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Finanzielle Hilfen

Im Westerwaldkreis stehen zahlreiche Beratungsmöglichkeiten zum Thema "Finanzielle Hilfen" für ältere Menschen zur Verfügung. Von der allgemeinen Lebensberatung der Wohlfahrtsverbände über die Einzelfallberatung der öffentlichen Verwaltungen bis hin zu den Sozialverbänden finden Sie sachkundige Ansprechpartner. Nachfolgend geben wir einen allgemeinen Überblick.

Sozialhilfe nach dem SGB XII

In Not geratene Menschen können unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf staatliche Leistungen nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch haben. Die Aufgabe der Sozialhilfe besteht darin, die Führung eines menschenwürdigen Lebens zu ermöglichen. Dabei gilt das Prinzip der "Hilfe zur Selbsthilfe". Die Sozialhilfe verfolgt das Ziel, die hilfebedürftige Person sobald als möglich wieder unabhängig von staatlicher Hilfe zu machen. Die Hilfen werden nach einer individuellen Bedarfsprüfung als Einzelfallhilfe in Form einer Dienstleistung, Geldleistung oder Sachleistung gewährt.

Nach § 8 SGB XII umfasst die Sozialhilfe folgende Hilfen:
  • Hilfe zum Lebensunterhalt (§§ 27 bis 40 SGB XII)
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (§§ 41 bis 46 b SGB XII)
  • Hilfe zur Gesundheit (§§ 47 bis 52 SGB XII)
  • Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung (§§ 53 bis 60 SGB XII nur noch bis zum 31.12.2019, ab dem 01.01.2020 SGB IX Bundesteilhabegesetz BTHG)
  • Hilfe zur Pflege (§§ 61 bis 66 a SGB XII)
  • Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten (§§ 67 bis 69 SGB XII)
  • Hilfe in anderen Lebenslagen (§§ 70 bis 74 SGB XII).
Zur Klärung der Ansprüche erfolgt durch die zuständigen Sachbearbeiter der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises die jeweils gebotene Beratung und Unterstützung. In besonderen Fällen wie die der "Hilfe zur Pflege" oder der "Eingliederungshilfe", werden Sozialfachdienste hinzugezogen.

Wer seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Mitteln, vor allem aus seinem Einkommen und Vermögen, sicherstellen kann, hat Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt. Voraussetzung ist, dass er das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und kein vorrangiger Anspruch auf Arbeitslosengeld II besteht. Nach Vollendung des 65. Lebensjahres hat er Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Das Gleiche gilt für denjenigen, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und dauerhaft erwerbsgemindert ist. Diese beiden Hilfen sollen den Grundbedarf des täglichen Lebens sicherstellen. Leistungen der Grundsicherung können nur nach einem schriftlichen Antrag gewährt werden.

Demgegenüber dienen die übrigen Hilfen der Unterstützung von Hilfeberechtigten in einer besonderen Bedarfssituation, die sich zum Beispiel durch Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit ergibt. Hilfe zur Gesundheit kann gewährt werden, wenn kein privater oder gesetzlicher Krankenversicherungsschutz vorliegt, kein Einkommen oder Vermögen zur Verfügung steht und auch keine Ansprüche gegenüber sonstigen Leistungsträgern bestehen. Die Hilfe zur Gesundheit umfasst ärztliche und zahnärztliche Behandlung, Versorgung mit Arzneimitteln, Zahnersatz, Krankenhausbehandlung sowie sonstige zur Genesung, zur Besserung oder Linderung der Krankheitsfolgen erforderlichen Leistungen. Die Leistungen entsprechen in der Regel den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Personen, die nicht nur vorübergehend wesentlich behindert oder von einer solchen Behinderung bedroht sind, wird Eingliederungshilfe gewährt, zu Hause oder in Einrichtungen.

