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Umwelt und Natur

In Kirchhain wird Naturschutz und Nachhaltigkeit großgeschrieben. Die Stadt arbeitet an verschiedenen Projekten, um dies zu fördern. Beispielhaft sind die Projekte "Kirchhain blüht" oder das Pilotprojekt entlang der Röthestraße "Stadtgrün, Artenreich und Vielfältig" genannt. Aber auch die Naturschutzgebiete "Brießelserlen" mit der Radenhäuser Lache und der Erlensee mit der Akustikstation sind gute Beispiele.

Mit der Verabschiedung der Biodiversitätsstrategie durch das Kirchhainer Stadtparlament sind die Absicherung und der Schutz der biologischen Vielfalt in der strategischen Ausrichtung der Stadtentwicklung verankert.

Bioenergie

In Kirchhain produzieren wir über unser vielfältiges Angebotsmix bereits mehr regenerative Energie als wir insgesamt verbrauchen. Neben Windkraftanlagen und dem Biomassezentrum Stausebach entwickeln unsere Stadtteile mehr und mehr Initiativen, eine Versorgung mit regenerativer Energie sicherzustellen.

In Großseelheim wird über die Bio-Energie-Genossenschaft Heinrichsthal fast die Hälfte des Dorfes mit Bio-Energie versorgt. In Kleinseelheim hat sich ebenfalls eine Bio-Energie-Genossenschaft gegründet (Bioenergiegenossenschaft Kleinseelheim eG) und weitere Stadtteile sollen folgen.
Außerdem hat die Stadt entschieden, möglichst viele Dächer der öffentlichen Gebäude mit Bürgerkraftwerken aus Sonnenenergie auszustatten.

Stadtwald

Kirchhain liegt in einer waldreichen Gegend. Die Stadt ist Eigentümerin von über 350 ha Wald. Die Verteilung der Fläche auf die vier Baumartengruppen weist folgende Anteile auf: 31 % Buche, 29 % Eiche, Kiefer 23 % und Fichte 17 %. Darüber hinaus gibt es noch Waldflächen im Privatbesitz sowie von HessenForst.
Die fachliche Betreuung erfolgt im Rahmen der sogenannten Beförsterung durch das Forstamt Kirchhain.

Kirchhain blüht

Die Stadt Kirchhain hat gemeinsam mit dem Bieneninstitut Kirchhain und der BUND Ortsgruppe Kirchhain das Projekt "Kirchhain blüht" gestartet. Ziel ist es, mehr blühende Flächen als Nahrungsquellen für Insekten anzubieten. Vor diesem Hintergrund sind Rasenflächen in Blühflächen umgestaltet worden.

Für Insekten und Wildbienen werden somit vermehrt Nahrungsquellen (Pollen und Nektar) und Möglichkeiten zur Verpuppung angeboten. Hierzu wird die Stadt Kirchhain weitere Flächen nach und nach umgestalten.

Für die Zukunft erhoffen die Initiatoren des Projektes, dass sich auch Privatpersonen dem Projekt anschließen. Sie könnten Rasenflächen durch Blühflächen ersetzen; nahrungsarme gefüllte Pflanzenarten für Kästen und Kübel durch nahrungsreiche Pflanzen ersetzen.

Naturnahe Gestaltung im Außenbereich

"Kirchhain blüht" steht für blühende Flächen im bebauten Stadtbereich. "Naturnahe Gestaltung im Außenbereich" hat zum Ziel, blühende Flächen in der Feldgemarkung zu schaffen. Der Anteil der Feldflur und des Waldes an der Gesamtgemarkung ist sehr viel höher, als der bebaute Bereich. Somit ist es sinnvoll, auch in diesen Flächen Nahrungsangebote und Lebensräume für Bienen und Insekten zu schaffen.

Die Idee ist, in einem Projektgebiet verschiedene Ansätze auszuprobieren. Diese werden im Bereich unterhalb des Annaparkes umgesetzt. Wenn die Maßnahmen gelingen, können die Methoden an anderer Stelle ebenfalls angewandt werden. Nach und nach soll ein Netz von blühenden Wegesäumen, Wiesen, Gräben, Säumen und Hecken entstehen. Dies kann für die Spaziergänger und Radfahrer eine Augenweide sein und für Bienen und Insekten ein neuer Lebensraum.

Stadtgrün: Artenreich und vielfältig

Als bundesweit eine der ersten Kommunen wurde Kirchhain im März 2018 mit dem Label "StadtGrün naturnah" für die naturnahe Gestaltung ihrer Grünflächen ausgezeichnet. Das Label wird vom Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt" und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verliehen.

Das Label "StadtGrün naturnah" ist Herzstück des Projekts "Stadtgrün - Artenreich und Vielfältig", das von 2016 bis 2021 im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird. Hiermit sollen Kommunen belohnt werden, die ihre Grünflächen trotz immer noch bestehender Vorbehalte naturnah gestalten und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leisten.

In Kirchhain setzen blütenreiche Wiesen und naturnahe Staudenbeete farbige Akzente. Im Annapark gelingt es der Stadt zudem, Freizeitnutzung und Naturnähe miteinander in Einklang zu bringen.

Ausführliche Informationen zu den Themen sind unter:
www.kirchhain.de/Umwelt-Natur nachzulesen.