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Chronik 12./13. Jahrhundert

1124
In diesem Jahr wird die Genehmigung für den Bau der die Madlower Kirche erteilt. Dabei handelt es sich um einen Holzbau. Im 14. /15. Jahrhundert wird die heutige Kirche erbaut und erfährt immer wieder Anbauten und Veränderungen. Später erhielt diese vermutlich älteste Kirche der Region Bronzeglocken.

30.11.1156
In einer Urkunde mit diesem Datum findet sich erstmalig die spätere Stadt Cottbus erwähnt. Markgraf Konrad von Meißen legte fest, daß er allen seinen weltlichen Gütern und der Macht entsagt und von nun an als Mönch auf dem Petersberg bei Halle/Saale leben wollte. Unter den Zeugen wird Heinricus Castellanus de Chotibuz aufgeführt. Dieser Kastellan auf dem Cottbuser Schloß gilt als Vertreter der weltlichen Macht, er war wohl auch Lehnsmann der Wettinischen Markgrafen von Meißen. Nur wenig später, gegen Ende des 12. Jahrhunderts, bezeugt eine Handschrift aus dem Kloster Nienburg an der Saale, daß es neben der Burg bereits einen Markt und eine Kirche in Cottbus gibt.

1199
In einer Urkunde bestätigt Markgrafen Konrad II. die Grenzen des Klosters in Doberlug und sichert den Mönchen seinen Schutz zu. Thymo von Cottbus wird als Zeuge benannt und ist damit der erste nachweisliche Vertreter der Cottbuser Herren, die bis 1445 / 55 ihren Sitz auf dem hiesigen Schloß hatten. Diesem Thymo von Cottbus wird auch zugeschrieben, den Weinanbau mit nach Cottbus gebracht zu haben, jedoch fanden sich bisher dafür keine Belege. In den folgenden Jahrzehnten erfolgte die planmäßige Anlage der Stadt, sicher gab es bereits eine Kirche und im Zentrum soll das Rathaus, welches über Jahrhunderte auch ein Kaufhaus war, auf dem Marktplatz gestanden haben. Neben den hier wohnenden Sorben waren es wohl vor allem niederländische oder flämische Siedler, die sich ansiedelten.

1215 - 1233
Eike von Repichow verfaßt mit dem Sachsenspiegel das älteste deutsche Rechtsbuch. In der Einleitung heißt es: "De von Chlodent, de von Crouzke, de von Kotebuz, di sint alle Vranken". Somit stammen die Cottbuser Herren wahrscheinlich aus Franken, bevor sie in der Niederlausitz seßhaft wurden. Nachweisbar sind zudem zwischen 1222 und 1448 adlige Dienstmannen mit dem Namen "Cottbus" - "Codebuz" in der Aschaffenburger Gegend.

1216 - 1225
Etwa in dieser Zeit soll die Stadt Cottbus das deutsche Stadtrecht erhalten haben. Bisher konnte jedoch kein Beleg dafür gefunden werden.

1253
In einem Streit zwischen Reinhard von Kottwitz und dem Kloster Doberlug tritt am 1.2. Heinricus Cotebude als Eideshelfer des Ulrich von Pagk in Bad Liebenwerda auf. Ein Jahr eher, 1252, urkundet Otto von Cottbus als Zeuge. Die Cottbuser Herren zählten vermutlich zu den bedeutenden Adelsgeschlechtern in der Niederlausitz. So ist es am 29.9.1283 Friedhelm von Cottbus, der eine Schenkung des Markgrafen von Meißen an das Kloster Mühlberg bezeugt.

1280
In seiner Chronik aus dem Jahre 1844 berichtet der Kantor Karl Christian Stäber, daß in diesem Jahr alle Lebensmittel "zu höchst günstigen Preisen zu haben" gewesen sein sollen.

1285
In einer Urkunde vom 13.11. ist erstmals ein Cottbuser Pfarrer genannt: "Vice plebanus Jonas" tritt als Zeuge auf.