Hilfe zur Pflege können Personen erhalten, die infolge von Krankheit oder Behinderung so hilflos sind, dass sie nicht ohne Pflege bleiben können. Vorrangig sind hier allerdings die Leistungen der Pflegeversicherung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Sozialabteilung der
Kreisverwaltung des Westerwaldkreises
Peter Altmeier Platz 1
56410 Montabaur
Telefon: 02602 124-0

Neben Geld oder Sachleistungen kann auch persönliche Hilfe gewährt werden. Dazu zählt die Beratung in Fragen der Sozialhilfe und in sonstigen sozialen Angelegenheiten. Letztere wird auch von den freien Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Einrichtungen und privaten Hilfsdiensten angeboten.

Beispielhaft sind folgende Angebote zu nennen:
  • Persönliche Beratung in allen Lebenslagen
  • Mithilfe in behördlichen Angelegenheiten
  • Vermittlung und Einsatz von Kräften zur Unterstützung im Haushalt
  • Hilfe bei der Ausführung ärztlicher Verordnungen
  • Begleitung bei Spaziergängen, Beschaffung von Informationen
  • Versorgung mit warmen Mahlzeiten
Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung wurde 1995 als eigenständiger Zweig der Sozialversicherung eingeführt.
Alle gesetzlich Krankenversicherte sind automatisch in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Privat Krankenversicherte müssen eine private Pflegeversicherung abschließen.
Träger der sozialen Pflegeversicherung sind die Pflegekassen. Jeder Krankenkasse ist eine Pflegekasse angeschlossen, die für die jeweiligen Mitglieder zuständig ist.

Wann und welche Leistungen Pflegebedürftige aus der Versicherung bekommen, hängt von der Dauer der Pflegebedürftigkeit, vom Pflegegrad und der Art der Pflege ab. Die Pflegeversicherung ist keine Vollversicherung. Sie unterstützt den Pflegebedürftigen mit Hilfeleistungen im Rahmen einer sozialen Grundsicherung.

Seit dem 01.01.2017 gelten die fünf neuen Pflegegrade. Sie haben die bisherigen drei Pflegestufen ersetzt. Durch das neue Recht erhalten alle Pflegebedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind.

Um Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden. Nach Antragstellung bei der Pflegekasse führt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) während eines Hausbesuchs diese Ermittlungen durch. Er stellt den Umfang der Pflegebedürftigkeit und damit den Pflegegrad fest.

Das Pflegeversicherungsgesetz unterscheidet Geld- und/oder Sachleistung.

Pflegegeld für häusliche Pflege
Hier handelt es sich um eine Geldleistung aus der Pflegeversicherung. Die Höhe richtet sich nach dem Pflegegrad. Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld ist, dass die häusliche Pflege selbst sichergestellt ist, z. B. durch Angehörige oder andere ehrenamtlich tätige Pflegepersonen und mindestens Pflegegrad 2 vorliegt.

Pflegesachleistungen für häusliche Pflege
Ab Pflegegrad 2 können Versicherte die Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch nehmen. Dieser rechnet seine Leistungen direkt mit der Pflegekasse ab, jedoch nur bis zum Höchstbetrag des jeweiligen Pflegegrades. Ambulante Pflegesachleistungen können auch mit dem Pflegegeld kombiniert werden. Werden Sachleistungen in einem Monat nicht in Anspruch genommen, besteht die Möglichkeit, diese für Angebote zur Unterstützung im Alltag bis zur Höhe von 40 % umzuwandeln (Umwandlungsanspruch).

Alle Leistungen im Überblick:

Pflegegrad 1
Geldleistung Ambulant: -
Sachleistung Ambulant: -
Entlastungsbetrag Ambulant (zweckgebunden): 125 €
Leistungsbetrag Vollstationär: 125 €

Pflegegrad 2
Geldleistung Ambulant: 316 €
Sachleistung Ambulant: 689 €
Entlastungsbetrag Ambulant (zweckgebunden): 125 €
Leistungsbetrag Vollstationär: 770 €

Pflegegrad 3
Geldleistung Ambulant: 545 €
Sachleistung Ambulant: 1.298 €
Entlastungsbetrag Ambulant (zweckgebunden): 125 €
Leistungsbetrag Vollstationär: 1.262 €

