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Geschichte der Stadt

Kirchhain - Stadtrechte seit 1352 - entstand aus der Siedlung "Werploh" (Hügel mit Bäumen) und ist seit 1146 urkundlich erwähnt. Die abwechslungsreiche Geschichte der Stadt ist vor allem bestimmt durch den Deutschritterorden sowie durch die Lage als hessische Festung gegen die Einflüsse der mainzischen Landesherren.
Die Namensgeberin der Stadt ist gut sichtbar: Die Kirche inmitten einer Baumgruppe steht oberhalb der Stadt. Gerade in der Kernstadt finden sich viele geschichtlich interessante Gebäude, wie z. B. die Stadtkirche, das Rathaus am Marktplatz sowie das Gebäude "Blauer Löwe". Aber auch in den Stadtteilen finden sich einige historische Gebäude und Denkmäler, z. B. die Jakobskirche und der jungsteinzeitliche Menhir, die ca. 1.000-jährige Linde in Himmelsberg sowie die einzige Fachwerkkirche Hessens in Schönbach. In Kirchhain bestand bis 1938 / 42 eine jüdische Gemeinde. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16. / 17. Jahrhunderts zurück. Ende des 16. Jahrhunderts (1592) wird erstmals ein jüdischer Bewohner in der Stadt genannt. Seit 2015 verlegen in einem Gemeinschaftsprojekt die Stadt, der Heimat- und
Geschichtsverein Kirchhain e. V. sowie die Alfred-Wegener-Schule "Stolpersteine gegen das Vergessen".

Ausführliche Informationen zu einzelnen Gebäuden und die Geschichte der Stadt sowie das Projekt Stolpersteine finden Sie unter: www.kirchhain.de/Leben-Wohnen/Unsere-Stadt

1146
Erste Angaben über das Dorf Werploh

1238
Der Name Kirchhain erscheint zum ersten Mal in einer Urkunde des Klosters Kalden

1352
Kirchhain wird urkundlich als Stadt genannt. Bürgermeister und Schöffen der Stadt werden ersucht, ihr Siegel an eine Urkunde anzuhängen (Secretum Opodi Kyrchein)

1412
Überfall durch den Mainzer Amtmann in Amöneburg (Graf Heinrich von Waldeck) - dabei fast völlige Verwüstung und großer Brand in der Stadt

1526
Die Stadt Kirchhain ist Sitz des Untergerichts des Amtes Marburg

1529
Wahrscheinlicher Besuch Dr. Martin Luthers in der Stadt (auf dem Weg zum Religionsgespräch mit Zwingli in Marburg)

1533
Bau des Rathauses (Wahrzeichen der Stadt) nach neuen Untersuchungen

1559
Das städtische "Weinhaus" wird am Marktplatz errichtet

1562
Bau des Treppenturms am Rathaus

1755
Endgültige Einigung über die Landesgrenzen zwischen Hessen und Mainz und damit Beendigung des dauernden Streites zwischen Amöneburg und Kirchhain

1821
Mit der neuen Kreiseinteilung für Kurhessen wurde Kirchhain zur Kreisstadt mit den früheren Ämtern Amöneburg, Kirchhain, Neustadt und Rauschenberg (5 Städte und 37 Gemeinden) erhoben

1850
Eröffnung der Main-Weser-Bahn (Teilstrecke Marburg-Kassel)

1900
Eröffnung der Ohmtalbahn Kirchhain-Homberg (Oberhessen) - Burg- und Niedergemünden

1914
Eröffnung der Wohratalbahn

1932
Ende der Kreisstadtfunktion

1957
Einrichtung der Gesamtschule Kirchhain

1971-1974
Eingliederung von 12 ehemaligen selbständigen Gemeinden (heute Stadtteile) in die Stadt Kirchhain

1980
Einrichtung der Fußgängerzone

1984 ff
Altstadtsanierung Kernstadt Dorferneuerungsprogramme in versch. Stadtteilen

1989
Fertigstellung und Freigabe der Südumgehung (B 62)

1996
Modernisierung der Zentralkläranlage des Abwasserverbandes Stadtallendorf-Kirchhain

2000-2003
Sanierung des Rathauses