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Breuberg - die Stadt rund um die Burg und ihre Stadtteile

erlebens-, lebens- und liebenswert

Die Stadt Breuberg entstand im Jahr 1971 aufgrund der in Hessen durchgeführten Gebietsreform. Zusammengelegt wurden die rund um die Burg liegenden Gemeinden Sandbach, Hainstadt, Wald-Amorbach und die Stadt Neustadt mit ihrem Stadtteil Rai-Breitenbach. Die Burg Breuberg gab der neuen Stadt ihren Namen. Die Stadtrechte der Stadt Neustadt - verliehen im Jahre 1378 durch Kaiser Karl den IV. - blieben Breuberg erhalten. Trotz der Ansiedlung großer Industriebetriebe hat sich Breuberg seinen ländlichen Charakter erhalten.

Die Stadtteile und ihre Geschichte

Sandbach 2.870 Einwohner
Der Chronik zufolge soll der Stadtteil Sandbach die älteste Siedlung des Breuberger Landes gewesen sein. Schon um das Jahr 770 hat der Granitfelsen, der den alten Ortsteil überragte, eine Kirche getragen. Diese Kirche ist als Mutterkirche der Region anzusehen. Sie wurde im Jahre 1445 durch ein anderes Kirchengebäude ersetzt, das schließlich der jetzigen Kirche Platz machen musste. An dieser Stätte befindet sich die Grablege der Grafen zu Wertheim. Das Epitaph Michael III. ist uns erhalten geblieben.
Durch Erlass wurde am 14. Mai 1537 in der Herrschaft Breuberg die Reformation durch die Gräfin Barbara zu Wertheim eingeführt. Erwähnung sollten auch die Rokoko-Stuckdecken des "Löwensteiner Jagdschlößchens" finden, welches heute evangelisches Gemeindehaus ist.
Sandbach blieb bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein reines Ackerbaudorf. Erst die Gründung zweier Gummifabriken zu
Beginn des 20. Jahrhunderts machten Sandbach zu einem Industrieort.

Neustadt 1.730 Einwohner
Unmittelbar unter dem Südhang der Burg Breuberg liegt der Stadtteil Neustadt. So bestimmten auch die Burgherren im frühen Mittelalter die Lage und Anlage dieses stillen Landstädtchens.
Einst als Wohnsiedlung für Bedienstete der Burgherren angelegt, entwickelte es sich vom 14. Jahrhundert an zu einer befestigten Markt- und Landstadt mit eigener Gerichtsbarkeit, der im Jahre 1378 die Stadtrechte durch Kaiser Karl IV. verliehen wurden. Im Laufe der Zeit siedelten sich Handwerker und Bauern, welche für den Lebensunterhalt der Burgherren und deren Leute mitsorgten, entlang der alten Handelsstraße an.
Inmitten der Stadt erhebt sich noch heute ein in Deutschland einmaliges hölzernes Kreuz mit den Symbolen des Marktfriedens und der Marktgerichtsbarkeit.
Neustadt war im Mittelalter Sitz bedeutender Adelsgeschlechter. Das Rodensteiner Herrenhaus aus dem Jahre 1569 ist eines der markantesten Fachwerkhäuser der Altstadt, wobei anzumerken sei, dass im Zuge der Dorferneuerung unter viel Eigeninitiative und Unterstützung der Bürger, der Stadt Breuberg, des Odenwaldkreises und des Landes Hessen die Altstadt von Neustadt ihr historisches Flair wiedergewonnen hat.