Pflegegrad 4
Geldleistung Ambulant: 728 €
Sachleistung Ambulant: 1.612 €
Entlastungsbetrag Ambulant (zweckgebunden): 125 €
Leistungsbetrag Vollstationär: 1.775 €

Pflegegrad 5
Geldleistung Ambulant: 901 €
Sachleistung Ambulant: 1.995 €
Entlastungsbetrag Ambulant (zweckgebunden): 125 €
Leistungsbetrag Vollstationär: 2.005 €

Weitere Leistungen der Pflegeversicherung:
  • Verhinderungspflege:
    Die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten für eine Ersatzpflege, wenn die private Pflegeperson durch Urlaub oder Krankheit vorübergehend verhindert ist. (Pro Kalenderjahr 1612 € bis zu 6 Wochen, ab Pflegegrad 2)
  • Kurzzeitpflege:
    Vollstationäre Pflege für eine begrenzte Zeit. (Pro Kalenderjahr 1612 € bis zu 8 Wochen, ab Pflegegrad 2)
  • Tages- oder Nachtpflege:
    Zeitweise im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung. (Ab Pflegegrad 2)
  • Pflegehilfsmittel:
    Kosten für Verbrauchsprodukte in Höhe bis zu 40 € pro Monat, z. B. Einmalhandschuhe, Betteinlagen.
    Technische Hilfsmittel werden vorranging leihweise oder gegen eine Zuzahlung in Höhe von max. 25 € zur Verfügung gestellt.
  • Soziale Absicherung der Pflegeperson (Renten- und Unfallversicherung)
  • Pflegekurse für pflegende Angehörige
  • Leistungen für Pflegebedürftige in ambulant betreuten Wohngruppen
    • Anschubfinanzierung für Neugründung
    • monatlicher Wohngruppenzuschlag (214 €/Bewohner ab Pflegegrad 1)
  • Zuschuss zu pflegebedingten Umbaumaßnahmen bis 4.000 €
Es ist nicht in jedem Fall gewährleistet, dass die Pflegeversicherung alle Kosten trägt, die durch Pflegebedürftigkeit entstehen. Die ungedeckten Kosten muss der Pflegebedürftige selbst tragen. Sofern er hierzu nicht in der Lage ist, kommt bei Vorliegen von Hilfsbedürftigkeit nach dem Sozialgesetzbuch - Zwölftes Buch - die Gewährung von Hilfe zur Pflege in Betracht.

Weitere Informationen geben:
  • die zuständige Krankenkasse und
  • die Pflegestützpunkte des Westerwaldkreises
Übergangspflege für Menschen ohne Pflegegrad
Ist eine vorrübergehende Pflege nötig, z. B. nach einer Operation oder einer akuten Verschlimmerung einer Erkrankung, können Hilfeleistungen für bis zu 4 Wochen bei der Krankenkasse beantragt werden. Angeboten werden: häusliche Krankenpflege sowie Haushaltshilfe und Kurzzeitpflege.

