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Döberitz

Döberitz: Ein "gutes Dorf"

Die Wurzeln von Döberitz gehen auf ein slawisches Fischerdorf an der Havel zurück. Die ersten Gehöfte umstanden in Hufeisenform den bis heute erhaltenen Dorfplatz, an dessen Rand später die Kirche erbaut wurde. Obwohl der Name des Ortes wahrscheinlich "gutes Dorf" bedeutet, wurde es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder von Kriegen, Großbränden und Seuchen heimgesucht.

Gleichzeitig mit der Premnitzer Pulverfabrik (siehe oben) siedelte sich auf der Döberitzer Flur ein kleinerer Rüstungsbetrieb an, in dem auch Schwefelsäure produziert wurde. Die nach 1930 errichteten Anlagen für Sprengstoff und den Benzinzusatz Tetraetylblei (verringert die Klopfneigung von Motoren) wurden nach 1945 abgerissen, gleichzeitig wurde die Döberitzer Fabrik dem Premnitzer Werk angeschlossen. Neben Schwefelsäure (bis 1990) wurde in Döberitz ab 1959 auch wieder Tetraetylblei (bis 2002) hergesellt.

Für das Leben im Ort hatte das aber nur geringe Auswirkungen. Als erwähnenswerte neue Gebäude entstanden lediglich die so genannten "Doktorhäuser", die unmittelbar neben dem Werk für leitende Angestellte gebaut wurden.

Seit 2003 ist Döberitz ein Ortsteil von Premnitz. Die Einwohnerzahl blieb mit etwa 630 Einwohnern stabil. Döberitz hat sich den Dorfcharakter erhalten. Neue Gebäude wurden in den letzten Jahrzehnten zumeist nur dann errichtet, wenn am jeweiligen Standort alte Häuser abgerissen werden mussten.

Obwohl der dörfliche Charakter von Döberitz erhalten blieb, ist dennoch seit der Wende im Ort viel geschehen. Mit Recht sind die Döberitzer stolz auf ihr neues bildschönes Gemeindehaus, welches ein Zentrum des Dorfes bildet. Daneben auf dem Dorfplatz ist ein Spielplatz für die kleinen Döberitzer entstanden. Für die älteren Kinder und die Jugendlichen wurde am Ortsrand ein Sportplatz errichtet, wie ihn wohl wenige Dörfer dieser Größe besitzen dürften: mit Fußball- und Volleyballfeldern, verschiedenen Sportgeräten und - gewissermaßen als Sahnehäubchen - einer modernen Skaterbahn.

Für die jüngsten Döberitzer der Kita "Havelspatzen" wurde 2004 ein neues Gebäude eingeweiht - einer der ersten Kita-Neubauten im Land Brandenburg. Hinzu kommen noch manch andere Veränderungen, wie die neue Straßenbeleuchtung oder die Neugestaltung des Friedhofes.

Außerdem zeichnet sich Döberitz durch ein reges gesellschaftliches Leben aus. So gibt es eine AWO-Ortsgruppe, die sich vorbildlich um die Senioren des Ortes kümmert. In der gut ausgerüsteten und sehr aktiven Freiwilligen Feuerwehr sind vor allem junge Männer und Frauen tätig. Erste Erfahrungen sammeln die Mitglieder zumeist in der Jugendfeuerwehr. Gemeinsam mit anderen Einwohnern organisieren sie auch das Dorffest, das in jedem Sommer einen Höhepunkt des Dorflebens bildet und auch in der Umgebung einen guten Ruf hat.

Man kann ohne Übertreibung sagen: Heute lässt es sich gut leben in dem "guten Dorf" an der Havel.