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Kultur

Kirchberger Kultur (er-) leben

Kirchberg hat kulturell viel zu bieten. Verteilt über das Jahr gibt es zahlreiche Veranstaltungen für jede Altersgruppe. Zum Auftakt des Festjahres verzaubern die Musiker der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach regelmäßig beim Neujahrskonzert im Festsaal des Rathauses die Besucher mit Melodien aus Opern, Operetten, Musicals und Filmen.

Doch nicht nur im Rathaus ist klassische Musik zu hören. Auch in der Kirche St. Margarethen in Kirchberg und in der Katharinenkirche Burkersdorf finden das ganze Jahr über klassische Konzerte statt, die von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde organisiert werden. Zu hören sind oft Stücke des in Kirchberg geborenen Komponisten Christoph Graupner, nach dem auch das Kirchberger Gymnasium benannt wurde. Liebhaber klassischer Musik sollten sich diese Konzerte auf keinen Fall entgehen lassen.

Fest im Veranstaltungskalender der Kirchberger verankert ist das Borbergfest mit dem Oldtimertreffen "Kirchberg Classics" und dem Familientag am ersten Juniwochenende.

Auch das Altstadtfest ist nicht mehr aus der Stadt wegzudenken. Am ersten Samstag im Oktober wird das Areal zwischen Meisterhaus und Kirche zur Festmeile. Straßenkünstler, Handwerker, Vereine, Musikgruppen, Gewerbetreibende und Gastronomen sorgen für Unterhaltung und Gaumenfreuden.

Am ersten Adventswochenende wird die Stadt dann in ein wunderschönes, weihnachtliches Licht getaucht. Zahlreiche Besucher aus Kirchberg und der Umgebung kommen, angelockt von Glühweinduft und einem festlich, fröhlichen Programm, auf den Altmarkt zum Pyramidenanschieben und zum Weihnachtsmarkt.

Doch auch Partyfreunde kommen in Kirchberg auf ihre Kosten. Bei der Winternacht, dem Frühlings- und dem Oktoberfest ist feucht-fröhliche Stimmung im Festzelt garantiert.

Seit 2018 gibt es das Café Marie am Kirchberger Altmarkt. Das Café, das von der Lebenshilfe Westsachsen e. V. betrieben wird, ist ein Ort der Begegnung in entspannter Atmosphäre, für Menschen mit und ohne Behinderung. Regelmäßig finden hier Vorlesungen, Vorträge und Musikabende statt. Die Termine gibt es unter www.marie-cafe.de

Das Meisterhaus in Kirchberg ist zu einem wahren Schmuckkästchen geworden. In dem Haus sind die städtische Bücherei, die Modellbahnausstellung und das Textil- und Heimatmuseum untergebracht. Auch hier finden regelmäßige Veranstaltungen und Ausstellungen statt, die das kulturelle Leben bereichern.

Im Museum "Alt Kirchberg" in der Torstraße, im Stollnsystem "Am Graben" und im Huthaus mit Engländerstolln "Am Hohen Forst" gehen die Besucher auf eine Zeitreise. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Bergbaus, die von den Kirchberger Bergbrüdern liebevoll gepflegt wird.
www.kirchberger-bergbrueder.de

Ein besonderer Ort für Veranstaltungen ist die Kirchberger Kulturinsel an der Auerbacher Straße. Sie bietet Platz für Konzertabende, Buchlesungen und Filmvorführungen. Sogar der Gitarrist von Nena war schon zu Gast. Im Erdgeschoss des Hauses findet das Kirchberger Kulturcafé seinen Platz. Das Programm gibt es hier: www.kirchberger-kulturinsel.de

Das Maibaumstellen und das Adventssingen werden von dem Erzgebirgischen Heimatverein auf die Beine gestellt. Zusammen mit den Kirchberger Kunstfreunden organisieren die Vereinsmitglieder zudem am Dienstag vor dem Buß- und Bettag einen besonderen Reisevortrag im Festsaal des Kirchberger Rathauses, der jedes Mal gut besucht ist.
www.ehv-kirchberg.de

Natürlich gibt es neben den genannten Veranstaltungen noch zahlreiche weitere Feste und Märkte, die von vielen fleißigen Helfern und Vereinen auf den Weg gebracht werden. Ihnen gebührt ein großer Dank. Denn sie tragen dazu bei, dass das kulturelle Leben noch bunter und vielseitiger wird. Alle Veranstaltungen sind im
Veranstaltungskalender der Stadt Kirchberg unter www.kirchberg.de zu finden.