Landespflegegeld

Schwerbehinderte Menschen erhalten zum Ausgleich der durch ihre Behinderung bedingten Mehraufwendungen Pflegegeld nach dem Landespflegegeldgesetz.
Anspruch auf Landespflegegeld haben Menschen mit schweren körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen (zum Beispiel Menschen ohne Hände, Menschen, denen drei Gliedmaßen fehlen usw.), weil sie häufig behinderungsbedingte Mehraufwendungen zu tragen haben. Welches Ausmaß die Behinderung haben muss, ist im Landespflegegeldgesetz Rheinland-Pfalz umschrieben. Ob die Behinderung eines Menschen dieses Ausmaß erreicht, beurteilt das Gesundheitsamt des Kreises oder das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Koblenz auch auf der Grundlage einer Stellungnahme des Hausarztes in Form eines ärztlichen Attestes.
Die Höhe des Pflegegeldes beträgt monatlich 384 € für Volljährige und 192 € für Minderjährige. Die Gewährung des Pflegegeldes erfolgt einkommens- und vermögensunabhängig. Allerdings werden Leistungen, die der Betroffene nach anderen gesetzlichen Vorschriften für den gleichen Zweck wie das Pflegegeld erhält (zum Beispiel Pflegegeld der Pflegekasse), auf das Pflegegeld angerechnet. Ist ein volljähriger behinderter Mensch im Pflegegrad 1 eingestuft und zahlt ihm seine Pflegekasse deshalb monatlich 125 € Entlastungsbetrag, so kann er zusätzlich monatlich 140 € Pflegegeld nach dem Landespflegegeldgesetz beziehen. Erhält ein Mensch mit Behinderung Pflegegeld im Pflegegrad 2 in Höhe von 316 € hat er noch einen Anspruch auf Pflegegeld nach dem Landespflegegeldgesetz in Höhe von 68 €. Ist er in die Pflegegrade 3 - 5 eingestuft, sinkt der Anspruch auf Pflegegeld nach dem Landespflegegeldgesetz auf Null. Der Antrag auf Pflegegeld nach dem Landespflegegeldgesetz ist formlos bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises einzureichen.
Wichtig: Das Landespflegegeld wird nicht in Einrichtungen gezahlt.

Weitere Informationen über die Gewährung von Landespflegegeld erhalten Sie beim
Sozialamt der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises
Peter Altmeier Platz 1
56410 Montabaur
Telefon: 02602 1240

Landesblindengeld (Blindengeld)

In Rheinland-Pfalz haben zivilblinde Menschen, das heißt Personen, die nicht aufgrund von Kriegshandlungen erblindet sind und Personen mit einer Sehbehinderung, die blinden Menschen gleichgestellt sind, zum Ausgleich der durch ihre Blindheit bedingten Mehraufwendungen (z. B. Inanspruchnahme anderer Personen bei Beförderungsfahrten, Unterstützung beim Waschen, Bügeln, im Haushalt, Ausstattung mit akustischen Hilfen usw.) einen Anspruch auf Blindengeld. Ob diese Voraussetzungen vorliegen beurteilt das Gesundheitsamt des Kreises oder der Landesblindenarzt auf der Grundlage einer augenfachärztlichen Stellungnahme bzw. einer weiteren Untersuchung beim Landesblindenarzt. Diese ist nicht erforderlich bei allen Personen mit dem Vermerk "BL" im Schwerbehindertenausweis.
Das Blindengeld beträgt 410 € monatlich. Bei blinden Menschen, die bereits im April 2003 Blindengeld erhalten haben, beträgt das Blindengeld 529,50 € monatlich.
Blinde Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten 50 % des Betrages. Die Gewährung des Blindengeldes erfolgt einkommens- und vermögensunabhängig. Wenn der Leistungsberechtigte pflegebedürftig ist und von seiner Pflegekasse ein Pflegegeld bezieht, wird dieses teilweise auf das Blindengeld angerechnet.
Ein Pflegebedürftiger erhält bei Pflegegrad 1 - 410 €, bei Pflegegrad 2 - 264,64 € und bei den Pflegegraden 3 bis 5 - 230,15 € Landesblindengeld im Monat. Eine weitere Kürzung erfolgt, wenn der blinde Mensch eine Einrichtung zur teilstationären Betreuung, eine Kindertagesstätte oder eine Schule besucht. Das Pflegegeld wird von der Pflegekasse ungekürzt weitergezahlt.
Das Landesblindengeld wird auf Antrag gewährt und ruht, wenn sich der blinde Mensch länger als vier Wochen in Einrichtungen oder Heimen aufhält.

Blindenhilfe

Die Blindenhilfe beträgt ab Juli 2019 - 739,91 € und für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 370,59 €. Die Blindenhilfeleistung ist abhängig von Einkommen und Vermögen.

