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Wie man sich bettet...

Problemlos einschlummern, tief und fest durchschlafen - erholsamer Schlaf dient der Entspannung, steigert die Konzentration und fördert die Gesundheit. Ob jemand sechs oder neun Stunden zur Regeneration benötigt, hängt von der individuellen Lebensweise ab.

Viele Menschen klagen allerdings über Probleme beim Einschlafen oder liegen die Nacht über sogar wach. Nicht ratsam ist der schnelle Griff zur Schlaftablette, deren häufige Anwendung schädliche Nebenwirkungen nach sich ziehen kann. Oft helfen ein heißes Bad, autogenes Training oder frische Luft. Auch eine falsche Umgebung kann den Schlafrhythmus negativ beeinflussen. Deshalb sollte das Schlafzimmer eine Wohlfühloase darstellen und nicht zur Abstellkammer degradiert werden. Elektrische Geräte wie Handys, Ladestationen und Router werden aus dem Raum verbannt! Um pünktlich aufzustehen, leistet ein klassischer mechanischer Wecker beste Arbeit.

Es empfiehlt sich auch, die eigenen Lebensgewohnheiten zu überdenken. Dazu zählen u. a. der Konsum von Alkohol, Kaffee, Zigaretten ebenso wie Stress, Depression oder Hormonstörungen in den Wechseljahren. Wer über einen längeren Zeitraum mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, sollte unbedingt mit seinem Arzt abklären, ob sich dahinter eine ernsthafte Erkrankung verbirgt.

In vielen Fällen lässt sich das Problem ganz einfach beheben, nämlich wenn als Verursacher von Rückenschmerzen und Schlafstörungen die falsche Matratze ausgemacht werden kann! Steht also die Anschaffung einer neuen Schlafunterlage an, überlegen Sie, ob Ihr vorhandener Lattenrost ebenfalls ungeeignet oder veraltet ist. Kaufen Sie also eventuell gleich eine adäquate Unterfederung dazu. Als Klassiker unter den Lattenrosten gilt der Federholzrahmen. Sind die Endpunkte der Querleisten des Lattenrostes beweglich gelagert, werten Sie es als ein Zeichen guter Qualität.

Wie finden Sie die passende Matratze? Welche Maße, Federung und Härtegrad sollte sie vorweisen? Was ist Kaltschaum, fördert Latex gesunden Schlaf oder doch eher die gute alte Federkernmatratze? Welche Vorteile verschafft ein Wasserbett Ihrem Rücken? Schlafmediziner empfehlen, den Härtegrad individuell den eigenen Wünschen anzugleichen. Grundsätzlich gilt, Personen mit mehr Körpergewicht sollten auf harte Matratzen zurückgreifen, schlanken Menschen wird zu einer eher weichen Matratze geraten.

Der Fachhandel bietet ein enormes Sortiment an unterschiedlichsten Modellen, und die Entscheidung hängt ganz vom Bedürfnis und den Gewohnheiten des Schläfers ab. Machen Sie den Praxistest! Besuchen Sie diverse Fachgeschäfte und berichten dem jeweiligen Verkäufer von Ihren Schlafgewohnheiten und auch von eventuellen Rückenbeschwerden. Vereinbaren Sie ein Probeliegen. Wechseln Sie dabei mehrmals in die Positionen Bauch-, Rücken- und Seitenlage. Achten Sie dabei besonders darauf, wie sich das Liegen in Ihrer bevorzugten Schlafposition anfühlt. Zudem sollte der Fachberater prüfen, ob Ihre Wirbelsäule in jeder Position optimal von der Matratze gestützt wird. Ihre Figur ist ausschlaggebend für die Wahl der richtigen Matratze, denn diese sollte körpergerecht reagieren. An den schweren Stellen (Schulter- und Beckenbereich) muss der Körper einsinken, die Taille soll gut abgestützt werden und darf nicht "durchhängen". Der exakte Verlauf der Wirbelsäule kann dabei nur von einem kompetenten Berater beurteilt werden. Liegt Ihr Körper ergonomisch richtig, werden die Wirbel in die normale Position gebracht und die Bandscheiben somit entlastet.
Haben Sie sich für eine bestimmte Matratze entschieden, achten Sie beim Kauf unbedingt auf das Umtauschrecht. Falls Ihnen nämlich der Härtegrad der neuen Schlafunterlage letzten Endes doch nicht komfortabel erscheint, besteht die Möglichkeit, die Matratze auch noch nach einigen Tagen umzutauschen. Augen auf beim Schnäppchenkauf: Eine billige Matratze muss nicht grundsätzlich schlecht sein, aber in der Regel verlangt Qualität ihren Preis.