Das Breuberger Stadtmuseum im Stadtteil Neustadt

Im Zuge der Dorferneuerung im Stadtteil Neustadt wurde das Hintergebäude im Bereich des früheren Neustädter Rathauses grundlegend umgebaut. Im Untergeschoss entstanden Räume zur Nutzung örtlicher Vereine und vor allem beim Historischen Markt, dem Altstadtfest und der Neustädter Kirchweih.
Im Dachgeschoss entstand der "Bürgersaal", der als das Breuberger Trauzimmer (Standesamt), aber auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Das Mittelgeschoss beherbergt das Breuberger Stadtmuseum, ein Raum, der als eine besondere Einrichtung des Breuberg-Museums angesehen wird. Neben der Dauereinrichtung mit Bild- und Texttafeln zu Schwerpunkten der Stadtgeschichte und Stadtentwicklung finden hier immer wieder im Laufe des Jahres Sonderausstellungen zu bestimmten Themen statt. Mit einer Video-Anlage kann ein Film zur Stadtgeschichte vorgeführt werden.
Mit dem Stadtmuseum soll vor allem den Breuberger Vereinen sowie Einzelpersonen die Möglichkeit gegeben werden, sich zu präsentieren und dies mit künstlerischen Aktivitäten bzw. historischen, sozialen und kulturellen Darstellungen zu verbinden.
Beim Stadtmuseum ist der Eintritt frei. Weitere Informationen erhalten Sie am Infoschalter des Rathauses, Telefon 06163 709-0, E-Mail info@breuberg.de

Rai-Breitenbach 870 Einwohner
Am Fuße des Breubergs liegt jenseits der B 426 der Stadtteil Rai-Breitenbach.
"Raibach" wurde bereits im Jahre 798 in Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Lorsch urkundlich erwähnt.
Die Kirche des Stadtteils Rai-Breitenbach dürfte aus der Zeit um die Jahrtausendwende stammen. Sie ist demnach das älteste erhaltene Gotteshaus in der Stadt Breuberg. Sehr sehenswert sind die im Chorraum der Kirche befindlichen Fresken aus dem Jahre 1498.
Nach dreijähriger Planungs- und Bauphase ging 2008 ein Biomasseheizkraftwerk ans Netz. Initiiert wurde es durch den Ortsbeirat. Seitdem ist Rai-Breitenbach als Bioenergiedorf-Odenwald weit über die Grenzen hinaus bekannt. Das Heizkraftwerk versorgt 150 Haushalte und zwei ansässige Schulen mit rund 900 Schülern.
Internet: www.bioenergiedorf-odenwald.de

Hainstadt 1.520 Einwohner
Hainstadt wurde um das Jahr 800 als "Heimstat" zum ersten Mal geschichtlich erwähnt. Der Weiler Rosenbach mit seiner Mühle und dem Hofgut aus dem Jahre 1624 gehören zu Hainstadt dazu, das bereits durch die über den Breubergsattel führende Römerstraße ein Bindeglied zum Maintal darstellte.
Hainstadt ist heute einer von zwei Stadtteilen Breubergs, in dem noch Landwirtschaftsbetriebe ihren Lebensunterhalt durch Viehzucht und -haltung sowie durch Ackerbau bestreiten. Weiterhin findet man dort groß angelegte Apfelplantagen, die in keinem anderen Stadtteil zu sehen sind.
Ein weiterer Anziehungspunkt in Hainstadt ist der Klettersteig des DAV, der als einer der schönsten nördlich der Alpen gilt.

Wald-Amorbach 500 Einwohner
Erstmals tauchte der Name des Stadtteils im Jahre 1286 bei der Erwähnung eines Ritters von "Amerbach" auf. Die heutige Kirche wurde 1741 eingeweiht, hatte aber wohl auch eine Vorgängerkirche, welche 1524 erstmals erwähnt wurde.
Wald-Amorbach, der kleinste der Breuberger Stadtteile, liegt etwas abseits, hat aber umgeben von Wiesen und Wäldern seinen ländlichen idyllischen Charakter behalten. Noch heute wird dort im "Bakkes", dem Gemeindebackhaus, köstliches Brot selbst gebacken.
Wald-Amorbach gewann Ende 2010 in einem vom Land Hessen ausgeschriebenen Wettbewerb und darf sich seitdem "Bio Effizienz-Dorf" nennen. Mit geförderten individuellen Umbaumaßnahmen an Wohnhäusern wird der Endenergieverbrauch gesenkt und in hohem Maße erneuerbare Energien eingesetzt.
Internet: www.wald-amorbach.de