Lebt der volljährige, blinde Mensch in einem Heim und werden die Kosten des Aufenthalts ganz oder teilweise aus Mitteln öffentlich-rechtlicher Leistungsträger getragen, verringert sich die Blindenhilfe. Die Leistungen nach dem Landesblindengeldgesetz und dem Pflegeversicherungsgesetz werden auf die Blindenhilfe angerechnet.
Sozialamt der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises
Peter Altmeier Platz 1
56410 Montabaur
Telefon: 02602 124-242

Schwerbehindertenausweis

Ein Schwerbehindertenausweis ist ein bundesweit einheitlicher Nachweis über eine anerkannte Schwerbehinderung ab einem Grad von 50 % (GdB 50). Er räumt dem Besitzer besondere Rechte ein und gleicht Nachteile, die durch die Beeinträchtigung vorliegen, aus. Einen Antrag auf Anerkennung einer Schwerbehinderung können Sie beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung stellen: Baedekerstr. 12 - 20, 56073 Koblenz, Telefon: 0261 4041-1.

Antragsvordrucke hält die Sozialabteilung bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, Peter Altmeier-Platz 1, 56410 Montabaur, Telefon: 02602 124 0, bereit.
Sie berät und nimmt Erklärungen, die gegenüber dem Amt für soziale Angelegenheiten abzugeben sind, entgegen.

Befreiung von Rundfunk und Fernsehgebühren/Telefongebührenermäßigung

Ab dem 18. Lebensjahr gilt, eine Wohnung - ein Beitrag. Personen mit geringem Einkommen und Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen "RF" im Schwerbehindertenausweis können auf Antrag von den Gebühren befreit werden. Der Antrag ist bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ)
Freimersdorfer Weg 6, 50829 Köln, Telefon: 0221 50610 zu stellen.
Internet: www.rundfunkbeitrag.de

Telefongebührenermäßigung
Sofern die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Rundfunk- und Fernsehgebührenpflicht erfüllt sind, kann für Telefonate über Anschlüsse, bei denen die Deutsche Telekom als Verbindungsnetzbetreiber dauerhaft voreingestellt ist, eine soziale Vergünstigung für den jeweiligen Abrechnungszeitraum gewährt werden (Sozialtarif der Deutschen Telekom im T-Net). Bei blinden, gehörlosen und sprachbehinderten Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 90 %, gilt ein höherer Sozialtarif.

Nähere Auskünfte erhalten Sie in den Bürgerbüros der Verbandsgemeindeverwaltungen des Westerwaldkreises (siehe auf der Seite "Adressenanhang") sowie bei der Deutschen Telekom, Internet: www.telekom.de

Medikamentenzuzahlung

Versicherte haben im Krankheitsfall Zuzahlungen für die in Anspruch genommenen Leistungen des Gesundheitswesens zu zahlen. Zuzahlungen sind, gerechnet auf ein Kalenderjahr, nur bis zur Höhe der Belastungsgrenze zu leisten. Wird die Belastungsgrenze innerhalb eines Kalenderjahres erreicht, hat die Krankenkasse eine Bescheinigung darüber zu erteilen, dass für den Rest des Kalenderjahres keine Zuzahlungen mehr zu leisten sind. Die Belastungsgrenze beträgt 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind, beträgt diese 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt.
Detaillierte Informationen geben die Krankenkassen.

Grundsicherung im Alter

Personen, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend selbst sicherstellen können, haben Anspruch auf Grundsicherung.

Voraussetzung ist:
  • das Erreichen der Regelaltersgrenze.
    Aktuell liegt diese bei 65 Jahren und 8 Monaten.
  • Vollendung des 18. Lebensjahres mit dauerhaft voller Erwerbsminderung
Das Einkommen des Ehegatten oder Lebenspartners wird berücksichtigt. Das jährliche Gesamteinkommen der Kinder oder Eltern darf einen Betrag von 100.000 € nicht überschreiten. Die Grundsicherung muss bei dem Sozialamt beantragt werden.