niedersachsen.de