Das Borbergfest in Kirchberg - Eine Stadt feiert

Es ist DIE Veranstaltung in Kirchberg: das Borbergfest, das traditionell am ersten Juniwochenende in der 7-Hügel-Stadt begangen wird. Erstmals wurde es 1881 gefeiert. Der Zweite Weltkrieg setzte dem Fest 1939 ein vorläufiges Ende. Erst 23 Jahre später, anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 1962, wurde es wieder belebt. Seitdem ist das Fest aus dem Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr wegzudenken. Jedes Jahr strömen Kirchberger und ihre Gäste zum Festplatz am Fuße des Borbergs, um gemeinsam zu feiern und ein buntes Programm zu genießen.

Der Borbergfest-Samstag steht ganz im Zeichen der Automobilgeschichte. Ab 8.00 Uhr rollen hunderte Oldtimer-Fans mit ihren motorisierten Klassikern auf den Festplatz zum Oldtimertreffen "Kirchberg Classics". Dort können Teilnehmer und Gäste den ganzen Vormittag über ein Jahrhundert Fahrzeuggeschichte erleben. Ab 13.00 Uhr starten dann die mehr als 800 historischen Mopeds, Motorräder, PKW, LKW und motorisierte Fahrräder zur Rundfahrt durch die schöne sächsische Landschaft. Der Tag klingt schließlich mit Tanz und Musik im Festzelt aus.

Der Borbergfest-Sonntag beginnt um 8.30 Uhr mit dem Kreishähnewettkrähen auf der Freilichtbühne. Von 9.00 bis 13.00 Uhr spielen die Skatfreunde im Anton-Günther-Berghaus auf dem Borberg um den Pokal der Bürgermeisterin.

Ab 13.00 Uhr startet der Familientag auf dem Festgelände. Zahlreiche Attraktionen und Stationen für Jung und Alt laden zum Spielen und Mitmachen ein. Parallel dazu geben von 14.00 bis 16.00 Uhr der Männergesangverein Arion 1898 Saupersdorf e. V. und weitere Gastchöre auf der Freilichtbühne eine Kostprobe ihres Könnens.

Die Stadt Kirchberg freut sich auf Ihren Besuch.

Wir sind Welterbe!

Seit dem Sommer 2019 ist die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří UNESCO-Welterbe. Dazu gehört auch die Bergbaulandschaft Hoher Forst. Das Besondere: Sie vereint drei Kommunen - Kirchberg, Hartmannsdorf und Langenweißbach. Das Areal liegt im Gebiet der Gemeinden Hartmannsdorf und Langenweißbach, der Verein, der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hat - die NABU-Ortsgruppe Kirchberger Natur- und Heimatfreunde - ist in der 7-Hügel-Stadt verwurzelt. "Der Titel birgt viele Chancen. Auf uns kommt aber auch viel Arbeit zu", sagt Bürgermeisterin Dorothee Obst.

Der Hohe Forst gilt als eine der ältesten und am besten erhaltenen Bergbaulandschaften des Erzgebirges. Bereits im 13. Jahrhundert begann in diesem Gebiet zunächst der Abbau von Silber-, später von Kupfererzen, und es entwickelte sich eine Bergstadt, die jedoch bald wieder aufgegeben wurde. Heute zeugen zahlreiche Relikte in Form von Halden und Pingen von der wechselvollen Geschichte dieses Bergbaustandortes.

Seit Jahren schon zieht es Besucher in das Gebiet, was vor allem an dem unermüdlichen Engagement der NABU-Ortsgruppe Kirchberger Natur- und Heimatfreunde liegt, die sich dem Areal angenommen haben. Sie legten einen Natur- und Bergbaulehrpfad an und errichteten einen Wanderrastplatz mit einer Schutzhütte, dem "Huthaus Engländerstolln". Ihrem Fleiß und ihrer Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass der Hohe Forst mit Martin-Römer-Stolln, Engländer-Stolln und den Relikten der Burg- und Bergbausiedlung zu den 22 ausgewählten Denkmalen, Natur- und Kulturlandschaften der Montanregion Erzgebirge/KrusnohoU+2D8rí gehört. Diese 22 Bestandteile repräsentieren die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus. "Wir sind sehr stolz, dass der Hohe Forst und damit auch unsere Arbeit mit diesem Prädikat ausgezeichnet wurde und wir hoffen, dass nun noch mehr Besucher den Weg zu uns finden", so Wolfgang Prehl, Vorsitzender der NABU Ortsgruppe Kirchberg.